Absatz und Umsatz von Homöopathie-Arzneimitteln sinken enorm: neue Zahlen des Apothekerverbandes ABDA

Über die Zahlen zu Absatz und Umsatz von Homöopathie gibt es in den Medien immer wieder widersprüchliche Aussagen. Für Klarheit sorgt nun der Apothekerverband ABDA, der Zahlen zu homöopathischen Arzneimitteln im Selbstzahler-Markt in der Apotheke (OTC) in seinem Jahresbericht (PDF) 2019 vorlegt. Basis ist eine Erhebung von Inside Health.

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Laut Apothekerverband ABDA ist der Absatz von homöopathischen Arzneimitteln in den letzten Jahren gesunken, und zwar um acht Millionen Packungen von 43 Mio in 2015 auf 35 Mio in 2018 (OTC-Markt). Dies entspricht einem Rückgang von fast 20 Prozent. Der Absatzeinbruch hat sich seit 2016 beschleunigt, dem Jahr der Gründung der Anti-Homöopathie-Lobby INH (gegen die der Homoeopathiewatchblog vorgeht).

Der Apothekerverband stellt in seinem Zahlenwerk den Absatz der Homöopathika dem Absatz der beiden anderen Arzneimittelgruppen der besonderen Therapierichtungen im Arzneimittelgesetz gegenüber. Phytotherapeutika und Anthroposophika zeigen eine andere Entwicklung als Homöopathika: Der Absatz pflanzlicher Arzneimittel blieb auf dem Niveau zwischen 102 Mio Packungen 2015 und 101 Mio in 2018 nahezu gleich – mit leichten Schwankungen in den Jahren dazwischen. Der Absatz der antroposophischen Arzneimittel liegt seit 2015 gleichbleibend bei 9 Mio Packungen.

 

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Laut Apothekerverband ABDA ist neben dem Absatz auch der Umsatz von homöopathischen Arzneimitteln in den letzten Jahren gesunken, und zwar um 32 Mio Euro von 412 Mio in 2015 auf 380 Mio in 2018 (OTC-Markt). Dies entspricht einem Rückgang von fast 10 Prozent. Der Umsatzeinbruch hat sich seit 2016 beschleunigt, dem Jahr der Gründung der Anti-Homöopathie-Lobby INH.

Der Apothekerverband stellt in seinem Zahlenwerk auch den Umsatz der Homöopathika dem Umsatz der beiden anderen Arzneimittelgruppen der besonderen Therapierichtungen im Arzneimittelgesetz gegenüber. Phytotherapeutika und Anthroposophika zeigen eine andere Entwicklung als Homöopathika: Der Umsatz pflanzlicher Arzneimittel stieg von 966 Mio Euro in 2015 auf 989 Mio in 2018. Der Umsatz der antroposophischen Arzneimittel liegt seit 2015 mit leichten Schwankungen bei etwa 90 Mio Euro.

Die Zahlen zeigen, dass der Absatz von Homöopathika stärker gesunken ist als der Umsatz. Dies belegt, dass Homöopathika-Hersteller den Absatzverlust mit Preissteigerungen auszugleichen versuchen.

 

 

 

 

 

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