Kann Homöopathie dazu beitragen, bei wiederkehrenden Harnwegsinfekten weniger Antibiotika einzusetzen? Diese Frage wollte der Bayerische Landtag wissenschaftlich untersuchen lassen. Daraus entstand eine klinische Studie der Technischen Universität München. Doch sie bekam ein Problem: Es fanden sich viel zu wenige Patientinnen. Statt der vorgesehenen 240 konnten am Ende nur 39 ausgewertet werden. Die Studie wurde deshalb offiziell laut Studienbericht vorzeitig beendet. Trotzdem wird die Untersuchung inzwischen von Homöopathie-Gegnern, Medien und der bayerischen SPD als Argument gegen die Homöopathie verwendet. Dagegen kommt jetzt bemerkenswerter politischer Widerspruch. „Wissenschaft muss auch kontroverse Ansätze untersuchen dürfen – ergebnisoffen“, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Freien Wähler,

