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Heute startet die Mitmachkampagne zum 8. März: Unterzeichnen Sie den offenen Brief an Cem Ödzemir, den Grünen-Spitzenkandidaten in Baden-Württemberg zur Homöopathie und zu Heilpraktikern

Aktuell haben 40 Homöopathie-Freunde unterschrieben (Stand 28.1., Quelle: Watchblog und Newsblog, Start 27.1.)

Anlass der Aktion

Am 28. November 2025 haben die Delegierten von Bündnis 90/Die Grünen auf ihrem Bundesparteitag beschlossen, homöopathische Leistungen aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung und den sogenannten Binnenkonsens nicht länger zu unterstützen. Dieser Beschluss hat in den vergangenen Wochen vielfältige Diskussionen ausgelöst – nicht nur in der Politik, sondern vor allem in den Praxen, bei Patientinnen und Patienten sowie unter Heilpraktikerinnen, Heilpraktikern und Ärztinnen und Ärzten, die Homöopathie anwenden und anbieten.

Vor diesem Hintergrund wendet sich die Homöopathie-Gemeinschaft im Rahmen der Mitmachkampagne #RetteDeineHomöopathie in einem offenen Brief an den Spitzenkandidaten von Bündnis 90/Die Grünen in Baden-Württemberg, Cem Özdemir, mit drei konkreten Erwartungen. Er ist im Kontext der anstehenden Landtagswahl am 8. März 2026 ein zentraler politischer Ansprechpartner für diese Fragen in Baden-Württemberg.

Dieser offene Brief an Cem Özdemir ist ausdrücklich offen für alle aus der Homöopathie-Gemeinschaft: Patientinnen und Patienten, Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker, Ärztinnen und Ärzte sowie weitere Unterstützende können ihn unterzeichnen. Gemeinsam machen wir sichtbar, dass diese Debatte nicht ohne die unmittelbar Betroffenen geführt werden kann.

🔍 Sachlicher Kontext – warum dieser Brief notwendig ist

Der Parteitagsbeschluss der Grünen aus dem Jahr 2025 zur Homöopathie wurde politisch unter anderem mit Verweisen auf Evidenz- und Versorgungsgesichtspunkte begründet. In der gesundheitspolitischen Praxis und im Versorgungsalltag werden diese Fragen jedoch deutlich differenzierter bewertet – je nach Perspektive.

Die Homöopathie wird in vielen Praxen seit Jahrzehnten regelmäßig angewendet und von Millionen Patientinnen und Patienten als Teil ihrer individuellen Gesundheitsversorgung genutzt.

Heilpraktikerinnen, Heilpraktiker sowie Ärztinnen und Ärzte mit Zusatzqualifikation Homöopathie behandeln unter Alltagsbedingungen und tragen zur Versorgung bei – oft dort, wo konventionelle medizinische Ansätze allein nicht ausreichen oder an Grenzen stoßen.

Hersteller homöopathischer Arzneimittel sind Teil des Arzneimittelmarktes und schaffen fachliche Expertise, Arbeitsplätze und Versorgungskapazitäten.

Diese Realität wird in der politischen Debatte nicht immer ausreichend berücksichtigt. Vor diesem Hintergrund ist es nicht nur legitim, sondern notwendig, dass Betroffene, Behandlerinnen und Behandler sowie Patientinnen und Patienten ihre Perspektiven sichtbar machen.

✉️ Der offene Brief – direkt an Cem Özdemir

Sehr geehrter Herr Özdemir,

wir wenden uns an Sie als Spitzenkandidaten von Bündnis 90/Die Grünen in Baden-Württemberg und als einen politisch verantwortlichen Akteur im aktuellen gesundheitspolitischen Diskurs.

Der Beschluss Ihres Bundesparteitages vom 28. November 2025, homöopathische Leistungen nicht länger im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung zu unterstützen und damit den sogenannten Binnenkonsens zur Diskussion zu stellen, berührt viele Menschen unmittelbar: Patientinnen und Patienten, die Homöopathie als Teil ihrer Versorgung wählen; Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker sowie Ärztinnen und Ärzte, die diese Leistungen anbieten; und Hersteller, die homöopathische Arzneimittel produzieren und vertreiben.

Vor diesem Hintergrund bitten und erwarten wir von Ihnen Folgendes:

1. Überprüfung und Neuausrichtung des Parteitagsbeschlusses 2025
Setzen Sie sich dafür ein, dass auf einem kommenden Parteitag ein Antrag eingebracht wird, der den Beschluss vom 28. November 2025 zur Homöopathie sachlich überprüft, evidenz- und versorgungsbezogen neu einordnet und korrigiert.

2. Respektvolle politische Einordnung der Rolle von Heilpraktikerinnen, Heilpraktikern sowie Ärztinnen und Ärzten mit homöopathischer Zusatzqualifikation
Wir erwarten, dass Sie sich dafür einsetzen, dass diese Berufsgruppen in politischen Debatten nicht pauschal abgewertet oder ausgeblendet, sondern differenziert und respektvoll behandelt werden – auf Grundlage von Versorgungserfahrungen, Patientennachfrage und institutioneller Praxis.
Bitte äußern Sie sich hierzu öffentlich und handeln Sie entsprechend.

3. Sicherung der Rahmenbedingungen für homöopathische Arzneimittelhersteller
Wir bitten Sie, sich dafür einzusetzen, dass homöopathische Arzneimittelhersteller in einem klaren, verlässlichen rechtlichen Rahmen produzieren und handeln können, ohne durch politische Entscheidungen faktisch aus dem Markt gedrängt zu werden.

Diese drei Erwartungen sind politisch realistisch, sachlich begründet und im Rahmen der demokratischen Auseinandersetzung überprüfbar.

Mit freundlichen Grüßen
Die Unterzeichner aus der Homöopathie-Gemeinschaft

✍️ Wie Sie mitzeichnen können

Wenn Sie diesen offenen Brief unterstützen möchten, schreiben Sie bitte einen Kommentar unter diesem Artikel, der Folgendes enthält:

– Ihren Vor- und Nachnamen
– Ihren Wohnort (optional)
– Ihren Beruf bzw. Ihre Perspektive (z. B. Patient/in, Heilpraktiker/in, Ärztin/Arzt etc.)
– Optional: einen kurzen Satz, warum Ihnen dieser Brief wichtig ist

Beispiel für die Mitzeichnung:

„Ich unterstütze den offenen Brief an Cem Özdemir zur Überprüfung des Grünen-Parteitagsbeschlusses vom 28.11.2025 zur Homöopathie. (Name, Ort, Beruf)“

 

📌 Hinweise zu Transparenz und Veröffentlichung

Die Namen der Unterzeichnenden werden öffentlich einsehbar unter diesem Artikel veröffentlicht und dem offenen Brief beigefügt.

Die Mitzeichnung steht allen offen, die sich als Teil der Homöopathie-Gemeinschaft verstehen – Patientinnen und Patienten, Heilpraktikerinnen und Heilpraktikern, Ärztinnen und Ärzten sowie weiteren Unterstützenden.

Der offene Brief wird vor der Landtagswahl am 8. März 2026 mit allen gesammelten Unterschriften digital an Herrn Özdemir übermittelt und im Homoeopathiewatchblog transparent dokumentiert.

📢 Schlussbemerkung

Diese Aktion folgt dem Muster früherer Leser- und Gemeinschaftsinitiativen im Homoeopathiewatchblog: sachlich, strukturiert, öffentlich nachvollziehbar und engagiert. Sie ist eine Einladung zur Beteiligung – nicht zur Polarisierung.

Sie basiert auf dem Prinzip der Mitmachkampagne #rettedeinehomöopathie: Information, Beteiligung, Öffentlichkeit.
Denn wer Homöopathie nutzt, sie anbietet oder daran interessiert ist, verdient klare politische Antworten – nicht nur Schlagworte.

 

Transparenzhinweis: Ich habe mehrere Verbände eingeladen sich zu beteiligen und ihre Mitglieder im Rahmen des 8. März anzusprechen und sich an Aktionen der Homöopathie-Gemeinschaft und #rettedeinehomöopathie zu beteiligen. Zu den angesprochenen Verbänden gehören Weils hilft, DZVHAE, VKHD, BDH und weitere. Die Einladung erfolgte schriftlich am 25.12.2025.

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