homöopathie

Ärztin legt beim ZDF-Fernsehrat offiziell Programm-Beschwerde gegen TV-Beitrag über Homöopathie ein

Als von uns Zuschauern finanziertes öffentlich-rechtliches Medium ist das ZDF verpflichtet, seine Sendungen von einem Fernsehrat kontrollieren zu lassen. Dieser 60-köpfige Rat kann auch von Zuschauern angesprochen werden, wenn diese einen begründeten Verdacht auf z.B. falsche, einseitige, von Interessengruppen gesteuerte Berichterstattung haben.

Diese Möglichkeit hat eine Ärztin für Homöopathie genutzt und offizielle Programmbeschwerde nach §21 der ZDF-Satzung beim Fernsehrat eingereicht gegen die Anti-Homöopathie-Sendung am 16.1. von Redakteur Oliver Matthes. In einem dreistufigen Verfahren hat der ZDF-Intendant nun zunächst vier Wochen Zeit, um sich inhaltlich zur Beschwerde bei der Beschwerdeführerin zu äußern. Der Prozess geht danach in Instanz zwei und drei.

Link zur Beschwerdeseite des ZDF-Fernsehrates für weitere Beschwerden.

Vor Gericht wäre die Straftat des ZDF Redakteurs Oliver Matthes als Verleumdung, §187StGB, strafrechtlich zu bewerten. Er kann zivilrechtlich für entstandene Schäden belangt werden.

Hier die Programmbeschwerde der Ärztin für Homöopathie beim ZDF Fernsehrat (der Name ist dem Watchblog bekannt):

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit diesem Schreiben lege ich Beschwerde gegen den 30minütigen Bericht gegen Homöopathie „Globuli und Guter Glaube/ Homöopathie ein.

Die Sendung berichtete (wie in den letzten Monaten viele zuvor) einseitig kritisch gegen die beliebte, etablierte integrative Medizin.

Es wurden zahlreiche sachlich falsche Aussagen getroffen und stehen gelassen. Als Beispiel sei die sogenannte „Evidenzfreiheit“ der Homöopathie genannt. Ich möchte hier gerne Prof. Walach zitieren, der die Zahlen und Fakten wie folgt zusammenfasst: „Man kann der Homöopathie nur dann empirische Unwirksamkeit bestätigen, wenn man gewillt ist, etwa 95% aller Befunde zu ignorieren.“ (https://www.homöopathie-forschung.info/)

Dass die Ausstrahlung so kurzfristig vor der Tagung des Gesundheitsausschusses des Bundestages bezüglich der Wahltarife geschieht, scheint mir kein Zufall sondern Kalkül zu sein.

Ich bin wirklich enttäuscht davon, dass sich ein öffentlich-rechtlicher Sender dafür hergibt, der mutmaßlich von einschlägigen Unternehmen gesponserten Anti-Homöopathie-Lobby Grund und Boden zu bieten.

Ich sehe durch den Beitrag sowohl den 4. Programmgrundsatz („die Pflicht, das gesellschaftliche Meinungsspektrum möglichst umfassend und fair widerzuspiegeln“) als auch den 5. Programmgrundsatz („die Verpflichtung zu wahrheitsgetreuer und sachlicher Berichterstattung…“) und schließlich auch den 6. Programmgrundsatz („das Recht zur Kritik wie das Recht kritisierter Personen oder Institutionen, ihre Gegenposition darzulegen“) in Gefahr.

Die antihomöopathische Grundaussage der Sendung widerspricht dem Auftrag des ZDF als öffentlich rechtlicher Sender, objektiv und unparteilich zu berichten (§11 Rundfunkstaatsvertrag).

In diesem Sinne protestiere ich gegen die geschehene Meinungsmache. Ich plädiere für eine ausgewogene, realitätsnahe Berichterstattung, die den wahren Expertinnen und Experten für Gesundheit und Homöopathie eine Stimme verleiht – und das wären dann wohl die Patientinnen und Patienten, die Therapeut_innen und tausende von Ärztinnen und Ärzten, die täglich in der Praxis stehen und die Homöopathie integrativ zum Wohle der Gesellschaft anwenden.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. med. univ. …..

 


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2 Kommentare

  1. Ein solcher Beitrag in ZDF-Zoom ist wohl nur dadurch zu erklären, dass wir es offenbar zunehmend in den Aufsichtsräten und Kontrollgremien der durch unsere GEZ Gebühren finanzierten öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten mit Leuten zu tun haben die gleichzeitig in Aufsichtsräten der Pharmakonzerne sitzen. Oder mit diesen in anderer enger Verbindung stehen. Ein tendenziöser Beitrag, der die wahre Faktenlage hinsichtlich der Studien und Forschungsergebnisse zur Homöopathie fast komplett unterschlägt ist ein Skandal! Dass sich zunehmend auch öffentlich rechtliche Sender für die Hetze gegen homöopathisch arbeite Ärzte und Heilpraktiker vor den Karren spannen lassen, lässt tief auf die deutsche Medienlandschaft blicken. Gerade auch die öffentlich-rechtliche und ihre Verantwortlichen Redakteure. Der wahre Grund warum so viel Aufwand betrieben wird um die Homöopathie zu diskreditieren, ist der, dass sie es in den letzten 20 bis 30 Jahren immer mehr vermocht hat, auch durch wissenschaftlich gute Studien zu zeigen, wie effektiv sie bei vielen Erkrankungen ist. Das ist es, was gefürchtet wird, dass die Politik Konsequenzen ziehen muss und der Homöopathie bei vielen Krankheiten die primäre Behandlung per Leitlinie ermöglichen muss. Dies würde vermutlich eine Menge Gesundheitskosten für die Allgemeinheit sparen, diese Gelder allerdings komme natürlich nicht auf den Konten der pharmazeutischen Industrie an. Und das wissen sie sehr genau.
    Eine Sendung, die zugegebenermaßen durchaus auch die Zufriedenheit der Patienten gezeigt hat, die aber im Fazit behauptet, es gäbe keine Belege für den Nutzen der Homöopathie, ist journalistisch nicht nur nicht objektiv, sie verfälscht die wissenschaftliche Realität. Sie übernimmt und befördert eine gezielte Lüge!
    Offenbar gehen immer mehr Journalisten den Wissenschaftsscharlatanen rund um das INH auf den Leim, statt sich selber ein Bild zu machen.

Ich freue mich auf Ihren Kommentar, bitte beachten Sie die Kommentarregeln und die DSGVO (siehe Menü). Danke und viel Freude

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