Zum Schnell-Lesen: die Überschriften der sechs neuesten Blogartikel

homöopathie

Homöopathie-Verbände fordern Watchblog schriftlich auf, Bundestags-Petition zur Rettung der Homöopathie zu stoppen

Die Finanzkommission Gesundheit hat am 30. März empfohlen, die Homöopathie aus der gesetzlichen Krankenversicherung zu streichen. Einen Tag später habe ich stellvertretend für die Homöopathie-Gemeinschaft beim Bundestag im Rahmen der Mitmachkampagne #rettedeinehomöopathie eine Petition gegen diese Empfehlung eingereicht, die derzeit auf Freischaltung wartet (Link). Ziel der Bundestags-Petition ist es, politischen Druck aufzubauen und öffentlich sichtbar zu machen, dass die geplante Streichung auf Ablehnung durch viele Menschen stößt. Bereits 2024 war eine ähnliche Petition ein zentrales Instrument der Homöopathie-Gemeinschaft. Sie wurde damals von Stefan Schmidt-Troschke, Geschäftsführer der Kampagne „weil’s hilft!“, eingereicht und von mir mit Watchblog und Newsblog breit unterstützt. Meine

Wie und warum die Homöopathie-Verbände das GKV-Aus mit ermöglicht haben: Neun Gründe

Die Antwort von Simone Borchardt als gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion am 7.4. auf eine Frage zur Finanzkommission bringt eine Klarheit in die Debatte (Link), die es so bislang nicht gab. Homöopathie gilt aus Sicht der Politik als nicht evidenzbasiert – und damit als Leistung ohne Platz in der gesetzlichen Krankenversicherung. Das ist keine offene Frage mehr. Das ist eine politische Festlegung. Die Folge: Die Messe ist gelesen. Das GKV-Aus ist zu 99 % beschlossen, der Gesetzgebungsprozess läuft nur noch nach. Vor der Sommerpause wird das Gesetz beschlossen, ab 1.1.27 gilt das GKV-Aus bei Krankenkassen voraussichtlich. Die entscheidende Frage lautet deshalb

borchardt

„Nicht evidenzbasiert“: Führende CDU-Gesundheitspolitikerin begründet die Streichung der Homöopathie aus der GKV – auf Nachfrage einer Watchblog-Leserin

Kurzfassung für Schnellleser Die Streichung der Homöopathie aus der gesetzlichen Krankenversicherung ist politisch weit vorangeschritten. Die Finanzkommission hat Ende März empfohlen, Homöopathie zu streichen – trotz eines ausgewiesenen Einsparvolumens von 0 Euro. Ein Gesetz dazu soll noch vor der Sommerpause kommen. Jetzt hat die gesundheitspolitische Sprecherin von CDU und CSU, Simone Borchardt, diese Linie erstmals klar begründet – ausgelöst durch eine Frage einer Watchblog-Leserin auf Abgeordnetenwatch. Borchardts zentrale Aussage: Entscheidend sei nicht Geld, sondern das Prinzip. Die GKV solle nur Leistungen finanzieren, deren Nutzen wissenschaftlich nachgewiesen ist. „Evidenzbasiert“ wird damit zum neuen Maßstab für die Versorgung. Für Homöopathie sieht sie

heilpraktiker

Gesundheitspolitische Sprecherin der Union positioniert sich: Simone Borchardt setzt beim Heilpraktiker auf „evidenzbasiert“

Nach einem Treffen mit Vorständen von Heilpraktikerverbänden hat Simone Borchardt, die gesundheitspolitische Sprecherin von CDU und CSU, ihre Position zum Heilpraktikerberuf veröffentlicht. Das Anfang April auf der Facebookseite der Politikerin veröffentlichte Positionspapier zum Heilpraktikerberuf (Link – mit Foto der anwesenden Heilpraktikerverbände) enthält bei genauerem Lesen einen Satz, der politisch ein Sprengsatz für den Heilpraktikerberuf werden könnte. Borchardt schreibt auf ihrer Facebookseite zum Heilpraktikerberuf: „Nur mit einer sachlichen, evidenzbasierten Betrachtung gelingt es, diesen Bereich zukunftsfähig zu gestalten und sinnvoll in unser Gesundheitssystem einzuordnen.“ Das ist keine neutrale Beschreibung. Das ist eine politische Richtungsentscheidung aus der Unionsfraktion. Ein Begriff macht Politik Der

homöopathie

GKV-Aus für Homöopathie: Was ab 1. Januar 2027 konkret passieren kann – und wen es trifft – mit Blick auf Patienten, Ärzte, Wissenschaftler, Hersteller, Heilpraktiker, Verbände/ Exkurs Österreich

Am 30. März 2026 hatte die Finanzkommission Gesundheit in ihrem Bericht empfohlen, die Homöopathie als Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung zu streichen. Nur einen Tag später kündigte die Gesundheitsministerin Nina Warken an, dass ein entsprechendes Gesetzespaket noch vor der Sommerpause vom Bundestag verabschiedet werden soll. Um gegen diese Entwicklung vorzugehen, hat der Homoeopathiewatchblog mit seinen Lesern einen offenen Brief an die Ministerin initiiert, den Sie hier unterschreiben können. Nun muss sich die Homöopathie-Gemeinschaft leider damit beschäftigen, was konkret passiert, wenn die Homöopathie als Kassenleistung gestrichen wird. Welche Folgen treten ein, wann greifen sie – und wen trifft es tatsächlich: Patienten, Ärzte,

Was passiert, wenn Homöopathie gestrichen wird? Zwei Beispiele als Vergleich: Großbritannien und Frankreich

Die von der Finanzkommission Gesundheit am 30.3. empfohlene Streichung der Homöopathie aus der gesetzlichen Krankenversicherung ist keine deutsche Besonderheit. Zwei Länder haben diesen Schritt bereits vollzogen: Großbritannien und Frankreich. Wer verstehen will, was jetzt in Deutschland passieren kann, muss sich diese beiden Fälle genauer anschauen. Denn sie zeigen kein Einzelfallgeschehen, sondern ein wiederkehrendes Muster. Großbritannien: Leiser Rückzug ohne wirksamen Widerstand Homöopathie war in Großbritannien lange Teil des staatlichen Gesundheitssystems NHS. Es gab spezialisierte Kliniken, ärztliche Strukturen und eine gewisse institutionelle Verankerung. Dann begann kein Bruch, sondern ein Rückbau. Schritt für Schritt. Ab etwa 2017 begannen NHS-Organisationen, homöopathische Leistungen nicht mehr