homöopathie

Prof. Walach und Petition von Dr. Güthlin fordern Carstens-Stiftung auf, die personelle Nachwuchsförderung der Homöopathie nicht einzustellen

Jahrzehntelang war die Carstens-Stiftung eine Art Kinderstube für Ärzte- und Wissenschaftler-Nachwuchs der Homöopathie, indem sie diese personell mit Fachkräften sowie finanziell unterstützte.  Budget erhielt sie vom Förderverein „Natur & Medizin“ als einem der größten Patientenverbände der Komplementärmedizin mit 34.000 Mitgliedern laut Wikipedia. Sie nimmt von ihren Mitgliedern ab 42 Euro pro Jahr. Die Gründung von N&M war nötig, da man einer Stiftung nicht beitreten kann. „Zweck der Stiftung sei vorgeblich die „Förderung der wissenschaftlichen Durchdringung von Naturheilkunde und Homöopathie sowie unkonventioneller Methoden in der Medizin“, so die Satzung §2.

Die bisherige Nachwuchsförderung ist seit Februar beendet, seitdem die Stiftung auf ihrer Webseite noch sehr verklausuliert („Trennung von großen Teilen des operativen Geschäfts“) und erst auf Nachfrage des HomoeopathieWatchblog  (Bericht) deutlich machte, dass sie die personelle Nachwuchsförderung der Homöopathie eingestellt hat (aber eine finanzielle Förderung aber beibehalten will – bei unklarer Höhe).

Der Vorstand der Stiftung hat daher am 25. Februar vier von neuen Mitarbeitern mitgeteilt, dass „die Bereiche mit sofortiger Wirkung aus betriebsbedingten Gründen beendet werden“.

Dies betrifft die persönliche Betreuung von Studenten und Promovierenden, sowie Bibliothek und Forschungs-Datenbank durch Fachkräfte der Stiftung, die nun durch Vorstands-Entscheidung (u.a. Prof. Andreas Michalsen) der Stiftung beendet wurde. Der Vorstand Michalsen fällt immer wieder durch Homöopathie-kritische Medien-Interviews auf (Bericht im Watchblog). Das Entsetzen in der Homöopathie-Community ist groß. Als „Kind“ der Stiftung fasste die homöopathische Ärztin Ulrike Fröhlich das Entsetzen der Szene in Worte (Statement hier im Watchblog). Sie fordert dazu auf, „Natur & Medizin“ und damit die Carstens-Stiftung nicht mehr finanziell zu unterstützen.

Nun geht die Homöopathie-Community noch weiter. Sie belässt es nicht beim Entsetzen, sondern wird aktiv. Der Spezialist für Homöopathie-Forschung, Professor Harald Walach, kritisiert in seinem Blog (Link) die Carstens-Stiftung, die aus seiner Sicht „zentrale Förderbereiche“ schließe. Er habe die Stiftung seit ihrer Entstehung gekannt. Die Stiftungs-Gründerin Dr. Veronica Carstens habe ihm 1985 zur Veröffentlichung seiner Diplomarbeit verholfen.  Prof. Walach wird deutlich: „Sowie ich sie gekannt habe, hätte sie diese Aktion keinesfalls gutgeheissen, und in meinen Augen verstösst sie gegen das ideelle Erbe der Stifter.“

Professor Walach belässt es nicht dabei, sondern fordert die Homöopathie-Community zum Handeln auf. Viele Ärzte, Heilpraktiker, Patienten sollen eine Petition unterschreiben, die vom Vorstand der Carstens-Stiftung fordert, seine Entscheidung noch einmal zu überdenken.

Hier geht es zur Petition, die Prof. Walach zum Unterschreiben empfiehlt: Klicken.

Notwendig sind 500 Unterschriften in der ersten Stufe, 166 sind erreicht.

Die Initiatorin der Petition ist Dr. Corina Güthlin (Link), leitende Wissenschaftlerin an der Frankfurter Uni, Spezialistin u.a.. für Versorgungsforschung. Sie begründet ihre Petition mit diesen Worten: Klicken.

So kommentieren Unterzeichner die Entscheidung der Carstens-Stiftung Contra Nachwuchsförderung auf der Petitionsseite:

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Nach der Unterschrift kann man einen Kommentar abgeben (Link zu den über 60 Kommentaren). Ich habe meine Unterschrift so begründet:

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