Virale Mandelentzündungen gehören zu den häufigen Erkrankungen im Kindesalter. Meist bleibt nur, die Beschwerden zu lindern und abzuwarten, bis die Infektion von selbst abklingt. Gerade deshalb ist die Frage interessant, ob sich dieser Krankheitsverlauf beeinflussen lässt.
Eine neue Studie aus Indien hat dazu individualisierte Homöopathie unter anspruchsvollen Bedingungen geprüft: randomisiert, doppelblind und placebokontrolliert. Untersucht wurden Kinder zwischen fünf und 15 Jahren mit akuter viraler Tonsillitis. Dabei beließen es die Forscher nicht bei der klinischen Diagnose. Die Virusinfektion wurde im Labor bestätigt, eine bakterielle Ursache ausgeschlossen.
Auch die homöopathische Behandlung wurde so untersucht, wie sie in der Praxis tatsächlich eingesetzt wird. Die Kinder bekamen nicht alle dasselbe Mittel. Nach einer homöopathischen Anamnese wurde individuell das jeweils passende Arzneimittel ausgewählt. Die Vergleichsgruppe erhielt Placebo, ohne dass Kinder, Eltern oder die an Behandlung und Beurteilung Beteiligten wussten, wer welcher Gruppe angehörte.
Das Ergebnis ist bemerkenswert deutlich:
Beim wichtigsten vorab festgelegten Studienziel schnitt die individualisierte Homöopathie klar besser ab als Placebo. Auch bei der Geschwindigkeit der Erholung zeigte sich ein Unterschied, der bei einer akuten Erkrankung von nur wenigen Tagen praktisch relevant ist.
Wie groß war dieser Unterschied? Wie viele Kinder waren bereits nach drei Tagen weitgehend erholt? Um wie viel früher klangen die Halsschmerzen ab? Welche homöopathischen Arzneimittel wurden am häufigsten verordnet? Und wie belastbar ist ein so deutliches Ergebnis bei einer Studie mit 78 Kindern?
Für Mitglieder des Globuli-Clubs und Kaffeespender habe ich die Studie wieder in zwei Textfassungen aufbereitet: mit den für die Praxis wichtigen Ergebnissen und ihrer Einordnung für Ärzte und Heilpraktiker sowie in einer speziellen Version für Patienten und Eltern.
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