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(Für Club-Mitglieder) Magic Pills: Dokufilm über Homöopathie / Rezension von Heilpraktiker Tjado Galic

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3 Kommentare

  1. Dieser Film sei jedem Journalisten empfohlen der meint er fände nichts positives zur Homöopathie. Die unwissenschaftlichen Argumentationen der weltweit im Kampf gegen Homöopathen/Naturärzte gezogenen Friends of Science und Skeptikerbewegungen erklärt sich mir durch den Film noch deutlicher. Es geht dieser Bewegung, wie Herr Galic schreibt offensichtlich eben nicht um Wissenschaft, Neugierde, Weiterforschen es geht deutlich mehr darum Menschen mit anderen Erfahrungen und Erkenntnissen an den Pranger zu stellen ohne mit ihnen selbst zu sprechen, oder deren Wissen offen zur Kenntnis zu nehmen. Danke für diesen Blog der mir als Patient doch die Augen öffnet über so viel Unverfrorenheit und für diese Filmtipp!

  2. Es gibt inzwischen eine zweite positive Rezension zum Film:

    Wer infolge der gegenwärtigen medialen „Schlacht“ gegen die Homöopathie die Meinung gewonnen hat, diese verrückte und vermeintlich als vollkommen unwirksam entlarvte Heilweise gehöre nun endgültig auf dem Friedhof der Medizingeschichte entsorgt, wird nach diesem Film zumindest etwas ins Nachdenken kommen. Ob die in allen Gazetten verbreiteten „Beweise“ der Unwirksamkeit wirklich so „absolut sicher“ sind, wie von den Homöopathie-Gegnern immer wieder behauptet wird? Im Film kommen praktizierende Homöopathen und Skeptiker zu Wort, die die Homöopathie rundweg ablehnen. Die einen werden bei ihrer Arbeit beobachtet, die anderen halten Vorträge über die scheinbar nachgewiesene Unwirksamkeit. Und das offenbart schon, das Dilemma der ganzen Diskussion: Die einen argumentieren rein aus ihrer Erfahrung im medizinischen Alltag, die anderen über naturwissenschaftliches Wissen und darauf aufgebaute Studien. Bei solch einer Konstellation wird es schwierig, gemeinsam einen Konsens zu finden. Wie oft kollidieren doch praktische Erfahrungen mit naturwissenschaftlicher Erkenntnis?

    Dieser sehr gut gemachte Film über die Homöopathie wird diesen Graben nicht zuschütten können. Er wird diesen vielleicht sogar noch vergrößern, weil die Fronten inzwischen so verhärtet sind, dass allein die im Film gezeigte Behandlung von AIDS- und Krebskranken mit Globuli, einen wütenden Aufschrei im Lager der Gegner provozieren dürfte (obwohl die Homöopathen ihre Mittel nur ergänzend zur Schulmedizin geben und stets das Miteinander der Methoden betonen).

    Was bringt der Film also für die gegenwärtige Diskussion? Zumindest einen Einblick in die Arbeit mit Homöopathie (auch wenn er etwas einseitig die Therapie in den Entwicklungs- und Schwellenländern zeigt und nicht den alltäglichen „Kampf“ um die Findung des richtigen Similes, der Homöopathen und Homöopathinnen in unseren Breiten umtreibt).

    Die Homöopathie ist und bleibt eine Zumutung für den rein rational denkenden Geist. Im Wort Zumutung hat sich das Wort Mut versteckt. Es verlangt keinen Mut, die Homöopathie zu verdammen und sie aus der Medizin eliminieren zu wollen. Mutig ist es heutzutage hingegen, zu dieser Methode zu stehen, mehr Forschung und damit Geld einzufordern, sie als besondere Richtung in einer pluralen Medizin integriert zu sehen, Ärzten und Patienten weiterhin Therapiefreiheit zuzugestehen. Mut aber sollten auch die Homöopathen aufbringen, und ihre Heilweise anhand heutiger Erkenntnisse kritisch beleuchten. Die zentralen Fragen, die die Homöopathie aufwirft, löst man nicht, indem man sich hinter jahrhundertealten Dogmen verbarrikadiert – im Gegenteil: Damit macht man es den fundamentalistischen Gegnern umso leichter ihr (politisches) Ziel zu erreichen.

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