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(Free) Befragung von 12 Experten: Wie schätzt die Homöopathie-Branche sich selbst, die Globuli-Gegner und die Zukunft ein?

Vor kurzem habe ich ein Dutzend Experten aus der Homöopathie-Branche befragt, wie ihre Bilanz 2018 mit Blick auf Stärken und Schwächen der Homöopathie-Gemeinschaft ausfällt. Unter den Befragten sind bekannte Heilpraktiker, Ärzte und Institutionen.

Diese Umfrage ist auch für die Verbände relevant, die sich am 12.1. in Würzburg zum Homöopathie-Gipfel treffen. Denn der Homöopathie-Gipfel ist dazu da, dass die Verbände gemeinsam die Zielrichtung „Stärkung der Homöopathie, Schwächung der Homöopathie-Gegner“ mit der pro-Homöopathie-Community verfolgen. Der Gipfel ist nicht dazu da, die Sicherung der Macht der einzelnen Verbände durch Schaffung neuer Verbandsstrukturen wie Gipfel-Arbeitskreise zu stärken. 

Hier die Antworten in der Reihenfolge, wie ich sie erhalten habe. Dies ist eine qualitative Umfrage, keine quantitative Befragung. Ich halte sowohl Namen als auch Beruf anonym, es sei denn, die Befragten wünschen es anders oder sie haben eine öffentliche Funktion (wie Pressesprecher). Entscheidend ist – aus meiner Sicht – vor allem der Inhalt und weniger, welcher Beruf es sagt.

Den ausführlichen Beitrag einer Newcomerin in der Heilpraktikerszene habe ich extra in einem Beitrag veröffentlich, in dem sie an ihre Kollegen appelliert.

 

Hier ein paar Tendenzen der Befragung:

  • die meiste Hoffnung setzten viele Befragte in die Patienten, die den Therapeuten aus der Patsche mit dem INH heraus helfen sollen
  • Verbände spielen kaum eine Rolle für Therapeuten im Ringen mit Globuli-Gegner oder um der Homöopathie eine stärkere Stimme zu geben
  • viel Hoffnung setzen Befragte in ein Mehr an Miteinander der einzelnen Homöopathie-Experten
  • Politiker und Medien werden von vielen Befragten weniger als Handelnde, sondern eher als von dem INH Verführte eingestuft


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Zusammengefasst in einem provokanten Bild könnte man sagen, die Homöopathie weiß, dass sie dringend etwas gegen die Anti-Homöopathie-Lobby unternehmen muss. Aber welches das richtige Werkzeug in ihrer Hand ist, das weiß sie (noch) nicht. Sie kann sich – symbolisch gesprochen – noch nicht zwischen etwas Sanftem und etwas Stärkerem entscheiden. Im Moment führt das zu Stillstand.

(Hinweis: Inhalt und Rechtschreibung sind aus den Antworten der Befragten übernommen. Es fand keine Korrektur der Rechtschreibung statt. Die Antworten sind Meinungen der Befragten, die nicht unbedingt mit der Meinung des HomoeopathieWatchbloggers übereinstimmen müssen).

Frage: Wie stark ist die Bedrohung der Homöopathie aus Deiner/Ihrer Sicht durch die INH und GWUP und andere Globuli-Gegner wie tendenziöse Medienberichte?

Antworten :

1) Sehr groß. Die mediale Präsenz und die Beeinflussung von Politikern ist massiver denn je.

2) Ziemlich heftig, obwohl ich es in der Praxis noch nicht merke.

3) (Statement der Hahnemann-Gesellschaft): Die Bedrohung unseres Gesundheitssystems durch Laienvereine wie die INH und GWUP aus Roßdorf, einem idyllischen 12.000 Seelendorf nahe Darmstadt, unterstützt durch tendenziöse Medienberichte, initial in den 5 Leitmedien, mittlerweile abgeschrieben in der Lokalpresse, sowie in der Comedy-Abteilung der öffentlich-rechtlichen Sender, hat sich 2018 weiter zugespitzt.

Wenn ein Globulus den Tisch runterrollt scheppert es auf dem ganzen Planeten, während die krebserregende Wirkung von Hydrochlorothiazid [1] keine Berichterstattung in den Leitmedien Wert ist. Da wacht doch selbst der verschlafenste Journalist auf!

Den Umsatzzahlen von Homöopathika 2017 in Deutschland [2] von 530 Mio € stehen die Umsatzzahlen der konventionellen Medizin gegenüber von 50 Mrd €, das entspricht 0,1% der gesamten Medikamentenausgaben. Woher kommt der Wind für diese weltweite Kampagne?

Und während diese Kampagne läuft kämpfen die Patientinnen und Patienten mit ihren Docs um ihre Gesundheit und ihr Überleben. Still. Im geschützten Raum ihrer Sprechzimmer.

Die Situation hat sich durch Manipulation so zugespitzt, dass selbst die informierten Gesundheitsausschüsse der Parteien gegen die uninformierte Meinungsmache innerhalb ihrer Parteien mit ihrem Sachverstand nicht mehr durchdringen. Dies alles bedroht die gesundheitliche Versorgung unserer Patientinnen und Patienten.

[1] https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2018&S=84
[2] https://www.bah-bonn.de/bah/?type=565&file=redakteur_filesystem/public/Bah_Zahlenbroschuer22017_web.pdf

4) Ich empfinde die Bedrohung als überdeutlich gegeben und das spiegeln Kollegen, Freunde und Patienten. Die unverhältnismäßig starke und synchron organisierte Präsenz der Globuli-Gegner in den Leitmedien ist unübersehbar.

5) Die Bedrohung ist sehr groß. Die GWUP und der INH sind sehr viel aggressiver und offensichtlicher geworden. Sei scheinen über eine große manpower zu verfügen, denn sie reagieren sofort auf irgendwllche Beiträge pro Homöopathie auf sozialen Medien – sie scheinen nichts anderes zu tun zu haben, als diese zu beobachten und zu kommentieren – und das immer aggressvier und frecher.  Sei scheinen eine ausgeprägte Lobbyarbeit bei den Politikern zu machen und damit auch immer mehr Erfolg zu haben. Sie verunglimpfen die Menschen,d ie Homöopathie als Therapeuten anwenden und versuchen sie öffentlich lächerlich zu machen. Und die Journalisten scheinen ungefiltert diese Haltungen zu übernehmen und ihre kritische Einstellung völlig zu vergessen. Dadurch wird einfach viel zu einseitig berichtet und falsche Meldungen überall verbreitet.

6) Die Kampagne des INH, unterstützt von tendenziösen Berichten, zielt schwerpunktmäßig auf drei Themenbereiche:
1) Beeinflussung der Entscheidungsträger in Politik und Wissenschaft, indem man die homöopathische Behandlung als unwissenschachftlich und gesundheitsgefährdend, durch die Verzögerung „wirksamer Therapien“ darstellt
2) Verunsicherung der Bevölkerung durch aggressive Medienarbeit
3) Negative sprachliche Belegung des Wortes Homöopathie, das mit Plazebo und Einbildung gleichgesetzt werden soll
Bei den o. g. Punkten handelt es sich um schwere Angriffe auf unsrere Therapie, die zu einer starken Einschränkung in der Berufsausübung von Heilpraktikern und Ärzten mit Zusatzbezeichnung Homöopathie führen kann. Die Homöopathie hat jedoch nach wie vor großen Zuspruch in der Bevölkerung.

7) Danke Herr Becker für diese sinnvolle Umfrage und ihren erfolgreichen Homöopathiewatchblog. Damit geben Sie allen Beteiligten, sowohl den Patienten, den Kolleginnen und Kollegen und ebenso der antihomöopathie Bewegung die Möglichkeit Zusammenhänge besser zu erkennen.

Die Bedrohung gegen homöopathisch arbeitende Ärzte und Heilpraktiker ist in der BRD seit 3 Jahren zunehmend stärker geworden. Vor allem die Leitmedien glauben dieser Gruppe und scheinen kein Interesse an echtem Journalismus mehr zu haben. Sie hinterfragen auch die Motive dieser Gruppe nicht mehr.

Ich frage mich: Wie machen das Dr. Lübbers, Frau Grams, Herr Aust?

8) Die Homöopathie an sich wäre meiner Meinung nach nicht bedroht, da sie sehr beliebt ist bei der Bevölkerung. Diese Beliebtheit und das Vertrauen in diese Heilweise kommen durch Erfahrungen der Patienten und Anwender. Und eben diese unzählig vielen, positiven Erfahrungen werden sicherlich nicht überstimmt durch negative Berichte und durch die Verbreitung von Unwahrheiten (z. B. dass es keine Studien gäbe, welche qualitativ hochwertig durchgeführt wurden und einen positiven Effekt der Homöopathie zeigten).

Worin ich eine Bedrohung sehe ist das Spiel im Hintergrund auf politischer Ebene. Unbekannte und auch bekannte Drahtzieher (oft aus finanziellen Interessen heraus motiviert) möchten den Naturheilweisen den Garaus machen aus verschiedensten Gründen. Und wenn sich diese durchsetzen, dann kann die Bevölkerung noch so viel schreien nach einer ganzheitlichen Heilweise, dann wird von „Oben“ über Gesetze, Behandlungsverbote, Herstellungsverbote oder Ähnliches die Homöopathie zunehmend mehr in die Ecke gedrängt.

9) Sehr stark. V.a. Artikel der Leitmedien beeinflussen den Mainstream. Folgt insgesamt der Verrohung und Radikalisierung der Gesellschaft – es geht nur noch: Bist du auf meiner Seite, sonst mach ich dich platt (analog: Debatte zur Migration nach Deutschland zunehmend seit 2014.). Jeder Hauch einer Meinung wird in den Social Media als Tatsache verbreitet, Faktenlagen entfremdet dargestellt und verteilt und der Fokus auf (wenn auch in jedem einzelnen Fall eine Tragödie) auf die zahlenmäßig marginalen Probleme der Gesellschaft gerichtet. So auch hier: x-Tausend Tote durch Nebenwirkungen von konventionellen Medikamente jährlich, etwa 2 durch Behandlungsfehler einer/s HP (nicht mal Homöopathie). Gebasht wird…??

10) Natürlich gab es derartige Aktivitäten schon immer mal wieder, aber wohl noch nie in so massiver Form. Daraus erwächst sicher auch ein Bedrohungspotenzial.

11) Bad news sells (the good news about bad news, it sells). Die Skeptiker erfinden viel Negatives über Homöopathie und Naturheilkunde, das die Medien gerne verbreiten und je häufiger das passiert, um so mehr macht es sich in den Köpfen der Menschen und leider auch Entscheidungsträger breit. Letzteres ist die größte Bedrohung, da Institutionen leider per Dekret verbieten und aus Lehrplänen streichen können. Es ist Zeit dagegenzuhalten. Von daher halte ich z.B. den HomoeopathieWatchblog für wichtig, da dort provokante Thesen gepostet werden, die auch die Skeptiker durcheinanderbringen. Aber auch das Zusammenstehen und die Möglichkeit Homöopathen auf der ganzen Welt zu mobilisieren hat gezeigt, dass Prohoms z.B. Abstimmungen ins Positive ziehen können.

12) Statement der Carstens Stiftung: Sehr geehrter Herr Becker, vielen Dank für Ihre Anfrage. Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass die Carstens-Stiftung dieser nicht entsprechen kann. Als Wissenschaftsorganisation konzentrieren wir uns auf die Forschungsförderung. Zu den von Ihnen angesprochenen Themen können wir keine verbindlichen Aussagen machen und möchten dies auch nicht. Unser Einsatz gilt vielmehr unserem Kerngeschäft. Ich bitte daher um Ihr Verständnis, wünsche Ihnen aber viel Erfolg bei der Gewinnung von anderen Stimmen für Ihre Meinungsumfrage. Freundliche Grüße aus Essen, Michèl Gehrke, Pressesprecher Carstens Stiftung (7.1.2019)

Frage: Was hat sich 2018 verändert in der Bedrohung durch die Globuli-Gegner? Ist sie stärker oder schwächer oder gleichbleibend?

Antworten:

1) Die Bedrohung hat zugenommen, weil die Skeptiker-Kampagne auf vielen Kanälen, bis hin zu VHS-Vorträgen, betrieben wird. Damit werden zunehmend auch breitere Ebenen, wie z.B. Patienten erreicht.

2) Aggressiver geworden und noch stärker in den Medien.

3) (Statement der Hahnemann-Gesellschaft): Seit Mitte des Jahres hat das PR Gesicht der GWUP, Natalie Grams, Gegenwind bekommen und gerät unter Druck. Sie wird zunehmend aus der Öffentlichkeit abgezogen. Ihre homöopathische privatärztliche Praxistätigkeit von z.B. 2 Jahren in der TAZ 2016 und florierenden 4 Jahren 2011-2015 in Brand 1 von 2016, ist heute (08.12.2018) auf florierende 10 Jahre im Wiesbadener Kurier gewachsen. Alles dies bleibt unkorrigiert von Frau Grams. Wir haben sie mit ihrem wirklichen Werdegang im Zusammenhang mit ihrer Werbeverkaufsveranstaltung zu ihrem Buch an der Universität Mainz am 14.11.2018 mit diesen Fakten konfrontiert. Die Körpersprache war eindeutig. Frau Grams arbeitete, wie es die Betreuungszeiten ihrer kleinen Tochter von 2009-2011 zuließen 2-maximal 4 Stunden täglich, zunächst als Praktikantin, dann als Assistentin unter Anleitung, in der privatärztlichen Praxis eines sehr erfahrenen Kollegen und durfte dort erste homöopathische Erfahrungen sammeln. Die klinische Erfahrung ist also max. 1,5 Jahre. Danach eröffnete sie 2011 gemeinsam mit einer Physiotherapeutin und Heilpraktikerin in einem kleinen Ladengeschäft ihre privatärztliche Praxis. In dieser Zeit gebar sie 2 Söhne. Jeder, der Kinder großgezogen hat weiß, was das bedeutet. Bereits 2014 war die Praxis wegen Buchschreibens (Anrufbeantworter der Praxisnummer) geschlossen. Das Anlaufen einer homöopathischen Privatarztpraxis benötigt 3-5 Jahre. Frau Grams war mit ihrem rudimentären Wissen in der Homöopathie einfach nicht erfolgreich. Das ist schon die ganze ernüchternde Geschichte der Frau Grams.

Sonderbar warum die Journalisten dieses Spiel mitgespielt haben. Anstelle der längst überfälligen Recherche zu den offensichtlichen Widersprüche macht das gesamte Pressewesen Werbung für ein populistisches Büchlein mit laienhaften Vorstellungen von Medizin und Wissenschaft.

Die Mitglieder der Hahnemann-Gesellschaft haben sich in diesem Jahr aufgemacht, zusätzlich zu ihrer wichtigen ärztlichen Arbeit in der primären Patientenversorgung, die Recherchearbeit zu übernehmen. Wir stellen die längst überfälligen Fragen an Frau Grams über die unglaubwürdige und widersprüchliche Geschichte ihres beruflichen Werdegangs. Es wäre entlastend für uns, wenn diese Recherchearbeit ab sofort von journalistischen Profis übernommen werden würde, damit wir unsere Expertise kreativen Projekten im Gesundheitswesen zur Verfügung stellen können.

Die Fehldarstellung des beruflichen Werdeganges gibt auch dem Laien eine Idee von der Qualität und Verlässlichkeit ihrer Äußerungen insgesamt. Bei Frau Grams besteht weder eine besondere fachliche Expertise in der konventionellen Medizin, noch eine Expertise in der Homöopathie oder weiteren alternativmedizinischen Verfahren, noch eine besondere Expertise in der Wissenschaft.

4) Die Bedrohung ist stärker – aber das Aufwachen bei den Homöopathen ist auch stärker geworden.

5) Die kraft der Gegener ist einfach um ein vielfaches gestiegen, sie sind überall gegenwärtig und versuchen die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken – und das mit vel Aggessivität, unwahren Aussagen, Verunglimpfungen von Therapeuten und Patienten und oft auch mit Schlägen unter die Gürtellinie.

6) Sie ist insgesamt stärker und noch aggressiver geworden und tritt wellenartik, in abgestimmt wirkenden Kampagnen, auf. Die unreflektierte Übernahme der Argumentation der Skeptiker durch die Konzernmedien ist erschreckend.

7) Durch unglaublichen Druck in den sozialen Medien und persönlichen Brief und e-mail Fluten der fleissigen Schreiber der antihomöopathie Bewegung, sind in den letzten Jahren Lehrstühle und Professuren (LMU Muc, Viadrina, Wien) gecancelt worden, Politiker werden von dieser Gruppe systematisch an soziale Pranger gestellt und damit erpresst. Leitmedien berichten nicht mehr pro und contra sondern nur noch was das INH diktiert, ohne die wirkliche Studienlage und Praxis zu kennen. Sie vertrauen dabei mehr auf Sekundärliteratur und die Angaben eines Maschinenbauingenieurs der von Medizin nichts versteht und einer Ärztin deren Vita und Arbeit viel mehr wissenschaftliche Lücken und Ungereimtheiten hat, als in den Medien dargestellt. Es ist mir unverständlich, dass sich in der BRD kein einziger Journalist die Mühe macht die Glaubwürdigkeit dieser Personen zu hinterfragen. Der Maschinenbauer z.B. übernimmt einerseits die unwissenschaftlichen Angaben aus dem Büchlein von der Ärztin und kritisiert wesentlich fundiertere wissenschaftliche Arbeiten die diesen Namen auch verdienen ohne tiefere Kenntnisse der Materie. Einzelne Politiker vertrauen bereits  weltweit auf die Angaben dieser insgesamt sehr neurotisch wirkenden antihomöopathischen Bewegung, die Fakten verdreht, auf Hersteller, Apotheker, Verbände, Ärzte und Heilpraktiker in den sozialen Medien bösartige Kommentare abladen, den ganzen Tag fast alle sozialen Netze bewachen und bei jeder positiven Aktion für Homöopathie sofort lästernde Kommentare abliefern.

Das Ganze wirkt auf mich wie eine weltweite Kampagne gegen Erfahrungsheilkunde und nicht wie ein ehrliches wissenschaftliches  Diskussionsangebot, das sich für ein miteinander forschen und sich gegenseitig im Kampf gegen die weltweiten  Umweltprobleme und Krankheiten einsetzt.

8) Die Bedrohung ist stärker wahrnehmbar. Viele öffentliche Kanäle werden von den Globuli-Gegnern genutzt, Politiker werden zunehmend mehr involviert, Befürworter der Homöopathie werden mehr und mehr beschimpft. Diese zunehmende Aggressivität lässt vermuten, dass es für die Skeptiker wohl sehr dringlich sein muss, uns Homöopathen und die Homöopathie los zu werden.

9) In meiner Wahrnehmung ist sie stärker geworden, v.a. dank eines aufrüttelnden PR-Typen aus HH. Die Jahre davor konnte ich das Thema selbst dosiert an mich ranlassen 😉

10) Die Aktivitäten contra Homöopathie haben zugenommen – das sehe ich aber v.a. in der Massivität der „Berichterstattung“ in Massenmedien. Auffallend ist ein dichter getaktetes und breiter gestreutes Aktionspotential, wobei das „wording“ an Aggressivität und Unsachlichkeit zunimmt. Auffallend ist auch, dass es quasi keine Gegenpositionen mehr gibt, die in vergleichbaren Medien Platz findet.

11) Da wir wohl genauer hinschauen jetzt, erscheint es uns jetzt stärker. Psiram beispielsweise gibt es als EsoWatch seit 2007 und man müsste die Aktivitäten auswerten. Aber wer konfrontiert sich schon gern mit diesem Gift. Die Bedrohung scheint breiter aufgestellt: Medien nachwievor, soziale Medien, Universitäten, Volkshochschulen, vielleicht auch Schulen? (Susannchen – eigentlich eher abschreckend, da lächerlich), Politik, Lobbyisten, Pharmahersteller, Apotheken. Prohoms weltweit fangen an sich zu wehren, was die Skeptiker vermehrt auf den Plan ruft, die meinen, sie wären immer noch nicht genug in den von ihnen Infiltrierten vertreten.

Frage: Wie stark ist die Gegenwehr der Homöopathie gegen INH und GWUP aus Deiner/Ihrer Sicht einzuschätzen?

Antworten:

1) Die Gegenwehr hat sich gerade im letzten halben Jahr deutlich intensiviert und über Netzwerke findet auch (zumindest ansatzweise) eine koordiniertes Vorgehen statt. Von einer strategischen Ausrichtung und systematischer Vorgehensweise kann aber derzeit noch keine Rede. Aber diesbezüglich passiert derzeit einiges. Auch sind die einzelnen Praxisbetreiber aus meiner Sicht noch zu passiv in der Aufklärung ihrer Patienten. Aufklärung und Darlegung von Fakten ist die beste Immunisierung gegen die Fake-News der Skeptiker. Neben der Arbeit Pro-Homöopathie (Priorität 1) muss es auch gelingen, Politikern und der breiten Öffentlichkeit klar zu machen, welche Geisteshaltung und welche Interessen eigentlich hinter der Skeptikerbewegung stehen.

2) Wir gehen jetzt in die Offensive und ich denke wir werden es schaffen, denn wir haben die Patienten hinter uns.

3) (Statement der Hahnemann-Gesellschaft): Wir Ärztinnen und Ärzte und unsere Patientinnen und Patienten stehen seit 2 Monaten zunehmend auf. Wir nehmen es auf uns, trotz der vielen wirklich wichtigen Dinge, die wir alle für unsere Gesellschaft leisten, auf der politischen Ebene gegen diese Manipulation anzugehen.

Die Gegenwehr der homöopathischen Gemeinschaft gegen INH und GWUP formiert sich zunehmend. Die Informationswege werden optimiert. Die Responder-Rate gesteigert. Mit jeder Aktion der GWUP wächst der Wiederstand. Wenn jetzt noch die Medien zunehmend wieder ihre genuine Aufgabe aufnehmen, sachgerecht zu informieren, werden wir in den kommenden 6 Monaten eine wirkliche Veränderung zum Wohle unserer Gesellschaft erleben.

4) Die Homöopathie mit ihrer Verankerung in der Bevölkerung ist ein Riese und dieser wacht langsam auf. Wenn Homöopathen aufwachen und jeder seine Patienten mobilisiert, wird es klar werden, wie groß dieser Riese ist und was für ein „Scheinriese“ die sogenannten Golbuli-Gegner sind.

5) Die Gegenwehr ist gewachsen im letzten Jahr, aber sie reicht noch nicht aus. Es ist noch zu wenig Koordination da und das Verständnis, was wirklich zu tun ist. Die Homöoapthen sind oft lieb und nett und einzig um ihre Patienten sehr bemüht – sie können sich oft kaum vorstellen, wie aggressiv die Gegenkräfte sind und sind unsicher und überfordert, sich dem entgegen zu stemmen. langsam wächst aber das Bewußtsein, dass man da eingreifen muß  und die Ideen, was zu tun ist. Aber es ist sicher rnoch zu langsam.

6) Durch den Watchblog und zunehmende Vernetzung der Homöopathen ist sie besser geworden, jedoch bei weitem nicht ausreichend. Da die Argumentation pro Homöopathie nur vereinzelt in den Medien übernommen wird, erweist sich die Gegenwehr bisher überwiegend als insuffizient. Wir können in vereinzelten Aktionen manchmal erfolgreich dagegenhalten, es fehlt jedoch die Durchschlagskraft und ein übergeordnetes Konzept.

7) Die Wahrheit wird ans Licht kommen. Mehr soll dazu INH und GWUP nicht lesen. 

8) Momentan sicherlich noch nicht in der Größenordnung, wie es die Homöopathie bräuchte. Allerdings mobilisieren sich Behandler, Patienten, Anwender gerade und arbeiten mit Aufklärung, Argumenten, Fallbeispielen und der Nutzung von sozialen Medien immer mehr an der Gegenwehr. Es reicht sicher noch nicht aus, aber aller Anfang ist schwer und manchmal träge. Außerdem steht uns zur Gegenwehr kein großer Goldtopf zur Verfügung in den wir greifen können um Medienberater, ganze Agenturen und Zeitungen mit an Bord zu nehmen. Dennoch ist ein Zusammenschluss der Homöopathie-Freunde mehr und mehr sichtbar, was uns zu einer stärkeren Position verhilft.

9) Es ist Bewegung im Getriebe der Organisationen und neuer Bündnisse. Ich hoffe sehr auf Ergebnisse noch im Januar. Und darauf, dass der Watchblog in seiner Art weiter macht, was den ‚Offiziellen‘ so nie möglich sein wird.

10) Die medial auffallendste Gegenwehr geht derzeit sicher von deinem Blog aus. Seit einigen Wochen ist aber auch eine verstärkte Gegenwehr der homöopathischen Gemeinschaft wahrnehmbar, auch die Verbände formieren sich.

11) Viel Feind, viel Ehr hieß es früher mal. Die Bedrohung ist so stark geworden, dass Prohoms sehen, ein Ignorieren der Skeptiker ist nicht mehr angesagt. Einzelne Erfolge machen auch Mut etwas gegen diese Brunnenvergifter zu tun, obwohl wir Therapeuten ein positiv-ruhiges Feld bräuchten, um für unsere Patienten uneingeschränkt da sein zu können. Dann stehen wir eben auf und schütteln uns und opfern gerne unsere Freizeit, um Prohoms weltweit zu mobilisieren und zu organisieren und sehen, dass es Hoffnung gibt, dies – längst überfällig – auch zu erreichen. Die Bevölkerung möchte uns ja weiter im Therapiespektrum sehen. Die Gegenwehr sollte sich dann mit der Zeit wandeln in eine Darstellung eins unbeeinflusst positiven Images der Homöopathie. Energie muß auch dazu verwendet werde, die oder den Drahtzieher hinter den Skeptikern herauszufinden. Nur, wenn wir den kennen, können wir gezielt Maßnahmen ergreifen. Erkennbar ist, dass auf vielen Ebenen Daten über Bürgerqualität und Bürgerverhalten gesammelt werden, um den Mainstream berechenbar zu machen.

Frage: Wie stark ist die Bedrohung der Homöopathie durch die Politik?

Antworten:

1) Sehr groß. Leider lassen sich Politiker allzu oft unkritisch von denen vereinnahmen, die am lautesten schreien. Entweder Politiker nehmen sich nicht die Zeit, Fakten gründlich zu prüfen oder sie können es nicht. Andere Gründe mag ich mir grad nicht vorstellen. Aber jeder Politiker sollte bei den Wahlen daran denken, dass 46 Mio. Bundesbürger regelmäßig Homöopathika anwenden und sich vermutlich nicht gern bevormunden lassen, welche Therapie für sie die beste ist.

2) Auch heftig obwohl die Krankenkassen froh sind, dass es uns Heilpraktiker gibt, denn es erspart ihnen viele Kosten.

3) (Statement der Hahnemann-Gesellschaft): Diese Bedrohung ist real. Die Abschaffung der Wahlleistungen durch den Gesetzentwurf TSVG (link) S109, der am kommenden Donnerstag, 13.12.2018 zur ersten Lesung vorgesehen ist, fungiert als Testballon, um politisch den Wiederstand in der Gesellschaft abschätzen zu können. Dazu diente im Übrigen auch die kleine Facebook Abstimmung der Prof. Schmidtke, die bereits zum zweiten Mal durchgeführt worden ist. Sollte dieser Gesetzentwurf zur Abschaffung der Wahlleistung ohne Gegenwehr durchgehen, wird es sehr wahrscheinlich, dass Homöopathie, Alternativmedizin und Heilpraktizierende innerhalb der kommenden 3 Jahre aus dem Gesundheitswesen Deutschlands verschwunden sind. Dies werden wir nicht zulassen! Die Kompetenz bei der Beurteilung von sinnvollen Maßnahmen im Gesundheitswesen liegt bei jenen Ärztinnen und Ärzten, die über große Erfahrung in der primären Patientenversorgung verfügen. Ihre Expertise ist es, die die oberste Priorität für Entscheidungen im Gesundheitswesen haben. Die Innovationen der Gesundheitswirtschaft dienen lediglich sekundär dazu, diese Empfehlungen optimal umzusetzen.

4) Bedrohung durch Politik ist schon immer dagesessen. Die Lobbyarbeit der Globuli-Gegner ist nur stärker und organisierter geworden.

5) Die Bedrohung wächst auch hier. Ich bin mir nicht sicher, wie weit die Politiekr selbst durchschauen, was da zur Zeit getrieben wird. Der Neoliberlaismus in manchen Parteien ist so stark, dass andere Lebensformen da keinen Raum finden, als Bedrohung erlebt werden und am liebsten ausgelöscht werden. Menschen, die Homöopathie für sich nutzen, denken oft auch so anders über das Leben, die Erde und ihre Resourcen, Ernärhung, Bildungssystem usw. nach – das könnte ein herrschendes System ziemlich in Frage stellen,w enn diese ideen noch mehr Menschen ergreifen – und da habe ich den Eidnruck dass Politiker lieber frühzeitig die Reißleine ziehen und soetwas wie Homöopathie abschaffen möchten. Sicher ist aber auch, dass die GWUP einen größer werdenden Einfluß ausübt und die Politiekr,d ie selbst vielleicht keine Ahnung ahben, mit Falschmeldungen beeinflussen.

6) Die Bedrohung ist sehr stark. Offensichtlich sind viele Politiker auf eine Anti-Homöopathie/HP-Linie bzw. pro Pharma und gegen Therapiefreiheit eingeschwänkt. Unsere Fürsprecher können sich innerhalb der Parteien kaum noch Gehör verschaffen. Zentrale Autoritäten der medizinischen Organisationen arbeiten offen mit den Skeptikern zusammen.

7) Das sind sehr heftige politische Aussagen, die aber auf unwissenschaftlichen Grundlagen bauen und nicht durchdacht sind. Wie lange werden diese Märchen der Anti-Erfahrungsheilkunde bei Parteien bestand haben? Diese Gruppe greift ja nicht nur die homöopathisch arbeitenden Ärzte und Heilpraktiker an, die in der BRD wirklich sehr gut ausgebildet sind, sondern auch die traditionelle chinesische Medizin und Akupunktur, die Naturheilkunde, die Phytotherapie, die Osteopathie usw. Damit greift sie 60 % der Bundesbürger an.

Unverständlich für einen Mediziner ist, dass sich diese Gruppe sehr deutlich weltweit für umweltzerstörende und umweltvergiftende Chemikalien einsetzt und keine Ahnung davon hat, wie die Kläranlagen dieses „immer mehr an Chemie“ noch abbauen sollen und wie sich das auf ihre eigenen Kinder und Enkel auswirken wird.

8) Wie schon bei der ersten Frage beantwortet, sehe ich im Prinzip aus dieser Richtung die eigentliche Bedrohung. Die Politik wird durch Lobbyarbeit gesteuert, und die Lobbys, welche die Homöopathie los haben möchten sind sehr stark und haben großen Einfluss auf die Politiker. Somit kommt quasi über Umwege die Bedrohung in Form von Gesetzesvorlagen etc. auf die Homöopathie zu.

9) Sehr konkret. Fokus der Bedrohten ist auf der eigenen Existenz. Nicht auf der nächsten Generation.

10) Das ist derzeit schwer einzuschätzen. In Einzelfällen gibt es ja auch Politiker oder Parteigruppierungen, die sich auf die Seite der Homöopathie schlagen. Wenn eine Apothekerin homöopathische Arzneien aus den Regalen entfernt, wird das von Skeptikerseite medial gefeiert … dass die Berufskollegen sich überwiegend gegen derartige populistische Maßnahmen wenden, wird leider kaum wahrgenommen. (Auch Frau Grams ist ja mit ihrer Konversion zur „Schulmedizin“ eigentlich eine Ausnahme.) Zur Heilpraktiker-Diskussion ist zu sagen, dass die Rufe nach Abschaffung nicht sehr häufig (und auch nicht einheitlich sind; siehe die Reaktion der Mittelstandsvereinigung der FDP) sind; es überwiegt eigentlich der Wille zur Reform des Berufsstandes. Hier sind einzelne Aspekte, wie etwa die Einführung einer Ausbildungsordnung, aus meiner Sicht begrüßenswert.

11) Noch sind es einzelne Politiker. Es werden aber gefühlt mehr. Wenn es sich dann auf die Legislative anfängt auszuwirken, ist es schon zu spät. Eigentlich müßte alle Prohoms täglich Statements an die Politiker abgeben. Das Problem ist auch, dass es sein kann, dass Skeptiker Politikern gegenüber Argumenten verwenden, die wir nicht kennen. Gut ist, dass die meisten Politiker deutlich gezeigt haben, dass sie gegen Grundgesetzänderung sind (Bildung, Schulen). Von daher ist der Begriff „Therapiefreiheit“ wohl eine Achillessehne für Politiker.

Frage: Welche positiven Signale gibt es für die Homöopathie?

Antworten:

1) Es gibt gerade in diesem Jahr eine ganze Reihe von Initiativen im Bereich der Forschung. Weitere Studien haben den hohen Nutzen einer homöopathischen Behandlung belegt. Auch mischt die Homöopathie mit, wenn es um drängende Fragen unserer Zeit geht, wie z.B. die wirklich bedrohlichen Antibiotikaresisitenzen oder das Problem, breite Bevölkerungskreise auf diesem Planeten mit bezahlbarer Therapie zu versorgen.

2) Für mich persönlich ist die Zusammenarbeit und Vernetzung der Homöopathie-Therapeuten wichtig und ich denke, wir sollten regelmäßig auch auf die Straße gehen um auf uns aufmerksam zu machen.

3) (Statement der Hahnemann-Gesellschaft): Als positives Signal kann die starke Präsenz der homöopathischen Gemeinschaft bei der Werbeveranstaltung von Frau Grams für ihr Buch auf universitärem Boden an der Uni Mainz gesehen werden. Rund 30 Kolleginnen und Kollegen aus dem Rhein-Main-Gebiet waren zur Unterstützung gekommen. Dazu noch zahlreiche Heilpraktizierende, Patientinnen und Patienten, denen es ein Bedürfnis war, sich Gehör zu verschaffen. Das sind wichtige Signale gerade für die Politik.

Die Grünen in Hessen haben sich bereits klar für Homöopathie und Heilpraktizierende positioniert. Im Hinblick auf den bereits eingetretenen Mangel an medizinischem Fachpersonal, gerade in den ländlichen Regionen, ist dies ein wichtiges Signal.

Am 26. Mai stehen in Deutschland in 10 Ländern die Landtagswahlen und Kommunalwahlen an. Daneben die Wahlen in allen Ländern für das Europäische Parlament. Gemeinsam mit den PatientInnenverbänden Deutschlands und Europas werden wir gegen den eingeleiteten Unsinn der aktuellen Gesundheitspolitik vorgehen.

Die Hahnemann-Gesellschaft steht allen demokratischen Parteien mit ihrer Expertise in der Homöopathie zur Verfügung. Wir vermitteln und unterstützen Kontakte zu Expertinnen und Experten der anderen komplementärmedizinischen Verfahren.

Wir haben uns als Ärztinnen und Ärzte verpflichtet, uns stets für die bestmögliche medizinische Versorgung von Menschen einzusetzen. Gemeinsam mit unseren Patientinnen und Patienten werden wir in diesem Anliegen in 2019 einen bedeutenden Schritt weiterkommen.

4) Positive Signale sind die Mobilisierung in der Homöopathie, die man überall sieht und spürt. Vielleicht haben die Gegner nicht damit gerechnet, dass ein solche frontaler Angriff wie wir ihn aktuell erleben entsprechend dem homöopathischen Heilgesetz bislang ungeahnte Abwehrkräfte aktiviert.

5) Das Wachwerden der Therapeuten hat begonnen – immer mehr vernetzen sich, tauschen sich aus, bilden Gruppen und werden aktiv. Auch die Patienten sind z.T. wach geworden und werden z.t. aktiv ich habe den Eindruck dass es mehr Forschung gibt, dass die Suche nach Antworten auf ungelöste Fragen intensiviert wurde.

Und es gibt z.B. die Initiative, in der Tierhaltung auf Antibiotika zu verzichten udn Homöoathie einzusetzen. Ich glabue sowieso, dass durch die Antibiotikaresistenzen noch schwere Zeiten auf die Medizin zukommen werden und da haben wir Homöopathen gute Antworten, vielleicht kommt uns ja die Natur auch zur Hilfe und läßt uns zeigen,w elche Möglichkeiten in der Methode stecken.

6) – bessere interantionale Vernetzung
– geplante Aktionen durch Homöopathen (Briefe an Politiker)
– Watchblog
– Zusammenarbeit der HP-Verbände
– Zusamnearbeit der alternativmedizinischen Therapierichtungen untereinander (TCM, Homöopathie)

7) Homöopathisch arbeitende Ärzte und Heilpraktiker analysieren seit einem Jahr die gesamte antihomöopathische Bewegung.

8) Der Zusammenhalt und die Vernetzung wurden durch die Skeptiker-Welle deutlich verstärkt. Auch der Austausch von Informationen, Studien etc. ist deutlich mehr als noch vor ein paar Jahren. Das öffentlich Diskutieren führt zu Aufmerksamkeit … und selbst schlechte Berichte über Homöopathie sind zumindest Berichte …. denn noch schlimmer wäre es, wenn gar keiner darüber reden würde.

9) Ich freue mich, dass die Bedrohungslage für die Homöopathie erstmals nicht mehr Thema einzelner aktiver ‚Polit-Homöopathen‘ ist, sondern in der (mir bekannten) Mitte der Szene angekommen ist.

10) Ich denke, dass die positiven Signale immer dann deutlich werden, wenn die Bevölkerung gefragt wird. So ging die „Abstimmung“ der CDU-Abgeordneten Schmidtke positiv für die Homöopathie aus, obwohl die Befragung durch Frau Schmidtke bereits tendenziös initiiert war. Auch in der NDR-Redezeit überwogen die positiven Stimmen, und zwar auch von Ärzten, die die Homöopathie selber gar nicht anwenden. Als positiv nehme ich darüber hinaus wahr, dass homöopathische Ärzte zunehmend ihre nichtärztlichen (HP-) KollegInnen auch öffentlich verteidigen und schätzen. So wird es im Januar ein Gipfeltreffen geben, zu dem Vertreter aller betroffenen Gruppierungen eingeladen sind. Das ist mal mindestens ein guter Anfang. Der Kampf um die Homöopathie braucht Allianzen – da sind Einzelpersonen, Gruppierungen, Vereine und Verbände allein m.E. nicht in der Lage, schlagkräftig vorzugehen. Zum Erhalt (oder zur Reform) des Heilpraktikerberufs braucht es ebenfalls eine Allianz, nämlich der HP-Verbände untereinander.

11) Wie oben schon erwähnt, geben erste Erfolge Mut, nicht nur ein empathischer Therapeut zu sein, sondern auch als politischer und meinungsbildender Akteur auftreten und gehört werden zu können je nach individueller Begabung und Entwicklungspotential. Achtgeben müssen wir, dass wir uns immer als Gleiche unter Gleichen betrachten müssen in gegenseitigem Respekt und Wohlwollen. Die Gefahr ist einfach zu groß, dass auch hier ein natürlich in uns liegendes Hierarchiebedürfnis dazu führt, andere unterzubuttern und Einzelne nicht zu hören oder zu meinen, nicht bedeutend genug zu sein, gehört zu werden. Nur wenn wir gemeinsam vorgehen, können wir stark sein. Ich sehe auch eine Gefahr darin, ist die Homöopathie mal gerettet, dass dann einzelne Therapeuten als nächsten Schritt, das Alleinvertretungsrecht (wieder) anstreben. Ein nächster Schritt sollte sein, alle Disziplinen der sog. Naturheilkunde für alle Therapeuten zu erhalten und/oder wiederzubeschaffen, auch die, die für HP bereits verboten wurden (z.B. Neuraltherapie).

Und noch ein Ausblick:

Frage: Was wünscht Du Dir/wünschen Sie sich für 2019 für die Homöopathie und ihre Patienten und Verwender?

Antworten:

1) Das diese unseligen Spaltungsversuche zwischen „Schulmedizin“ und „Homöopathie“ endlich beendet werden – zum Wohle der Patienten! Beides kann wunderbar nebeneinnander funktionieren und sich positiv ergänzen.

2) Endlich die Anerkennung, die uns zusteht, aber ich denke, es wird noch 2-3 Jahre dauern.

3) (Statement der Hahnemann-Gesellschaft): Die Hahnemann-Gesellschaft wünscht sich von journalistischer Seite das Nachholen der Recherchearbeit um den Fall Natalie Grams und die Korrektur der Berichterstattung. Des Weiteren die sachgerechte Information zur aktuellen Studienlage zur Homöopathie und Unterstützung bei der Aufdeckung des Wissenschaftskrimis „Australien Report“. Die Basisinformationen zu diesen Umständen sind zuverlässig aus der Seite der Non Profit Organisation Homeopathic Research Institute einzusehen. Wir wünschen uns die Akademisierung der Homöopathie mit einem drittmittelunabhängigem Forschungsetat. [2] https://www.hri-research.org/de/quellen/die-homoopathie-debatte/der-australische-bericht/

4) Ich wünsche der Homöopathie Besinnung auf ihre Stärken, die neben der immer wieder erstaunlichen Wirksamkeit der Mittel selbst auch in dem leidenschaftlichen Dienst am Menschen und seiner Gesundheit liegen. Ich wünsche mir, dass Homöopathen und Patienten dieser Heilweise in Ruhe gelassen werden und sich auf sie konzentrieren können. Jegliche mediale Gewitter stören und lenken von der guten und oft nicht so einfachen Arbeit ab.

5) eine tiefere Zusammenarbeit in Forschung , Information und klarer ehrlicher  Berichterstattung,  eine Brücke zur konventionellen Medizin  -dass wir nicht gegeneinander sondern miteinander für das Wohl der Patienten arbeiten. einen guten Austausch der homöopathisch und alternativ arbeitenden Therapeuten, gemeinsame klare Ziele, wie die Probleme angegangen werden können, die Freiheit, Homöopathie anzuwenden und in Anspruch zu nehmen, und…

6) – eine Sicherung der Verfügbarkeit homöopathsicher Mittel über Apotheken
– Sicherheit für HP und Ärzte Homöpathen in der Berufsausübung
– stärkere Anerkennung durch die Politik
– Gelder für Wissenschaft und Forschung
– dass der 1. Report von der NHMRC veröffentlicht wird

7) Ich wünsche mir ehrliche Diskussionen in denen Pro und Contra vollständig in den Leitmedien berichtet werden. Ein Miteinander Aller im Gesundheitswesen tätiger, ein politisches Bündnis  von Medizin und Erfahrungsheilkunde mit ihren Spezialgebieten zusammen für mehr Gesundheit und Umweltbewusstsein. Ich wünsche mir Forschungsgelder für die Erfahrungsheilkunde die denen der Pharma ebenbürtig sind. Wir haben nur diesen einen Planeten und es wird höchste Zeit sich dafür miteinander Gedanken zu machen. Wenn über 60% der Menschen und wie ich selbst gesehen habe auch Tiere von der Erfahrungsheilkunde und deren Spezialfachgebiete wie Homöopathie, TCM, Osteopathie usw. nachhaltig profitieren, wenn damit die Umwelt geschont und die Gesundheitskompetenz der Menschen erhalten und verbessert wird, ist das in meinen Augen  politisch sehr relevant. Anm: Die Ärztin und der Maschinenbauer haben dafür bisher keinen einzigen durchdachten Vorschlag gebracht. Warum wohl nicht?

8) Noch mehr Zusammenhalt und Zusammenarbeit, noch bessere Medienarbeit, Personen mit Wirksamkeit in der Öffentlichkeit die sich für die Homöopathie aktiv einsetzten. Und natürlich unzählig viele super laufende Heilungsfälle.

9) Dass Ende 2019 Homöopathie wahrgenommen wird als eigenständige regulative Therapiemethode, die konsiliarisch in Behandlungen einbezogen wird.

10) Ich wünsche mir, dass die Medien zu einem sauberen Journalismus zurückkehren und das Homöopathie-Bashing einstellen. Die Diskussion ist wichtig, auch kritische Fragen zur Homöopathie sind legitim, aber jeglich Unausgewogenheit ist zu vermeiden. Günstig wären mehr LIve-Sendungen zum Thema oder solche mit Zuschauerbeteiligung, denn in diesen settings müßte die Homöopathie eigentlich immer vorteilhaft erscheinen. Ich wünsche mir außerdem, dass die oben erwähnten Allianzen zustandekommen und nicht an Ressentiments oder Einzelinteressen scheitern.

11) Zunächst wünsche ich mir, wieder in Ruhe und konstruktiv als HomöopathIn arbeiten zu können (wohl leider ein Traum). Da aber eine weitere Arbeit gegen Skeptiker und für Prohoms notwendig ist, wünsche ich mir,

– dass alle Prohoms sich sammeln, ihre Mitgliedschaft für alle sichtbar ist, damit man auch regional sehen kann, mit wem man sich vor Ort vernetzen kann.

– eine breit aufgestellte Gegenwehr gegen Skeptiker und Info von Öffentlichkeit und Entscheidungsträgern durch PR (wie Watchblog), soziale Medien, alle Medien.

– den Aufbau eines Hom-Lexikons oder einer Hom-Cloud, in dem/der alle relevanten Daten für alle immer abrufbar sind.

– eine Zusammenarbeit aller Hom- und klinischen Ausbildungseinrichtungen für alle Weiterbildungswilligen einsehbar und durch alle Zertifizierungsstellen akzeptiert.

– eine Verbesserung unserer Aus- und Weiterbildung, aber keine Akademisierung, die in höchstem Maße die Möglichkeit beinhaltet den HP-Beruf zu beeinträchtigen, da wir dann abhängig sind von einem Angebot der Unis und deren Ausbildungsinhalten, die dies jederzeit limitieren oder abschaffen könnten.

– ein Nebeneinander von Homöopathie, Naturheilkunde aller Richtungen und Schulmedizin (keine integrative Medizin) und Therapiefreiheit bzw. unabhängige Therapeutenwahl.

– unabhängige Gelder zur Erforschung der Homöopathie.

– dass homöopathische Arzneimittel weiter in Apotheken vertrieben werden (verbunden mit einer weiteren Ausbildung von Apothekern über Wiesenauer hinaus. Es sollte nicht abgegrenzt werden: das geht noch hom., das muß schulmed. Sondern: das können Sie mit Hom. selbst machen, dafür gehen Sie zum Hom.-Therapeuten, der dann entscheiden /kann muß, was mit Hom. geht und was nicht).

Frage: Was wünscht Du Dir/wünschen Sie sich 2019 von der pro-Homöopathie-Community?

Antworten:

1)

  • Standesdenken hinten anstellen.
  • Koordiniert den Skeptikern und deren politischen Erfüllungsgehilfen die Stirn bieten.
  • Keine Homöopathiepraxis mehr ohne fundiertes Infomaterial zur Wirksamkeit der Homöopathie. Fakten sind wie gesagt die beste Immunisierung. Sei es auf der Homepage, in Flyern, Newslettern oder wie auch immer. Auf diese Weise erreichen wir sehr schnell Millionen von Patienten.

2) Konstruktive Zusammenarbeit und viel Erfolg!!!

3) (Statement der Hahnemann-Gesellschaft): Von der Homöopathischen Gemeinschaft wünschen wir uns ein weiteres Zusammenwachsen für die anstehenden Aufgaben, Mut, Handlungswille und Entschlossenheit zum Wohle unserer Gesellschaft.

4) Ich wünsche mir hauptsächlich, dass der Rückhalt bei der Basis gestärkt wird (siehe Umfragen) Das sollte die zentrale Strategie sein. Massenphänomene – d.h. überzeugen mit der Masse der konkreten guten Erfahrungen – ist möglich. D.h. Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken und Hersteller sollten sich zu einem Bündnis zusammen tun und der Stimme der Betroffenen, nämlich den Patienten ein Gewicht geben. In der Schweiz war das Abstimmungsergebnis des Volksentscheids das höchste aller bis dahin dagelegenen Volksabstimmungen)

Patientenverbände sollten gestärkt werden durch Werbung für Mitgliedschaft. Das kann jeder in seiner Praxis oder Apotheke tun.

Darüber hinaus wünsche ich mir, dass ein investigativer Journalismus die Machenschaften der organisierten Anti-Homöopathie-Kampagne aufdeckt und veröffentlicht oder dass ein whistleblower die Hintergründe aufdeckt. 

Dass die von Frau Grams produzierte Wendehals-Legende ihrer eigenen Biographie beleuchtet und in Frage gestellt wird und damit ihre Glaubwürdigkeit.

5) ich wünsche mir ein große Vernetzung der verschiedenen Verbände, die von der GWUP angegriffen werden – wir sollten gemeinsam die Probleme angehen, uns austauschen und Strategien entwicklen, ; wir müssten es schaffen, die GWUP und den INH zu demaskieren – und so,d ass die öffentlichkeit und die Politiker und die Medien das endlich erkennen und dann fairer und sachorienteierter die Auseinandersetzung mit der Homöopathie führen

Wir müssen unsere Patienten noch viel mehr mit ins Boot holen, sie aufklären und ihnen Material an die hand geben, das sie sicherer werden und vertrauen können. ,

6) – ein Konzept für Öffentlichkeitsarbeit und dessen Umsetzung
– Mut nach außen zu gehen
– dass Christian J. Becker seine Arbeit ausbauen kann
– den Skeptikern entschlossen entgegen zu treten.

7) Des Arztes/ Heilpraktikers höchste und einzige Aufgabe ist kranke Menschen gesund zu machen. Das ist unsere Aufgabe und diese erfüllen wir mit großer Ernsthaftigkeit und Sorgfalt, für die Patienten und für diesen Planeten der die Hilfe auch gerader derer Bedarf, die ihn gerade ausbeuten und zerstören und anscheinend die antihomöopathische Bewegung unterstützen. Jeder der derzeit nichts tut, oder das Falsche tut beteiligt sich derzeit an dieser Zerstörung.

 Darum bin ich guter Hoffnung, dass entsprechende Maßnahmen gemeinsam getroffen werden. Diese werden hier aber nicht kommuniziert, weil das INH ja gerne den HWB mitliest wie Sie schreiben.  (Red. Anmerkung: Das kann sie nicht, da alle Antworten nur für Club-Mitglieder der pro-Community zu lesen sind). Ihnen weiterhin alles Gute Herr Becker, sie helfen der Homöopathie und damit dem Erhalt der Erfahrungsheilkunde derzeit weltweit sehr!

8) Zusammenhalt, auch wenn man nicht immer der 100% gleichen Meinung ist über ein Thema oder über Formulierungsweisen. Alle haben das Gleiche Ziel, der eine rudert halt mit einem Löffel, der andere mit einem riesigen Paddel und der nächste mit den Händen. So lange wir in die gleiche Richtung paddeln ist es ok, dass wir unterschiedliche Methoden, Herangehensweisen etc. benutzen.

9)  AKTION

(keine Mails mehr mit: es müsste geben. Nur noch: „ich tue, ich habe getan: Wer schließt sich an?“)

10) Ich wünsche mir weniger Empörung und mehr sachliche Diskussion. Die Argumente pro Homöopathie sind schlagkräftig. Man sollte sie nicht durch spekulative Positionen verwässern und entkräften. Die Homöopathiegegner haben uns in den vergangenen Jahren auch auf Dinge aufmerksam gemacht, auf die auch aus Homöopathensicht kritisch geschaut werden muss. Ich wünsche mir also eine schärfere Profilierung des Begriffs „Homöopathie“, um eine Abgrenzung gegen gewisse Entwicklungen auch öffentlich darstellen zu können. Dazu bedarf es einer Professionalisierung der Homöopathen.

11) Einigkeit, Achtsamkeit, Respekt, Vernetzung untereinander, konstruktives Denken, Selbstbewusstsein und Rückgrat,  Medienarbeit (PR wie Christian das macht, voranschreitend, infrage stellend, provozierend, wachrüttelnd), Öffentlichkeitsarbeit (abgestimmt mit allen hinter sich, die auch Kompromisse eingehen können), Spaltungstendenzen von außen und untereinander erkennen und ausräumen, mal 5e grade sein lassen, über pos. Aktionen berichten (auch wenn es ganz kleine sind. Sie können andere anregen, das Gleiche zu tun) und alles, was ich schon genannt habe.

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