Während zahlreiche Verbände in ihren Stellungnahmen zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz die geplante Streichung der Homöopathie ausdrücklich unterstützen und den einseitigen Evidenzkurs der Bundesregierung mittragen, stellt sich nun erstmals ein größerer Verband öffentlich dagegen. Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) lehnt in seiner Stellungnahme für die Gesundheitsausschusssitzung am 22. Juni die Herausnahme homöopathischer und anthroposophischer Arzneimittel aus den Satzungsleistungen der Krankenkassen ausdrücklich ab. Zugleich wirft der BPI der Bundesregierung vor, bei Homöopathie andere und strengere Evidenzmaßstäbe anzulegen als bei vielen anderen freiwilligen Kassenleistungen. Wenn Evidenz über den Verbleib im Leistungskatalog entscheide, müsse eine einheitliche Evidenzprüfung für alle Satzungsleistungen gelten und nicht nur für

