Kurzzusammenfassung für Schnellleser: Entscheidend für das Aus der Homöopathie bei den Kassen ist der Bewertungsmaßstab der Regierung. Die CDU begründet das geplante GKV-Aus seit Monaten mit einem scheinbar eindeutigen Argument: fehlende wissenschaftliche Evidenz. Bisher war die Linie klar. Evidenz gelte als nicht vorhanden, weil Studien keine ausreichende Wirksamkeit belegen würden. Die Begründung lief damit durchgehend über einen wissenschaftlichen Maßstab (ohne Therapeutenerfahrung und Patientenwünsche zu berücksichtigen). Am 16. April wurde dieser Evidenz-Maßstab von der CDU neu definiert. Die CDU definiert laut einer Sprecherin Evidenz nicht mehr ausschließlich wissenschaftlich, sondern beschreibt ihre Anwendung ausdrücklich als politisch. Auslöser dieser öffentlich bekannt gewordenen Verschiebung

