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Kopf des INH bestätigt 9-Punkte-Kampagne gegen Homöopathie: Dr. Lübbers verplaudert sich in vertraulicher Twitter-Mail

Im Folgenden habe ich meine Meinung zur Kampagne gegen Globuli aufgeschrieben. Diese Meinung ist meine Meinung und kann Fehler enthalten. Dies tue ich als Globuli-User, der sich seit Anfang August über die Heftigkeit der Aktion gegen Homöopathie wundert. Ich belasse es nicht beim Wundern, sondern bin in Recherche, Twittern und Bloggen eingestiegen.


Worum geht es heute in 2018? Die Homöopathie als Therapierichtung zu zerstören. Wie macht man dies?

Rückblick: USA vor 100 Jahren. Damals wurde ein Informationsnetzwerk gegründet, das als PR-Instrument und Think Tank die Glaubwürdigkeit von Homöopathie so erschüttern sollte, dass sie aus den Universitäten verdrängt, bei den Anwendern als negativ gebrandmarkt und zum Schluss vom Markt gedrängt wird. Das Informationsnetzwerk wurde von den Rockefellers gegründet. Es war erfolgreich. Innerhalb weniger Jahre war die Homöopathie als Alternative zu konventionellen Medizin klinisch fast tot. Die Rockefellers machten mit gesteuerten Studien Öffentlichkeitsarbeit in der Politik, bei Fachleuten und beim Verbraucher. Das war vor 100 Jahren. (Link zu einer Analyse dieser Kampagne bei Carstens Stiftung).

Doch 100 Jahre später findet die gleiche Kampagne in ähnlicher Weise statt. Es gibt ein offizielles Netzwerk, das via Social Media, PR, Public Affairs, und Einfluss auf Studien und Journalisten die Glaubwürdigkeit der Homöopathie als wirksame und kostengünstige Alternative zu konventionellen Medikamenten erschüttern soll. Und dies erfolgreich tut, wie der Fall G-BA Hecken zeigt.

Für die Homöopathie in Deutschland ist es zwei vor zwölf.

Außerdem tauchen erstaunlich viele HNO-Ärzte bei der Aktion gegen Globuli auf. Das hat einen einfachen Grund. Ihre Einnahmen schwanden in den letzten Jahren durch §128SGBV und §299bStGB. Und Globuli und Heilpraktiker sind ihnen in ihren wichtigen Indikationen ein Dorn im Auge. Sie möchten, so mein Eindruck, mit dem Druck auf Globuli in Wirklichkeit die 47.000 Heilpraktiker vom Markt verdrängen, um deren Kunden zu übernehmen.

Und dann ist da noch die Pharmaindustrie. Sie hat keine Sorge wegen ca. 600 Mio Euro Umsatz der Globuli heute. Sie hat keine Sorge vor dem Heute. Die Pharmaindustrie hat Angst vor der Zukunft. Mit Globuli kann man Kosten bei konventionellen Medikamenten in Milliardenhöhe einsparen, z.B. bei Antibiotika und Kortikosteroiden. Hier geht es in Deutschland um einen Markt von 42 Milliarden Euro. Pro Jahr. Und die Pharmaindustrie schaut mit Sorge in Länder wie die Schweiz, wo die Globuli seit einem Jahr zur Regelversorgung bei den Krankenkassen gehören. Davor hat Pharma Sorge, nämlich dass das Gesundheitssystem eine Rechnung aufstellt: Kosten, Nebenwirkungen, Wirkungen. Bei allen drei Faktoren schneidet die Homöopathie meist besser als die konventionellen Medikamente ab.

Es gibt also viele Gründe für viele Interessengruppen, zum Sturm auf die Globuli zu blasen. Dafür setzen sie ein interessantes Instrument ein. Raffinierterweise ist das Netzwerk (erst wenige Jahre alt) eine Ausgründung einer fundamentalistischen Gruppe, die einen Vorteil hat: sie kann weltweit ihre Anhänger aktivieren. Wie die Schläfer vom 11. September. In Deutschland sind es etwa 1.000 fundamentalistische Schläfer. Diese werden als Trolle auf Twitter aktiv und vertreiben dort die Globuli-Interessierten. Sie schreiben Leserbriefe, setzen Krankenkassen, Journalisten, Experten, Studien unter Druck. Sie haben nachweislich sogar Mitglieder in bekannten Redaktionen und in Politik. Sie sind das Fußvolk, dass sich für wenig steuern und engagieren lässt. Wie die Trollfarm in Russland für Donald Trump.

Als ich am 13. August zum ersten Mal pro Globuli twitterte, war mir das alles noch nicht bewusst. Hellhörig wurde ich durch zwei Dinge: die Masse an Trollen, die auf Twitter über mich herfiel. Und: Die HNO-Ärzte, die gegen Globuli aktiv waren. Viele kannte ich aus meiner Zeit als PR-Berater für Hörakustiker. Akustiker litten lange darunter, dass sie für Zuweisungen einen „Obulus“ unter dem Ladentisch zu entrichten hatten, der viele Hörakustiker in den Ruin getrieben hat und Entscheidern den jährlich neuen Porsche ermöglichte plus Ferienhaus in Nizza plus Zobel für die Dame. Das wurde durch die beiden oben genannten Paragraphen eingedämmt. Nun traf ich wieder auf HNOs und zählte 1 und 1 zusammen.

So fragte ich am 20. August 2018 auf Twitter, wer die Kampagne steuert.

tweet 3 homöopathie

Was ist das Merkmal einer Kampagne?

  1. Man will etwas erreichen
  2. Man setzt dafür Mittel ein
  3. Man geht in die Öffentlichkeit
  4. Man schafft Marken, auf Twitter z.B. Hashtags als Negativ-Brands
  5. Man hat Lenker und Köpfe, die das steuern
  6. Man hat Personal, das macht
  7. Man bildet Personal aus, das macht
  8. Man setzt Personen unter Druck, die man als potentielle Gegner der Ziele der Kampagne sieht
  9. Man hat eine Organisationsstruktur, die Punkt 1 bis 9 umsetzt
  10. Man hat Geldgeber

Auf meine Twitter-Frage meldete sich per Twitter-Direkt-Mail Dr. Christian Lübbers, HNO-Arzt aus Weilheim, und Vorstand des Informationsnetzwerk Homöopathie INH, bei mir. Offenbar hat er mich am 20.8. völlig falsch eingeschätzt (als naiven Globuli-User, den er durch seine „ärztliche Autorität“ noch bekehren kann) und versehentlich ausgeplaudert, was für ihn und sein Netzwerk noch zum ernsten Problem werden könnte. Lübbers vergass dabei, dass mir Namen aus seinem Netzwerk noch von früher her bekannt waren, als ich mit PR und Lobbying gegen die Grauzonen des Gesundheitswesens kämpfte. (Disclaimer: es gab nichts vor Gericht gegen den Weilheimer).

In seiner Twitter-Directmail am 20.8. bestätigte er direkt bzw. indirekt die oben genannten Punkte 1. bis 9. der gesteuerten Kampagne gegen Homöopathie. Insbesonders bestätigt er, dass Privatleute beim INH voluntieren, was man als Ausbildung von Aktivisten werten könnte.

Dies ist der erste schriftliche Beweis aus einer Primärquelle, dass es eine Kampagne gibt und wer dahinter steckt. Noch ist nicht ganz klar, wer das bezahlt. An Punkt 10 der Aufzählung arbeiten zusammen der Homöopathiewatchblog und die pro-Homöopathie-Community.

Wichtig dabei: Das Thema Glyphosat spielt eine entscheidende Rolle, um die Kampagne gegen Globuli zu verstehen.

homöopathie lübbers

 

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