Website-Icon HomoeopathieWatchblog

Promis und Politiker kämpfen gegen das Homöopathie-Aus: Sarah Wiener, Otty Schily und weitere 20 Prominente schreiben an den Bundestag

homöopathie

Wenige Tage vor der entscheidenden Phase des Gesetzgebungsverfahrens zur Streichung der Homöopathie aus den Satzungsleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung erhält die Homöopathie-Gemeinschaft Unterstützung von prominenter Seite.

Wie zuerst der Berliner Politikdienst Table.Briefings berichtete (Link zum Brief), haben bekannte Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur einen gemeinsamen offenen Brief an Politik und Bundestag unterzeichnet. Darin wenden sie sich gegen die geplante Streichung homöopathischer und anthroposophischer Leistungen aus der gesetzlichen Krankenversicherung.

Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem die Fernsehköchin Sarah Wiener, die Tatort-Schauspieler Hans-Jochen Wagner und Felix Klare, Ex-Bundesinnenminister Otto Schily, die ehemalige Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann, CSU-Politiker Thomas Goppel sowie Unternehmer Peter Daniell Porsche und Alnatura-Gründer Götz Rehn.

Breite Allianz von Promis und Politik

Die Zusammensetzung der Unterzeichner fällt auf. Selten zuvor haben sich so viele bekannte Persönlichkeiten aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen gemeinsam öffentlich für den Erhalt der Homöopathie als Kassenleistung ausgesprochen.

Besonders bemerkenswert ist die politische Bandbreite. Zu den Unterstützern gehören ehemalige Spitzenpolitiker der SPD, der Grünen und der CSU. Damit entsteht kurz vor der Bundestagsentscheidung eine Art parteiübergreifende Homöopathie-Koalition.

Gerade dieser Aspekt dürfte politisch interessant sein. Die Debatte um die Homöopathie wird häufig als Konflikt zwischen politischen Lagern dargestellt. Der offene Brief zeigt dagegen, dass die Unterstützung für die Homöopathie weiterhin parteiübergreifend vorhanden ist. Politiker aus SPD, Grünen und CSU treten hier gemeinsam für den Erhalt der bisherigen Regelung ein.

Hinzu kommen Unternehmer, Wissenschaftler, Künstler und Medienpersönlichkeiten. Der offene Brief vermittelt damit den Eindruck, dass die Debatte über die Zukunft der Homöopathie längst nicht mehr nur innerhalb von Fachverbänden und Berufsorganisationen geführt wird.

Prominente melden sich kurz vor der Entscheidung

Der Zeitpunkt dürfte kein Zufall sein. Bereits am 22. Juni befasst sich der Gesundheitsausschuss des Bundestages in einer öffentlichen Anhörung mit dem Gesetzentwurf. Anschließend stehen die weiteren Beratungen und die erwartete Schlussabstimmung im Bundestag an.

Der offene Brief erscheint damit genau in der Phase, in der politische Entscheidungen noch beeinflusst werden können. Anders als Demonstrationen, Mahnwachen oder Social-Media-Kampagnen richtet sich eine solche Aktion unmittelbar an politische Entscheidungsträger und die Medienöffentlichkeit.

Politiker kennen die Namen Otto Schily, Malu Dreyer oder Winfried Kretschmann. Journalisten kennen Sarah Wiener und die Tatort-Schauspieler. Unternehmer kennen den Namen Porsche. Genau darin könnte die eigentliche Bedeutung der Aktion liegen.

Was die Unterzeichner fordern

Inhaltlich wenden sich die Unterzeichner gegen die geplante Streichung von Homöopathie und Anthroposophischer Medizin aus den freiwilligen Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Sie sprechen von einer „teuren Fehlentscheidung zu Lasten von Patientinnen und Patienten“ und fordern die vollständige Rücknahme der entsprechenden Regelungen.

Zudem plädieren sie dafür, die Entscheidung über solche Leistungen weiterhin den Krankenkassen zu überlassen. Wörtlich heißt es:

„Wie bisher sollte der freie Wettbewerb der Krankenkassen entscheiden, ob die Leistungen über freiwillige Selektivverträge übernommen werden können.“

Wer den Brief unterzeichnet hat

Zu den Unterzeichnern gehören laut offenem Brief:

Ob der offene Brief das Gesetzgebungsverfahren noch beeinflussen kann, wird sich in den kommenden Tagen zeigen. Fest steht jedoch: Kurz vor der Entscheidung über das Homöopathie-Aus melden sich erstmals prominente Unterstützer aus SPD, Grünen, CSU, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur gemeinsam zu Wort. Für die Homöopathie-Gemeinschaft ist dies eine der prominentesten Unterstützungsaktionen der vergangenen Jahre.

(Titelfoto als Illustration auf Basis öffentlicher Bildvorlagen, u.a. Europ. Parlament, Wiki)

 

In eigener Sache:
Wenn Sie die Arbeit des Watchblog, Sie gut zu informieren, unterstützen möchten, finden Sie hier die Möglichkeit dazu.


Unterstützen Sie den Watchblog mit einem Kaffee, damit er für Sie weiter aktiv sein kann

Der Homoeopathiewatchblog zeigt gerade, was möglich ist: Leser stellen Fragen – und Spitzenpolitiker antworten. Öffentlich, nachvollziehbar, wirksam.
Diese Arbeit braucht Zeit, Recherche und Absicherung.

Mit Ihrer Kaffeespende unterstützen Sie konkret:
– politische Recherchen
– neue Aktionen im laufenden Gesetzgebungsverfahren
– rechtliche Absicherung des Blogs

Ein Kaffee kostet 5 Euro. Viele kleine Beiträge machen den Unterschied.

Über den QR-Code gelangen Sie direkt zur PayPal-Spendenseite.
Oder hier direkt: PayPal-Spende. Wenn Sie eine andere Spendenmöglichkeit bevorzugen, schreiben Sie mir gern:
redaktion(at)homoeopathiewatchblog.de

Mit Ihrer Unterstützung bleibt der Watchblog eine Stimme der Homöopathie, die gehört wird.

Vielen Dank für Ihren Rückhalt.

Ihr
Christian J. Becker
Gesundheitsjournalist, Blogger

Aktiv für die Homöopathie und Heilpraktiker seit 2018 mit dem
Homoeopathiewatchblog.de – Haltung. Fakten. Öffentlichkeit für die Homöopathie und Heilpraktiker

 

Die mobile Version verlassen