(Free) Wie ist es eigentlich zum Homöopathie-Gipfel Mitte Januar gekommen? Die Geschichte und erste Reaktionen

Hier eine kleine Geschichte zwischen den Jahren. 

Wie ist es eigentlich zum Homöopathie-Gipfel gekommen?

Als ich am 12.8. mit dem Twittern gegen das INH begann, war mir schnell klar, dass ich die Homöopathie-Gemeinschaft aktivieren musste. Nur wie? Mir war auch schnell klar, dass es zwei Typen von Homöopathen gab (unabhängig, ob Arzt oder Heilpraktiker). Der eine Typus P ist ein Mensch, der mit positiven Zielen engagiert voranschreiten möchte, er möchte Positives erreichen. Der andere Typus N agiert nicht, um Positives zu erreichen, sondern nur, um Negatives zu vermeiden.

Glücklicherweise stieß ich auf ganz viele Homöopathen, die Positives erreichen möchten. Die Briefe an Abgeordnete schreiben, die Medien beim Presserat anzeigen, die auf INH-Veranstaltungen gehen etc.

Aber leider gibt es auch viele Homöopathen, die vor allem besorgt sind, und sich gerne in eine Burg zurückziehen möchten. Was schwierig ist, wenn das INH als Raubritter vor der Burg steht und die Burg Stein für Stein abträgt. Diese Homöopathen des Typus N werden erst aktiv, wenn sie Licht am Horizont sehen, um Negatives zu vermeiden. Dieser Typus ist häufig in Verbänden zu treffen oder ist verbandsnah. Verbände haben eine etwas schwierige Eigenschaft. Wenn sie nicht zielorientiert für eine Branche arbeiten, besteht ihre Aktivität hauptsächlich daraus, dass sie als Typ N ihre Macht sichern, indem sie die Engagierten des Typus P bremsen.

Also musste ich eine Strategie entwickeln, damit die wenigen Engagierten des Typus P durch die bremsenden Eigenschaften der vielen Menschen des Typus N in Verbänden nicht allzu sehr ausgebremst werden, sondern im Gegenteil das verborgene Engagement des Typ N gefördert werden. Einerseits sollte dem Typ N deutlich gemacht werden, dass Negatives droht, dass er vermeiden muss (INH). Andererseits sollte ihm die Strategie durch eine Art Struktur Sicherheit in seiner Unsicherheit geben.

Da ich wußte, dass Verbände nichts lieber tun, als Treffen vorzubereiten und zu beraten, wer teilnimmt, und wie die Tagesordnung ist, wer wo sitzt, wer Teil eines zu gründenden Arbeitskreises ist, etc., entwickelte ich eine Strategie für den Typus N.

Dazu musste ich den Verbänden mit Typus N den Floh ins Ohr setzen, dass erstens ein Arbeitskreis dringend notwendig sei, der auf einem Homöopathie-Gipfel ausgerufen werden könnte.

Am 28.9. war ich zu Besuch bei zwei Vorständinnen, Typ N, und einem Pressesprecher, Typ N, eines Arztverbandes in Berlin. Ich stellte das Konzept vor, dass eine Taskforce aus Verbänden, Herstellern, etc. zu gründen sei, um die Homöopathie zu verteidigen gegen Angriffe von INH&Co. Die Vorstände und der Pressesprecher sagten, so etwas hätten sie noch nie gehört.

Am 27.10. schrieb ich einem verbandsnahen Arzt, Typ N, eine Mail, CC zwei Vorstände des Verbandes, bei denen ich am 28.9. war. Ich implizierte, dass es in der Branche Interesse an einem Homöopathie-Gipfel gäbe und der Arzt diesen Gipfel mit seinem Verband organisieren könne. Ich setzte ihm den Floh des Homöopathie-Gipfels ins Ohr.

Hier die Mail an den ZV-Arzt:

homoeopathie

 

Meine Strategie ist aufgegangen. Der angeschriebene Arzt organisiert den Homöopathie-Gipfel. Mitte Januar treffen sich die Verbände der Homöopathie zum Homöopathie-Gipfel, um eine Taskforce zu gründen. So sind die oft negativen Verbands-Kräfte der Homöopathie-Branche gebündelt und hoffentlich so kanalisiert, dass wirklich auch etwas Positives dabei herauskommt. Beispielsweise eine Taskforce 😉 Wenn nicht, gibt es immer noch die vielen engagierten anderen Homöopathen, und die Verbände sind beschäftigt.

Und so reagiert der Pressesprecher Björn Bendig des DZVHAE bereits nach 9 Minuten, nachdem ich diesen Blogartikel getwittert habe:

bendig homoeopathie

Und einige Stunden und einige Tweets später:

bendig

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