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Spanien will Homöopathie den Arzneimittel-Status aberkennen / Vergleich D<->Spanien mit sechs Phasen der Kampagne gegen Globuli

Die spanische Gesundheitsministerin Maria Luisa Carcedo hat sich im Interview (Link ) mit einer Tageszeitung gegen Homöopathie geäußert: „Combatiré las pseudociencias, y la homeopatía lo es“ („Ich werde gegen Pseudowissenschaften kämpfen, und die Homöopathie ist eine“).

Ähnlich geht es im Interview weiter. Hier die entscheidende Aussage der Ministerin: „Krankenhäuser sollten Produkte mit nachgewiesener Wirkung verwenden, d.h. Arzneimittel. Diese wurden sehr strengen klinischen Studien und Kriterien unterzogen. Wenn homöopathische Arzneimittel wissenschaftliche Nachweise erbringen, werden sie als solche angesehen. Dies ist im vorliegenden Fall jedoch nicht gegeben.“

Die Zielrichtung der spanischen Gesundheitsministerin ist damit eindeutig: sie will homöopathischen Arzneimitteln den Status der Arzneimittel aberkennen. Ähnliches läuft gerade in Frankreich ab

Was hat dies mit Deutschland zu tun? In Deutschland sind wir kurz vor spanischen Verhältnissen.

Um eine Therapierichtung wie Homöopathie unwiederbringlich zu schädigen braucht es ein politische PR-Kampagne, die sich über mehrere Jahre hinzieht.

Hier die verschiedenen Phasen und eine Analyse, wie weit die Kampagne in Deutschland ist.

Phase 1) Geldgeber startet und Zielrichtung wird definiert: JA in D
Phase 2) Eine politische Pressure Group wird gegründet, die mit Docs und Profs als Testimonials die Medien und Politik beeinflusst: JA in D (INH 2015)
Phase 3) Medien schreiben gegen Homöopathie: JA in D
Phase 4) Erste regierungsnahe Politiker und entscheidende nachgeordnete Behörden im Gesundheitswesen äußern sich gegen Homöopathie: JA in D (Lauterbach SPD, Hecken G-BA, Windeler IQWiG)
Phase 5) Erste Regierungspolitiker äußern die Absicht, die Homöopathie einzuschränken und ihnen den Status der Arzneimittel abzuerkennen: JA in Spanien, in D stehen wir kurz davor.
Phase 6) Verdrängen der Homöopathie vom Markt wie in USA vor 100 Jahren

Wir sind in Deutschland also in Phase 4), Spanien und Frankreich sind schon in Phase 5)

Was kann man dagegen tun, damit Phase 5) und Phase 6) in Deutschland nicht real wird:

PR und politischer Druck von der pro-Homöopathie-Community mit Einzelnen und Vielen, Verbänden, Organisationen, Herstellern.
=> Idealerweise mit einer proaktiven Gegenkampagne, um die Pressure Group in ihren Möglichkeiten einzuschränken, Medien eine unabhängige Medienplattform gegenüberstellen, mit Politikern und Journalisten das Gespräch suchen, eine pro aktive Zielrichtung definieren und umsetzen. Und dies über Jahre.


9november homoeopathie


 

Warum ein Blog wie HomoeopathieWatchblog?
Seit 2015 findet in Deutschland eine Kampagne gegen die Homöopathie statt. Diese hat in GB 2009 begonnen. Und hat in den USA vor 100 Jahren bereits einmal stattgefunden. Der Kern der Kampagne ist, dass die Pharmaindustrie sich durch Globuli bedroht sieht. Also macht sie, was sie gut kann. Sie will die Globuli als Therapiemethode durch eine Kampagne zerstören. Dafür werden PR-Strukturen wie Pressure Groups aufgebaut, PR-Gesichter wie Ärzte und Professoren eingesetzt, die Unis beeinflusst, Studien zur Homöopathie durch Drohungen des Karriereendes unterdrückt, Journalisten finanziell beeinflusst und in ein Skeptiker-Netzwerk eingebunden, Meta-Studien wie Shang und Australien gefälscht, Heilpraktiker durch Abmahnvereine bedroht, Ärzte in ihrer Fortbildung eingeschränkt, Politiker beeinflusst, die dann Ende von Apothekenpflicht/Kassenleistung fordern etc. pp.

Die Folgen der Kampagne gegen Globuli:
Jahrelang stand die pro-Homöopathie-Szene unter Druck und wurde persönlich angegriffen. Diesen Krieg hat die Szene mit Schweigen beantwortet. In der Folge werden Strukturen der pro-Homöopathie-Szene geschwächt. Immer weniger Menschen möchten Heilpraktiker oder Arzt für Homöopathie werden. Immer weniger Menschen kommen zu diesen. Immer weniger Lehrstühle für Homöopathie gibt es. Die Homöopathie ist europaweit unter Druck. In Frankreich und Spanien haben die Regierungen einen Vorgang gestartet, um der Homöopathie den Status als Arzneimittel zu entziehen. Wie in den USA vor 100 Jahren soll auch in Deutschland die Homöopathie und ihre Experten aus dem Gesundheitswesen gedrängt werden, damit allein konventionelle Medikamente genutzt werden. Globuli soll es zukünftig nebern WC-Reinigern in der Drogerie geben – ohne Beratung. Gegen diese Entwicklung hat sich eine Gegenentwicklung aufgebaut, die pro-Homöopathie-Community PHC.

Warum HW.Blog?
Der Blog ist gleichzeitig Berichterstatter und Aktivist der pro-Homöopathie-Community PHC. Er hat mehrere Ziele.

1) Stimme der Homöopathie und der Heilpraktiker und Ärzte und Patienten und Wissenschaft stärken
2) Medialen, politischen und juristischen Druck auf die Gegner der Globuli permanent aufbauen
3) Strukturen der Gegenkampagne der Pharmaindustrie anzugreifen und einem Ende zuzuführen.
4) Die Homöopathie wie in der Schweiz im Gesundheitswesen zu verankern
5) Die Homöopathie bei der Ausbildung von Ärzten als gleichwertig mit der konventionellen Medizin zu verankern
6) Den Beruf des Heilpraktikers zu stärken
7) Die Tierhomöopathie zu stärken

Zeitbedarf für Punkt 1 bis 7: 5-10 Jahre
Notwendiger PR-Druck: momentan bei 2% der Möglichkeiten
Notwendiger politischer Druck: momentan bei 0%

Strategie und Erfolge:
1) Der HW.Blog ist als unabhängige Medienplattform und zusätzlich als Vehikel in Medien konzipiert. Er wurde in den vier Wochen nach Gründung (15.9.) bereits in der Fachpresse (Apotheke Adhoc) sowie Leitmedien der Publikumspresse (FAZ Ende Okt., Spiegel TV Interview 25. Okt., nicht ausgestrahlt ) zitiert.
2) Der HW.Blog hat in den vier Wochen seit Start ca. 100 Artikel veröffentlicht.
3) Die Reichweite des Blogs liegt momentan bei 20.000 bis 25.000 Seitenabrufen täglich (inkl. Twitter @watchblog_h). 10 % der Besucher sind englischsprachig, 90% kommen aus D, Ö und CH. Jeder Besucher liest 3-4 Artikel.
4) Die Stimmung auf Twitter (als wichtiger Marktplatz und Platz für die kontroverse Diskussion um Globuli und die Gegenkampagne) ist seit Start des Watchblog auf Twitter (12.8.) ist anders geworden. Immer mehr Menschen trauen sich, für Homöopathie zu twittern. Die Skeptiker sind in ihrer Reichweite deutlich eingeschränkt.

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