Website-Icon HomoeopathieWatchblog

Dringende Bitte: Jetzt noch Ihre Programmbeschwerde gegen Böhmermann ans ZDF einreichen – das Verfahren läuft / Hier meine Beschwerde als Patient

heilpraktiker

Viele Leserinnen und Leser haben mich in den letzten Tagen gefragt, ob es überhaupt noch Sinn hat, jetzt – Wochen nach der Ausstrahlung – eine Programmbeschwerde zur Böhmermann-Sendung einzureichen.

Die Antwort ist eindeutig: Ja. Und genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt.

Denn das Verfahren beim ZDF hat begonnen.

Wer die Sendung noch nicht gesehen hat, sie auch nicht sehen möchte. In diesem Artikel können Sie die Sendung in einem Minutenprotokoll nachlesen. Dann sollte jedem klar sein, dass das keine Satire ist, sondern eine ZDF-Diffamierungskampagne, um den Beruf der Heilpraktiker von der Politik zerstören zu lassen: Link.

Der erste formale Schritt ist eingeleitet. Dies war möglich, weil sich viele Leser des Homoeopathiewatchblog und Heilpraktiker-Newsblog mit einer Programmbeschwerde an den ZDF-Fernserat gewendet hatten. Ich hatte in beiden Blogs dazu aufgerufen. Der Intendant des ZDF muss sich nun zu den eingegangenen Programmbeschwerden äußern, wie der ZDF-Fernsehrat bekannt gegeben hat. Dazu hat der Intendant vom Fernsehrat eine vierwöchige Frist erhalten. Danach geht das Verfahren in den Fernsehrat, der am 13. März wieder tagt. Dort wird entschieden, ob die Sendung medienrechtlich beanstandet wird und ob sie weiterhin in der Mediathek verfügbar bleibt.

Bitte lassen Sie sich nicht davon entmutigen, was viele Verbände an ihre Mitglieder schreiben, wenn die Mitglieder fragen, was und wann die Verbände etwas gegen Böhmermann unternehmen. Verbände deklarieren Böhmermann als Satire und Programmbeschwerden als unbedeutend. Beides ist falsch: Böhmermann ist getarnte Satire, die darauf abzielt Politiker und die Öffentlichkeit zu beeinflussen mit dem Ziel, dass die Patienten der Heilpraktiker das Vertrauen verlieren und die Politiker politisch gegen den Beruf agitieren. Viele Heilpraktiker, die mir schreiben, sehen diese Dimension glasklar und wenden sich hoffnungsvoll an ihre Verbände, wo sie eine Abfuhr erhalten. Die Programmbeschwerde an den ZDF-Fernsehrat ist eine medienrechtlich starke Maßnahme, mit der viele Heilpraktiker und Patienten zusammen die Sendung in Schwierigkeiten oder sogar zum Kippen bringen können. Seit kurzem hat der ZDF-Fernsehrat ein Verfahren gegen Böhmermann offiziell eröffnet, wegen der Programmbeschwerden der Leser des Watchblog. Bis Anfang Februar hat der ZDF-Intendant nun Zeit für eine Antwort. Dann tagt vermutlich am 13. März der Fernsehrat. Bis dahin müssen noch viele Programmbeschwerden eingehen. Und wenn es für Böhmermann schlecht und für die Heilpraktiker gut ausgeht, wovon ich ausgehe, kann die Gemeinschaft der Heilpraktiker und ihre Patienten zusammen mit dem Watchblog stolz auf das gemeinsam Erreichte ohne die Verbände schauen. Dass dann einige Heilpraktiker ihre Verbände fragen werden, wo wart ihr, warum brauche ich einen Verband, ist dann das Problem der Verbände. (Um mich zu wiederholen, das ist keine Kritik an den Verbänden, das ist ein Hinweis auf ihre Inaktivität bei Böhmermann, die von immer mehr Heilpraktikern, die mir schreiben, kritisiert wird).

Genau deshalb ist die aktuelle Phase entscheidend. Je mehr Programmbeschwerden jetzt eingehen, desto größer ist der Druck auf den Fernsehrat, sich inhaltlich mit der Sendung zu befassen.

Eine Handvoll Beschwerden reicht nicht. Ein paar Dutzend reichen nicht.
Nur viele hundert oder tausende substantielle Eingaben entfalten politische und medienrechtliche Wirkung.

📩 Programmbeschwerde jetzt einreichen

Der ZDF-Fernsehrat berät am 13. März.
Damit die Böhmermann-Sendung vom 19. Dezember als Angriff auf die Heilpraktiker noch einmal kritisch geprüft wird,
braucht es viele Rückmeldungen – jede einzelne zählt.

➡️
Zum Muster und zur Anleitung

Bitte teilen Sie den Link mit Kolleginnen, Kollegen und Patienten.
Mehr Stimmen bedeuten mehr Aufmerksamkeit.

 

Warum Programmbeschwerden wichtig sind

Eine Programmbeschwerde an den ZDF-Fernsehrat ist kein Protestbrief. Sie ist ein förmliches Rechtsmittel im öffentlich-rechtlichen Rundfunk:

– Der Fernsehrat ist gesetzlich verpflichtet, jede Beschwerde zu prüfen.
– Der Intendant muss Stellung nehmen.
– Der Vorgang wird dokumentiert.
– Und er wird Teil der offiziellen Programmkontrolle.

Kurz gesagt:
Wer Programmbeschwerde einreicht, zwingt das ZDF zur inhaltlichen Auseinandersetzung.

Genau deshalb ist dieses Instrument so wichtig – und genau deshalb wird es so selten genutzt.

Der Ablauf des Verfahrens – was jetzt passiert

  1. Programmbeschwerden gehen beim ZDF ein
  2. Der Intendant muss sich schriftlich äußern
  3. Der Fernsehrat befasst sich mit dem Vorgang
  4. Der Fernsehrat kann:
    • die Beschwerde zurückweisen
    • die Sendung beanstanden
    • eine Einordnung verlangen
    • oder eine Depublikation aus der Mediathek empfehlen

Der nächste reguläre Sitzungstermin des Fernsehrats ist der 13. März.

Bis dahin zählt jede einzelne Eingabe.

📩 Programmbeschwerde jetzt einreichen

Der ZDF-Fernsehrat berät am 13. März.
Damit die Böhmermann-Sendung vom 19. Dezember als Angriff auf die Heilpraktiker noch einmal kritisch geprüft wird,
braucht es viele Rückmeldungen – jede einzelne zählt.

➡️
Zum Muster und zur Anleitung

Bitte teilen Sie den Link mit Kolleginnen, Kollegen und Patienten.
Mehr Stimmen bedeuten mehr Aufmerksamkeit.

 

Meine eigene Programmbeschwerde als Patient

Ich habe selbst Programmbeschwerde eingereicht. Nicht als Journalist, sondern ausdrücklich als Patient, der bewusst heilpraktische Leistungen in Anspruch nimmt und sich durch die Sendung persönlich angegriffen fühlt.

Ich dokumentiere meine Beschwerde hier vollständig:


An den Fernsehrat des ZDF

E-Mail: fernsehrat@zdf.de

Betreff: Programmbeschwerde gemäß ZDF-Staatsvertrag zur Sendung
„ZDF Magazin Royale“ vom 19.12.2025 – Antrag auf medienrechtliche Prüfung und Depublikation

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Mitglieder des ZDF-Fernsehrats,

hiermit erhebe ich gemäß den Bestimmungen des ZDF-Staatsvertrags Programmbeschwerde gegen die Ausstrahlung sowie die fortdauernde Bereitstellung der Sendung „ZDF Magazin Royale“ vom 19.12.2025 im ZDF-Fernsehprogramm und in der ZDF-Mediathek.

Gegenstand meiner Beschwerde ist die Darstellung des Themas Heilpraktiker, Homöopathie und Anthroposophie in der genannten Sendung sowie der Social Media-Kommunikation der Sendung. Nach meiner Auffassung bestehen erhebliche Zweifel, ob die Art der Darstellung den Anforderungen des öffentlich-rechtlichen Programmauftrags entspricht.

Insbesondere bitte ich um Prüfung,
– ob die Grundsätze der Sachlichkeit,
– der Ausgewogenheit,
– der journalistischen Sorgfalt
sowie
– die Trennung von wertender Meinung, satirischer Zuspitzung und sachlicher Information
in der Sendung gewahrt wurden.

In der Sendung wurden unter anderem Aussagen und Darstellungsformen verwendet, die aus meiner Sicht den Eindruck erwecken, als würden Tatsachenbehauptungen mit pauschalisierenden Wertungen vermischt.

So entsteht für Zuschauerinnen und Zuschauer der Eindruck, Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker seien grundsätzlich verantwortungslos, gefährlich oder wissenschaftsfeindlich. Eine differenzierte Darstellung der tatsächlichen Ausbildungswege, der rechtlichen Rahmenbedingungen, der bestehenden Kontrollmechanismen sowie der vielfältigen Praxisrealitäten findet nicht statt.

Als Patient, der bewusst heilpraktische Leistungen in Anspruch nimmt, fühle ich mich durch diese Art der Darstellung persönlich herabgewürdigt. Mir wird indirekt unterstellt, ich würde leichtfertig meine Gesundheit gefährden, irrational handeln oder mich „falschen Versprechungen“ hingeben. Diese pauschale Abwertung von Patientenentscheidungen widerspricht nach meinem Verständnis dem Respekt vor der Selbstbestimmung der Bürgerinnen und Bürger, den ein öffentlich-rechtlicher Sender wahren sollte.

Zudem werden in der Sendung Einzelfälle und extreme Beispiele verallgemeinert und auf einen gesamten Berufsstand übertragen. Dadurch entsteht ein verzerrtes Gesamtbild, das geeignet ist, Misstrauen zu schüren, Angst zu erzeugen und Patientinnen und Patienten gesellschaftlich zu stigmatisieren.

Vor diesem Hintergrund beantrage ich ausdrücklich, auch die fortdauernde Verfügbarkeit der Sendung in der ZDF-Mediathek zu prüfen. Sollte sich im Rahmen der Prüfung bestätigen, dass die genannten Anforderungen nicht eingehalten wurden oder dass irreführende bzw. unzutreffende Darstellungen vorliegen, bitte ich um Prüfung geeigneter Maßnahmen bis hin zur Depublikation der Sendung.

Ich weise darauf hin, dass die dauerhafte Bereitstellung einer Sendung mit potenziell fehlerhaften oder einseitigen Darstellungen eines gesundheitspolitisch sensiblen Themas geeignet ist, fortlaufende Wirkungen zu entfalten und betroffene Personen oder Berufsgruppen nachhaltig zu beeinträchtigen.

Gerade bei einem Thema, das Millionen von Patientinnen und Patienten betrifft, halte ich eine besonders sorgfältige, faire und ausgewogene Berichterstattung für zwingend erforderlich. Satirische Zuspitzung darf nicht dazu führen, dass ein Berufsstand und seine Patientinnen und Patienten pauschal diskreditiert werden.

Ich bitte den Fernsehrat daher um eine umfassende medienrechtliche und programmliche Prüfung der Sendung sowie um eine entsprechende Stellungnahme.

Mit freundlichen Grüßen

Christian J. Becker
Hamburg


Mein Appell

Wenn Sie Heilpraktikerin oder Heilpraktiker sind. Wenn Sie Patientin oder Patient sind.
Wenn Sie sich durch diese Sendung unfair behandelt fühlen.

Dann nutzen Sie Ihr Recht.

Schreiben Sie Ihre eigene Programmbeschwerde an den ZDF-Fernsehrat. Sachlich. Persönlich. Klar. Je mehr Eingaben jetzt beim ZDF eingehen, desto größer ist die Chance, dass der Fernsehrat die Sendung nicht einfach durchwinkt.

Der 13. März ist die nächste Wegmarke.
Bis dahin entscheidet sich, ob dieser Vorgang folgenlos bleibt – oder Konsequenzen hat.

Reichen Sie heute noch Ihre Programmbeschwerde gegen Böhmermann ein:

📩 Programmbeschwerde jetzt einreichen

Der ZDF-Fernsehrat berät am 13. März.
Damit die Böhmermann-Sendung vom 19. Dezember als Angriff auf die Heilpraktiker noch einmal kritisch geprüft wird,
braucht es viele Rückmeldungen – jede einzelne zählt.

➡️
Zum Muster und zur Anleitung

Bitte teilen Sie den Link mit Kolleginnen, Kollegen und Patienten.
Mehr Stimmen bedeuten mehr Aufmerksamkeit.

Die mobile Version verlassen