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Homöopathische Ärzte vernetzen sich international: Hahnemann-Gesellschaft öffnet sich für internationalen Arztverband LMHI und beendet Zwangsmitgliedschaft im DZVHAE

Weltweit steht die Homöopathie politisch unter Druck. In USA will die Zulassungsbehörde FDA Homöopathika brandmarken, in Spanien will die Regierung mit einem Vier-Punkte-Programm die Homöopathie vom Markt verdrängen. In Deutschland hat die Regierung ihr Anti-Homöopathie-Programm mit Abschaffung von ersten Krankenkassentarifen wie den Wahltarifen gestartet. Weltweit vernetzen sich Organisationen, um dem etwas entgegenzusetzen. In Deutschland setzt sich vor allem die Hahnemann-Gesellschaft (HG) als Verband mit Aktionen für die Homöopathie ein und will sich nun stärker international ausrichten und vernetzen. Sie hat daher auf der Mitgliederversammlung am 24. März beschlossen, dass zukünftig nicht nur Ärzte aus Deutschland Mitglied sein können. Sie erweitert die Mitgliedschaft auf den weltweiten Arztverband LMHI.

Gleichzeitig beendet sie die bisher bestehende Zwangsmitgliedschaft von HG-Mitgliedern im deutschen Ärzteverein DZVHAE. Der Vorstand des DZVHAe hatte zum Boykott der Hahnemann-Gesellschaft aufgerufen, als diese sich mit einer Petition für die Rettung der Wahltarife eingesetzt hatte. Weltweit hatte die HG viel Zuspruch für die Petition erhalten. Beispielsweise hatte der bekannte US-Homöopath Dana Ullman die Petition unterzeichnet und sein Netzwerk ebenfalls dafür aktiviert.

Über die Entscheidungen der HG sprach ich mit Ulrike Fröhlich, Vorstand der Hahnemann-Gesellschaft:

1) Was hat die Hahnemann-Gesellschaft auf ihrer Mitgliederversammlung am Wochenende beschlossen, das auch die Homöopathie-Community betrifft?

Ulrike Fröhlich: „Auf nationaler Ebene wurde dringlich auf die Unterversorgung unserer Patientinnen und Patienten hingewiesen. Aus diesem Grunde wird die Ausbildung der Ärzteschaft intensiviert, um die Diskrepanz zwischen Bedarf in der Bevölkerung und Angebot zu verbessern. Dazu soll mit weiteren verstärkten Kräften das Ausbildungsniveau des traditionsreichen Dreimonatskurses, dem Intensivkurs Homöopathie, in dieser Qualität erhalten werden.“

2) Die HG hat beschlossen, dass HG-Mitglieder nun auch Mitglied in einer weltweit operierenden Ärzte-Organisation sein müssen, aber nicht mehr gleichzeitig Mitglied im DZVHAE und in der HG. Warum diese Entscheidung?

Ulrike Fröhlich: „Durch diese Entscheidung wird eine stärkere internationale Ausrichtung eingeleitet, indem alle die erfahrenen Ärztinnen und Ärzte, die direkt oder indirekt Mitglied im Weltverein homöopathischer Ärzte LMHI sind, Mitglieder der Hahnemann Gesellschaft werden können. Mit diesem Schritt kann die Expertise unserer Gesellschaft und die globale Zusammenarbeit in Forschung und Wissenschaft zur Homöopathie weiter kondensiert werden. Dies wird uns unserem Ziel näherbringen: Homöopathie auf hohem Niveau, weltweit für alle Patientinnen und Patienten frei wählbar, verfügbar zu machen.“

3) Wo wird die HG die weiteren Schwerpunkte ihrer Arbeit setzen nach den  Entscheidungen auf der Mitgliederversammlung?

Ulrike Fröhlich: „Zunächst werden wir jetzt mit Hochdruck am Dreimonatskurs 2019 arbeiten, der in 3 Modulen vom 27.07.2019 – 12.10.2019 in Wiesbaden stattfinden wird.  Darüber hinaus werden wir die internationale Vernetzung ausbauen, um für unsere Patientinnen und Patienten die medizinische Versorgung mit dieser wirksamen Methode weiter zu verbessern. Die überzeugende Evidenz zur Homöopathie autorisiert uns dafür.“

 


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Ein Kommentar

  1. Warum in die Ferne schweifen, sieh das Gute liegt so nah. Das ist ja sehr schön, sich weltweit zu vernetzen. Warum sieht man eigentlich nicht, dass man sich auch mit den Heilpraktiker-Homöopathen im eigenen Land vernetzen könnte?

Ich freue mich auf Ihren Kommentar, bitte beachten Sie die Kommentarregeln und die DSGVO (siehe Menü). Danke und viel Freude

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