Hevert-Chef widerspricht der Bundesregierung: Die Homöopathie-Streichung sei „eine politische Entscheidung, kein wissenschaftliches Urteil“

Wenige Tage vor der geplanten Abstimmung des Bundestages über das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz am 10. Juli meldet sich einer der bekanntesten deutschen Homöopathie-Hersteller persönlich zu Wort. Mathias Hevert, Geschäftsführer des Familienunternehmens Hevert-Arzneimittel, kritisiert die geplante Streichung der Homöopathie ungewöhnlich deutlich. Mathias Hevert wirft der Bundesregierung vor, beim Umgang mit wissenschaftlicher Evidenz mit zweierlei Maß zu messen. Für ihn ist die geplante Streichung der Homöopathie aus den Satzungsleistungen der gesetzlichen Krankenkassen deshalb keine wissenschaftliche, sondern eine politische Entscheidung. Bemerkenswert ist dabei nicht nur der Inhalt, sondern auch die Form seiner Intervention. Hevert veröffentlicht seine Stellungnahme als persönlichen Beitrag auf LinkedIn und nicht als

Hat die Homöopathie im Bundestag noch eine Chance? Ein Lagebericht kurz vor der Schlussabstimmung

Am 10. Juli soll der Bundestag nach derzeitiger parlamentarischer Planung abschließend über das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz entscheiden. Am gleichen Tag berät der Bundesrat. Für die Homöopathie-Gemeinschaft stellt sich damit eine einfache, aber entscheidende Frage: Gibt es noch eine realistische Chance, dass die geplante Streichung der Homöopathie aus den Satzungsleistungen der gesetzlichen Krankenkassen als Teil des Gesetzes verändert wird? Ein Blick auf das parlamentarische Verfahren zeigt ein leider ernüchterndes Bild. Die Homöopathie verschwindet aus der parlamentarischen Debatte Die erste Lesung des Gesetzes am 12. Juni war bereits ein erstes Signal. Obwohl die Streichung der Homöopathie zu den öffentlich bekanntesten Teilen des Gesetzentwurfs gehört,

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König Charles erhebt seinen homöopathiefreundlichen Leibarzt Sir Michael Dixon in den Ritterstand

Als König Charles III. im Jahr 2022 den Allgemeinmediziner Dr. Michael Dixon zu seinem persönlichen Leibarzt und Leiter des Royal Medical Household berief, ließ die Kritik nicht lange auf sich warten. Britische Medien berichteten ausführlich über Dixons positive Haltung zur Homöopathie. Skeptiker warfen dem König vor, ausgerechnet einen Arzt mit Nähe zu komplementären Therapien an eine der wichtigsten medizinischen Positionen des Landes zu berufen. Drei Jahre später sendet der König nun ein bemerkenswertes Signal. Michael Dixon wurde in den offiziellen King’s Birthday Honours 2026 in den Ritterstand erhoben und darf künftig den Titel Sir Michael Dixon tragen. Die Auszeichnung erfolgte

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Bayerns Regierung stärkt Heilpraktikern den Rücken und nennt sie eine „sinnvolle Ergänzung“ der medizinischen Versorgung

Während auf Bundesebene regelmäßig über Einschränkungen des Heilpraktikerberufs diskutiert wird, kommt aus Bayern ein ganz anderes Signal. Die Bayerische Staatsregierung beschreibt Heilpraktiker in einer Stellungnahme an den Landtag als sinnvolle Ergänzung der medizinischen Versorgung, verteidigt die bestehenden Überprüfungen und spricht sich für die Wahlfreiheit von Versicherten und Krankenkassen aus. Mehr als 24.000 Heilpraktiker im Freistaat Schon die Zahlen machen deutlich, welche Bedeutung der Berufsstand in Bayern hat. Nach Angaben der Staatsregierung waren Ende 2024 insgesamt 24.307 Heilpraktiker im Freistaat gemeldet. Allein in Oberbayern praktizieren 13.300 Heilpraktiker. Besonders interessant wird diese Zahl im Vergleich zum Empirischen Gutachten zur Ausübung der Heilkunde

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Bundestag will Homöopathie im Vorbeigehen streichen: Auch im Gesundheitsausschuss fällt in drei Stunden kein Wort dazu

Wer wissen wollte, welchen Stellenwert die Homöopathie im laufenden Gesetzgebungsverfahren tatsächlich besitzt, bekam am Montag eine aufschlussreiche Antwort. Fast drei Stunden lang diskutierte der Gesundheitsausschuss des Bundestages am 22. Juni über das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Ich habe mir die Sitzung für die Leser des Watchblog angesehen, um sie anschließend zu informieren. Rund 90 Verbände, Organisationen und Sachverständige waren eingeladen. Es ging um Krankenhäuser, Beitragssätze, Bürgergeldempfänger, Arzneimittelpreise, Psychotherapie, Pflege, Rettungsdienst und zahlreiche weitere Details des Gesetzes. Zur Homöopathie fiel dagegen offenbar kein Wort, obwohl ihre Streichung ausdrücklich Teil des Gesetzentwurfs ist und Millionen Patienten sowie mehrere tausend homöopathisch tätige Ärzte betrifft. Das ist

Zweiter Herstellerverband kritisiert Homöopathie-Aus: Pharma Deutschland greift Evidenzbegründung der Bundesregierung an

Die Bundesregierung begründet die geplante Streichung von Homöopathie und Anthroposophie aus den Satzungsleistungen der gesetzlichen Krankenkassen mit fehlender wissenschaftlicher Evidenz. Genau diesen Punkt stellt nun einer der größten Arzneimittelverbände Deutschlands infrage. In seiner Stellungnahme für die Anhörung des Gesundheitsausschusses am 22. Juni weist Pharma Deutschland die Begründung der Bundesregierung ausdrücklich zurück und bezeichnet die Behauptung einer fehlenden Evidenz als sachlich nicht haltbar. Damit erhält die Kritik am Gesetzentwurf weitere Unterstützung aus einem Bereich, der unmittelbar von der Regelung betroffen ist. Erst kürzlich hatte bereits der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) die geplante Streichung der Homöopathie kritisiert und gleiche Evidenzmaßstäbe für