Viele Heilpraktiker schreiben mir derzeit zwei Dinge. Entweder: „Die Verbände sind das Problem, sie können keine Öffentlichkeitsarbeit.“ Oder: „Die Heilpraktikerschaft hat kein Budget für PR und Politikkommunikation.“ Beides sind Behauptungen. Beides lässt sich anhand öffentlich zugänglicher Fakten zumindest teilweise überprüfen. Journalisten arbeiten wie Heilpraktiker und Ärzte mit Fallstudien. Sie vergleichen Akteure, Methoden und Ergebnisse. In diesem Artikel untersuche ich deshalb die Presse- und politische Kommunikation zweier Heilpraktikerverbände: des Bundes Deutscher Heilpraktiker (BDH) und des Deutschen Dachverbands für Heilpraktiker (DDH) bzw. des Fachverbands Deutscher Heilpraktiker (FDH). Die Untersuchung ist mit keinem der beiden Verbände abgestimmt. Das ist bewusst so, um eine

