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Schon 83% der Unterschriften für Petition zur Rettung der Homöopathie-Nachwuchsförderung bei Carstens-Stiftung erreicht: nur noch 86 Unterschriften fehlen – Unterschreiben Sie jetzt

Professor Harald Walach kritisiert die Carstens-Stiftung in einem Artikel dafür, dass sie die personelle Unterstützung der Nachwuchsförderung von Studierenden und Promovierenden für Homöopathie eingestellt hat. Er fordert auf, die Petition seiner Kollegin Corinna Güthlin zu unterzeichnen, die sich mit der Petition an den Vorstand der Stiftung wendet, die Entlassung der vier Mitarbeiter rückgängig zu machen. Zahlreiche Unterzeichner der Petition kündigen an, dass sie ihre Spenden für die Carstens-Stiftung überdenken werden.

Die Petition ist auf einem guten Weg: schon 83% der notwendigen 500 Unterschriften sind erreicht. Es fehlen nur noch 86 Unterschriften – die die Unterzeichnungs-Frist läuft in 15 Tagen ab.

Hier können Sie unterzeichnen (mit Namen oder anonym): Link bei OpenPetition.

Die Petitionsplattform veröffentlicht auch eine Statistik, woher die bisherigen 83 % der Unterschriften gekommen sind. Der Homoeopathiewatchblog liegt auf Platz 2 als Unterschriftenlieferant:

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Interessant sind auch die Begründungen, warum die Petition – häufig von Ärzten – unterschrieben wird. Hier einige Begründungen von Openpetition:

„Ich wurde früher selber von der Carstens-Stiftung unterstützt und bin nun Mitglied von Natur&Medizin. Es interessiert mich also sehr, wie mein Mitgliedsbeitrag verwendet wird. Mittlerweile sind gerade die homöopathischen Arbeitskreise an vielen Universitäten nicht mehr in dem Umfang tätig wie früher oder sogar komplett zusammengebrochen. Hier wäre eher eine größere Unterstützung angebracht.“

„Homöopathie verdient deutlich mehr Förderung und Unterstützung als bisher hier in Deutschland. Der Solidar-Gemeinschaft der Krankenkassen wird dadurch nicht unerheblich Geld gespart, dass es Leute gibt, die ihre „Wehwehchen“ lieber mit Homöopathie als mit Schulmedizin kurieren. Es wäre schade, wenn es weniger Möglichkeiten gäbe, sich homöopathisch weiter zu bilden bzw. die Homöopathie an ein breiteres Publikum heran zu tragen.“

„Ich unterstütze die Carstens Stiftung finanziell und bin entsetzt, sollte die Betreuung der hom. DoktorantInnen und der Bibliothek nicht mehr personelle unterstützt werden, werde ich meine finanzielle Unterstützung nochmals überdenken.“

„Ich bin selber von der Carstens Stiftung gefördert worden und weiß wie einmalig diese Förderung in Deutschland ist. Der Verlust ist in Geld nicht aufzuwiegen. Der Effekt der Arbeit der letzten 30 Jahre, die ich überblicke sind für das deutsche Gesundheitssystem nicht zu überschätzen.“

„Als Tierarzt praktiziere ich seit über 30 Jahren erfolgreich mit Homöopathie in Nutztierbeständen mit vielen Tieren. Hier ist das Argument Placebo völlig deplaziert. Als Lehrbeauftragter habe ich Studenten an die Stiftung verwiesen, die in der Vergangenheit dadurch sehr profitiert haben und ihren Weg zur Homöopathie oder anderen Naturheilverfahren gefunden haben. Diese Aufgabe sollte die Stiftung auch weiterhin übernehmen. Mehrfach habe ich bereits von dem Archiv der Stiftung profitiert, wenn es um wissenschaftliche Aussagen zur Homöopathie ging. Die aktuelle Entwicklung muss revidiert werden.“

Die Carstens-Stiftung schweigt zu den Vorwürfen und beharrt weiterhin darauf, dass sie sich, sie drückt die Entlassung der Homöopathie-Mitarbeiter technokratisch in ihrer Pressemitteilung aus, dass sie sich „vom operativen Teil ihres Geschäftes“ trennen müsse.

Kommentar: Es ist schon erstaunlich, dass eine homöopathische Stiftung ihre Mitarbeiter als Waren bezeichnet, als „operativen Teil“. Mir war bisher auch gar nicht bewusst, dass die Stiftung ein „Geschäft“ betreibt. Ob beides im Sinn von Dr. Veronica Carstens ist? Aber es wird nun immer deutlicher, wo die Zielrichtung der Stiftung hingeht: hin zu einer CAM mit immer weniger Homöopathie. Homöopathie wird offenbar gerne noch als Akquiseinstrument benutzt, um an Testamente zu kommen, wie auf der Webseite der Stiftung zu lesen ist.

 

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