ANALYSE SPIEGEL TV-BEITRAG: Christian Becker entlarvt Anti-Homöopathie-Lobbyistin Natalie Grams als „PR-Marionette“ im nicht ausgestrahlten Interview

In einem Interview mit dem TV-Magazin SPIEGEL TV, das RTL am 5.11. um 23.25 Uhr ausgestrahlt hat, wollte der HomöopathieWatchblogger Christian Becker schwere Vorwürfe gegen die Anti-Homöopathie-Kampagne erheben. Dazu kam es nicht. SPIEGEL TV hat das Interview (Protokoll des 60-minütigen Interviews) mit ihm nicht gesendet, da dem Sender der Inhalt „Wer bezahlt die Kampagne gegen Globuli“ offenbar zu heiß geworden ist. Der Sender hat offensichtlich heute noch den Beitrag verändert, da er ihn auf Twitter heute anders angekündigt hatte. Der ursprünglich angekündigte Titel war, wie sich „Homöopathie-Gläubiger und Kritiker bekämpfen“. Dazu passte die ausgestrahlte Sendung nicht mehr (in der es nicht mehr um Kampf ging), sondern deren Thema die angeblich hohen Umsätze inkl. Wirksamkeit war.

spiegeltv-homoeopathie

 

Becker wirft im nicht ausgestrahlten Interview der Anti-Globuli-Lobbyistin Natalie Grams vor, sei eine „PR-Marionette“. Sie ist Vorständin der Lobbygruppe Informationsnetzwerk Homöopathie, eine Ausgründung der weltweiten Skeptiker-Bewegung GWUP, die gegen Homöopathie und für Glyphosat bei Journalisten und in der Politik lobbyiert.

Grams Lebenslauf wirke unecht, so Becker im SPTV-Interview. Ihre Story mit dem Wandel von der glühenden Homöopathie-Liebhaberin zur Skeptikerin aus Gewissensgründen wirke erfunden, so der Blogger. Grams agiere zusammen mit der Skeptiker-Bewegung und Testimonials wie Professor Edzard Ernst als engagierte Lobbyisten gegen Homöopathie. Becker plädiert im Interview auch dafür, den Experten für Homöopathie, Heilpraktikern und Ärzten, im Gesundheitssystem mehr Raum zu geben und diese gegen die Angriffe von Grams Lobbyorganisation zu beschützen.

Nach Ansicht Beckers stecke hinter der Kampagne gegen Globuli die Pharma- und Chemieindustrie, die Umsatzeinbußen bei Antibiotika und Glyphosat durch Globuli befürchte. Becker hatte in einem Artikel (Link) mit dem Titel „Wirtschaftskrimi: Glyphosat gegen Globuli“ die Kampagne analysiert und zahlreiche Belege genannt, weshalb nach seiner Analyse die beiden Industrien Lobbyisten gegen Homöopathie bezahlen. Die Lobbyistin Grams streitet die Vorwürfe Beckers ab, nennt aber keine Gegenargumente und widerlegt die von Becker genannten Fakten nicht. Aus ihrer Sicht wirke Becker einfach als eine Art Stalker, so äußert sich die Lobbyistin mit umschreibenden Worten.

SPIEGEL TV unterstützt Grams und macht gesteuerten Journalismus. Die SPTV-Redakteurin Katharina Zingerle wirkte in dem Interview mit Becker (Protokoll) wie von der Skeptiker-Bewegung gebrieft.

Im Beitrag ist auch zu sehen, wie der Heilpraktiker Tjado Galic Patienten behandelt. Außerdem kommen zu Wort: Anti-Homöopathie-Lobbyistin Natalie Grams, der Cheflobbyist des Anti-Homöopathie-Netzwerkes INH Norbert Aust (Ingenieur), eine gebriefte Patientin, ein Apotheker. Erwähnt wird auch, dass mehrere Hersteller, z.B. DHU und Weleda, einem Dreh nicht zugestimmt haben.

Der Beitrag vom 5.11. mit dem Titel „Pseudomedizin“ ist auch online zu sehen unter www.spiegel.tv

Kommentar: Der SPIEGEL TV -Beitrag zeigt den momentanen Strategiewechsel bei Anti-#Homöopathie-proGlyphosat -PR-Agentur von gwup. Verteidigen statt bisher Angriff ist Devise. Wichtigste Fake-Botschaft von Natalie Grams und Norbert Aust: wir sind Privatleute ohne Geldgeber, die das nur aus Überzeugung tun. Diese gwup-Verteidigung ist notwendig, da sie sich seit Auftreten des HomoeopathieWatchblog massiv und permanent unter Druck gesetzt sehen.

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5 Kommentare

  1. Kann mir mal jemand die Logik in dem Spiegel-TV Beitrag erklären, was eine fehlerhafte Diagnostik bezüglich Gebärmutterhalskrebses mit Homöopathie zu tun haben soll?
    Verhindern Globuli auf magische Weise gute Diagnostik und ist im Umkehrschluss die Diagnostik besser ohne Globulieinnahme?
    Die Logik dahinter erschliesst sich mir nicht!

    1. Hallo Fritz, ich sehe dahinter auch keine Logik. Selbstverständlich kann man eine gewisse Bitterkeit der Patientin verstehen, ist sie doch von ihrer Gynäkologin enttäuscht worden, die offenbar einen Fehler gemacht hat, wenn man dem Bericht von Spiegel TV glauben darf. Die Patientin wird hier wohl recht schamlos instrumentalisiert.
      Eine 35-jährige Patientin, die ich vor ca. 15 Jahren in der ambulanten Pflege betreut habe, hatte leider nicht so viel Glück wie die Spiegel-TV-Patientin, an sie habe ich mich gestern abend erinnert. Ihr Arzt (kein Homöopath!) hatte ihre rektalen Blutungen beim Stuhlgang als Hämorrhoiden behandelt, offfenbar ohne sie je zu untersuchen, bis sie aus Angst und Ahnung den Arzt wechselte. Der schickte sie sofort zur Darmspiegelung, mit dem fatalem Ergebnis Darmkrebs in einem sehr fortgeschrittenen Stadium. Wäre sie nicht ein Jahr auf Hämorrhoiden behandelt worden, würde sie womöglich heute noch leben? Ihre Kinder waren damals klein, das Einfamilienhaus gerade bezogen, es war ein furchtbares Drama.
      Das war ein Versäumnis des behandelnden Arztes und nicht seiner medizinischen Methode, und ich würde jetzt als Homöopath nie auf die Idee kommen zu sagen, „die Schulmedizin hat diese Patientin ihr Leben gekostet“.
      Die Spiegel-TV-Patientin glaubt scheinbar aufrichtig, die Homöopathie hätte ihr sehr geschadet. Das Versäumnis, das nicht diagnostisch sauber abzuklären, ist vollkommmen unabhängig von der Behandlungsmethode, mit der man arbeitet, oder glaubt irgendjemand noch, Homöopathen scheren sich nicht um Diagnosen und geben immer einfach blind ihre Kugeln und fertig?! Da wäre meine Praxis längst zu. Doch es klingt so schön reißerisch, wie es die Patientin sagt, was man übrigens nicht einmal so sehr ihr anlasten sollte, sondern denen, welche ihre zweifelsohne schwierige psychische Situation, mit ihrer Enttäuschung, ihrer Angst und ihrem Zorn umzugehen, so unglaublich schamlos für ihre eigenen Zwecke und ihre eigenen Botschaften nutzen!
      Es wäre für die Patientin sicherlich heilsamer, sie darüber aufzuklären, daß das einfach ein Versäumins ihrer Ärztin war (vorausgesetzt, das, was wir zu hören bekamen, entsprach der Wahrheit), das Geschehen nicht früher diagnostisch abzuklären, anstatt sie jetzt im Fernsehen gegen die Homöopathie Sturm laufen zu lassen. Die Homöopathie kann dafür nichts!

  2. Cui Bono – ist es wirklich so schwer?

    Recherchiere bis zum Jahr 1997 Zur Eröffnungsrede:

    Der Wissenschaft verpflichtet
    Eröffnungsvortrag des Vorsitzenden des 103. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin,
    Wiesbaden, 6. April 1997
    Johannes Köbberling
    © URBAN & VOGEL MÜNCHEN 1997
    J. Köbberling:
    Der Wissenschaft verpflichtet
    Med. Klin. 92 (1997), 181 189 (Nr. 4)

    Dann schau dir die Brights, Friends of Science, Humanisten, religiösen Fanatiker gegen jede Naturmedizin, HNO L. usw., Medizinzischen Gesellschaften und deren Verlage und digitalen Unterstützer an – z.B mögliche Antihomöopathieunterstützer wie: IQ media, Publicis media, Springer Verlag, Spiegel, Manager, SZ usw.

    Schau hinter die „billige“ Expertinnen und Expertenfassade von N.G. , N.A, E.E. usw. die sich nicht zu schade sind, öffentlich von einem privaten Interesse zu sprechen (FAKE) und gleichzeitig Gesundheitspolitiker mit extrem einseitigen Mediendruck (FAKE) beeinflussen.

    Blicke auf die zerstörten Böden weltweit durch Glyphosat und Co – Genverändertes Saatgut löst mittlererweile Hungerkatastrophen und Flüchtlingsströme aus – tausende von Bauern organisieren sich selbst und lassen sich nicht mehr vor den Pharmakarren spannen usw.

    Dann überlege ob Patienten wirklich daran Interesse haben ihre Therapeutinnen und Therapeuten abzuschaffen? Dann müssten sie ja auch ganz viele Ärztinnen und Ärzte abschaffen die ihnen Tabletten gaben die nicht halfen oder die zur 3. häufigsten Todesursache durch unerwünschte Arzneimittelwirkungen beitragen.

    Die Landwirte müssten die Unternehmen in Leverkusen oder USA verklagen usw…

    Metaebene für Kolleginnen und Kollegen die sich noch ihrer Grundaufgabe als Journalisten bewusst sind:

    Berichtet einfach die Wahrheit – sagt es gibt ein weltweites Interesse Naturheilkunde und TCM und Homöopathie aus dem Markt zu kicken – es gibt Millionen dafür – es ist schick in den Redaktionen der Leitmedien über Homöopathie und Naturheilkunde zu lachen – es ist schick Genfood und Glyphosat zu verteidigen – es ist schick sich mal schnell von einem Verlag für ein schlecht recherchiertes Buch viel Geld bezahlen zu lassen nur weil es gegen 70 % der Menschenmeinung schreibt. Es ist schick Fakes in erpresserische Wordings zu packen wie der Spiegelartikel ja bei genauer Recherche zeigt.

    Es ist anscheinend schick, den eigenen ethisch einmal hochangesehenen Beruf des Journalisten zu einem Schreiberling für … verkommen zu lassen.

    Wäre es nicht an der Zeit und noch schicker ab heute mit unserem Beruf für eine ehrlichere heilere Welt zu kämpfen?

    70 % der Menschen wollen gute Medizin, Naturheilkunde, Homöopathie, TCM, Heilpraktiker, Mediziner Hand in Hand, exzellente Beratung, genaue Diagnostik und so wenig und sanfte Medizin wie möglich und nötig – so meine Umfragen und Recherchen bis heute.

    Was habt ihr rausgefunden ?

    Cui bono

  3. Unsäglicher Bericht, suggestiv kontra Homöopathie ohne den Angegriffenen Gelegenheit zu geben, Stellung zu den Vorwürfen zu nehmen. Dazu noch die Suggestivbotschaft, die ständig eingeblendet wurde: hier wird Wasser als Verum verabreicht.

    Aber was soll man auch erwarten.
    Zitat aus dem Beitrag:
    „Wenn nun ein Medium des SPIEGEL Verlags wie SPIEGEL TV anhand der Herstellung von Globuli über homöopathische Verfahren berichten möchte, können wir uns nicht vorstellen, dass dies im Kontext einer objektiven Berichterstattung geschieht.“

    Ach ja und hätte die Ärztin schulmedizinische Präperate gegen die Regelbeschwerden verschrieben, hätte dann die Schulmedizin die Patientin fast umgebracht?

  4. Cui bono – noch was zum NACH – denken…..

    Spiegel TV bezahlt für 3 Tage Journalistin, Kamerateam, Redaktion usw.
    und sendet einen sinnfreien Artikel mit noch singfreieren Aussagen einer Homöopathie-Anfängerin und eines Maschinenbauers – so meine jetzige Recherche.

    In der BRD wird derzeit jeden Tag über 1 Milliarde Euro für die Gesundheit ausgegeben –
    über 37 Milliarden allein Arzneimittelverordnungen – davon wandern angeblich 50 % wegen unerwünschte Nebenwirkungen in die Mülltonne. Warum wurde das in dem Spiegelartikel nicht in Relation gesetzt?

    Durch jahrzehntelanges Lobbying der bereits genannten Interessengruppen wurde seit 1990 die Naturheilkunde und die Homöopathie, TCM, Osteopathie, usw an den Rand des Gesundheitssystems gedrückt.

    Trotz dieser permanenten Medien-AntiNaturheilkundeberichterstattung finden auch nach 30 Jahren Naturheilkunde-Bashing 70 % der Menschen die Naturheilkunde und Homöopathie gut und wichtig.

    Sie bezahlen sich 85 % der Kosten selbst und belasten damit das angeblich so vorzügliche Gesundheitssystem kaum.

    Warum ? Weil sie klug sind und genug Gesundheitskompetenz haben und auf sich selbst achten?

    Schreiberlinge – wacht auf…

    Deutschland ist für die Pharma ein Selbstbedienungsladen, dass weiß jeder von uns und jeder Spiegelartikel der gegen Naturheilkunde schreibt ist ein DAX Punkt mehr für Aktionäre wollt ihr das wirklich?

    IHR erhöht unsere Arbeitgeber- und Arbeitnehmer Beiträge in die Krankenversicherung!!!!

    Lasst euch doch die Butter nicht vom Brot nehmen, von Menschen die in Yachten sitzen und sich über unseren Berufsstand amüsieren weil er so leicht manipulierbar ist….

    (Vielleicht sollten die Verlage auch mal über die Bezahlung ihrer Journalisten nachdenken, wenn die mehr verdienen würden wäre diese Art von Lobbybeeinflussung von anderer Seite nicht so leicht möglich?)

    Cui bono

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