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Augenzeugenbericht aus Tutzing: Ärzte setzen INH-Lobbyisten Lübbers unter Druck

Heute Abend hat der Vorstand des INH, der Lobbyist Christian Lübbers, einen Vortrag gegen Homöopathie auf Einladung der Evangelischen Kirche an der Akademie in Tutzing gehalten.

Ein Arzt vor Ort beschreibt die Veranstaltung in einem Augenzeugenbericht:

„Hier ein kurzer Abriß über die Aktivitäten gegenüber Dr. Lübbers in der evangelischen Akademie Tutzing und seinen Vortrag “ Warum die Homöopathie keine ehrliche Medizin ist“.

Abgesehen von mir waren noch 3 Homöopathen anwesend, die mir bekannt waren, wovon sich 2 zu Wort gemeldet haben.

Dr. Lübbers hielt zum Glück keine Hetzrede, brachte aber die üblichen Argumente und stellte die Ergebnisse der Meta-Analysen sehr einseitig und unvollständig dar. Insgesamt war es im wesentlichen ein Werbe-Vortrag für den INH mit ausufernden Bildchen über die Aktivitäten und Angebote des INH.

Auf meine Frage nach dem Inhalt der ersten Fassung der Australischen Studie und warum sie unter Verschluß gehalten wird, antwortete er nur ausweichend auf die hohe Qualität der Studie allgemein hinweisend.

Zu meiner beispielhaften Darstellung eines Fallverlaufs mit sofortiger (nächster Tag) Reaktion eines mit B-non-Hodgkin-Lymphom befallenen Lymphknotens auf alleinige homöopathische Therapie und vorerst vollständiger Remission, was seiner vorherigen (üblichen) Argumentation von Placebo, Zuwendung, Suggestion und Spontanverlauf deutlich widersprach, gab er gar keine Antwort.

Eine Ärztin konnte ihm entgegenhalten, dass dass er die Ergebnisse der Metastudien falsch dargestellt hatte und konnte auf die Erfolge Ihrer Arbeit in einer Kinderklinik verweisen.

Eine weitere Ärztin konnte ihm eindrucksvolle Beispiele aus ihrer Praxis darlegen.

In meinen Augen sehr aufschlußreich war der Dr. Lübbers nachfolgende Vortrag von Frau Dr. Petra Thorbrietz, Wissenschaftsjournalistin, die darstellen konnte, wie sie als Journalistin die „Verfolgung“ durch Homöopathie-Gegner als shit-storm und schlimmer erlebt hatte, und die herausstellte, dass ein abschließendes Urteil über die Wirkung der Homöopathie derzeit noch nicht eindeutig möglich sei, eine „Aburteilung“ als Placebo-Therapie aber definitiv nicht gerechtfertigt ist.

Soviel von der Tutzinger evangelischen Akademie und ich glaube, wir haben eindrucksvolle Präsenz gezeigt.“

2 Kommentare

  1. jo – für mich als Patient und praktizierenden Christ stellen sich viele Fragen zu dem Thema. Ist Dr. L. praktizierender Christ? Was hält er von Menschenliebe, Toleranz, Wissenschaftsfreiheit, Meinungsfreiheit, Therapiefreiheit, Glaubensfreiheit? Wenn ich seine Tweeds lese wird mir jedesmal schlecht, weil sie so voller Hass gegen Patienten sind, welche Homöopathie erfolgreich anwenden – die haben ihm doch bestimmt noch nie etwas getan! Journalisten sollten sich Dr. L. und seine Praxis und auch die Vergangenheit von Fr. Dr. G. genauer ansehen. Sie argumentieren unwissenschaftlich, wenig fundiert, sie scheinen keine/wenig Erfahrung mit Homöopathie zu haben und sich in dem Bereich auch nie wirklich tief beschäftigt zu haben und trotzdem sind Leitmedien wie SZ, Spiegel, Springer-Verlag, FAZ, Zeit auf ihrer Seite. Meine Frau sagt immer die seien „gekauft“. Sie hat ein ziemlich gutes Gespür für Menschen – ob sie sich irrt?

  2. Einen Dank an die Homöopathen vor Ort. Es ist wichtig, die Contra- Homöopathieaussagen nicht alleine stehen zu lassen. Und es ist auch schön zu hören, dass es auch Journalisten auffällt, wie einseitig berichtet wird. Dabei gebe es in der Ecke Skeptiker, unreflektierte Meinungsüberstülpung, INH, Grams etc durchaus journalistischen Stoff.

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