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Wie eine ehemalige Landesvorständin der homöopathischen Ärzteschaft auf Facebook unterschiedliche Stimmen der Homöopathie zulässt: Watchblog und Arzt-Verband

In der aktuellen Debatte um Homöopathie, politische Wirksamkeit und öffentliche Sichtbarkeit wird häufig darüber gesprochen, wer spricht und wer nicht. Weniger Aufmerksamkeit erhält die Frage, wie Öffentlichkeit organisiert wird – und ob unterschiedliche Positionen nebeneinander stehen dürfen. Ein Beispiel für eine andere Praxis findet sich derzeit auf der Facebookseite einer Ärztin für Homöopathie, die in der ärztlichen Selbstverwaltung aktiv war. Dort werden unterschiedliche Stimmen aus der Homöopathie-Szene parallel sichtbar gemacht: Beiträge des Homoeopathiewatchblogs ebenso wie Inhalte aus dem Umfeld des ärztlichen Verbandes. Nicht zur Bewertung, nicht zur Einordnung, sondern als Angebot an Leser, sich selbst ein Bild zu machen. Dieses

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Anstehende Gesundheitsreform: Wie ein Homöopathie-Verband politisch sinnvoll aktiv wird: Hier ein Beispiel – BPH

Im aktuellen Newsletter vom 2. Februar 2026 des Bundesverbands Patienten für Homöopathie (BPH) steckt mehr als ein klassischer Jahresauftakt mit Verweisen auf Verbandsarbeit und Grundsatzpositionen. Politisch und journalistisch relevant ist vor allem ein konkreter Schritt, den der Verband im Vorfeld der angekündigten Gesundheitsreform unternommen hat, bei der offen ist, welche Rolle die Homöopathie spielen wird. Diese Reform soll von der Bundesregierung Mitte März vorgestellt werden. Direkte Ansprache der Politik statt symbolischer Kommunikation Der BPH berichtet, dass er alle Mitglieder der Gesundheitsausschüsse in Bund und Ländern direkt angeschrieben hat – und zwar mit seinem neuen Newsletter „Informationsdienst Homöopathie“, den ich kürzlich

„Abstimmung mit Füßen:“ Heilpraktiker, Ärzte und Patienten eröffnen jetzt die Debatte über Verbände und Hersteller – und die Folgen der Schweigsamkeit

Über Wochen war die Diskussion um die Rolle der Heilpraktiker-Verbände und der Hersteller homöopathischer Arzneimittel vor allem eines: still. Stellungnahmen blieben aus, Reaktionen verlagerten sich in interne Kommunikationskanäle oder fanden gar nicht statt. Inzwischen zeigt sich jedoch eine Veränderung. Leser des Homoeopathiewatchblogs und des Heilpraktiker-Newsblogs beginnen, sich öffentlich zu äußern – mit Namen, mit Haltung und mit klaren Erwartungen. Kommentare aus den vergangenen Tagen markieren diesen Punkt. Sie stammen von Patienten, Heilpraktikern und Ärzten. Gemeinsam ist ihnen, dass Verantwortung nicht mehr abstrakt verortet wird, sondern konkret: bei Verbänden und bei Herstellern. Patienten benennen Versäumnisse der Interessenvertretung Thomas Wegmann beschreibt sich

Jetzt stellt auch ein Heilpraktiker und Homöopath öffentlich Fragen an die Verbände – hier die Fragen von Ralf Massanés Evers im Watchblog und Newsblog

Start einer neuen Serie: „Stimmen aus der Praxis – die im Watchblog Gehör finden“ In den vergangenen Wochen haben vor allem Journalisten Fragen an Verbände der Heilpraktikerschaft und der Homöopathie gestellt: nach Sichtbarkeit, nach politischer Wirksamkeit, nach öffentlicher Kommunikation. Nun beginnen auch Heilpraktiker selbst, diese Fragen öffentlich zu formulieren – und sie nutzen dafür Watchblog und Newsblog als Plattform. Der folgende Text von Ralf Massanés Evers, Heilpraktiker aus Burghausen in Bayern, steht aus meiner Sicht exemplarisch für eine wachsende Zahl von Heilpraktikern, die nicht mehr nur intern diskutieren, sondern öffentlich fragen, wer in ihrem Namen spricht – und wie. Der

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Leser fragen: Spaltet der Watchblog/Newsblog die Homöopathie und Heilpraktiker? Ist der Blogger „hyperaktiv“?

Journalisten und Verbände haben eine gemeinsame Eigenschaft: Sie arbeiten öffentlich. Und öffentliche Arbeit muss sich bewerten lassen. Weder Journalismus noch Verbandsarbeit sind sakrosankt. Wer sichtbar wirkt, muss Kritik aushalten, einordnen und beantworten. Das gilt für mich als Journalist genauso wie für Verbände, Vorstände oder Kampagnenakteure. Deshalb stelle ich mich den Fragen der Leser, die mich in den vergangenen Tagen erreicht haben. Ein Unterschied zwischen mir und vielen Verbänden liegt allerdings offen zutage: Während ich antworte, bleiben zahlreiche Verbände auf konkrete Anfragen stumm. Oder sie setzen ihren Anwalt auf den Heilpraktiker-Newsblog wegen dessen Fragen zur Gesamtkonferenz an, wie am 29.1. geschehen

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Gibt der Vorstand des DZVhÄ die Homöopathie in der GKV faktisch auf? Was der Wechsel zur PVS bedeutet. / Im Detail: Jahresabschluss 2024 des DZVHAE

Kurz erklärt (für Schnelleser) Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) übergibt seine bisher GKV-nahe Managementgesellschaft für Selektivverträge an eine privatärztliche Verrechnungsstelle (PVS). Quelle: DZVhÄ-Newsletter vom 29. Januar. Laut DZVhÄ ändert sich für Ärzte im Praxisalltag nichts. Das stimmt kurzfristig. Langfristig lässt sich dieser Schritt so lesen: Der Verband richtet seine Versorgungsstrukturen nicht mehr primär auf die gesetzliche Krankenversicherung aus, sondern auf private Abrechnungsmodelle – und folgt damit einer Entwicklung, die dazu führt, dass ärztliche Homöopathie in der GKV faktisch ausläuft. Zahlenbasis: Zwischen 2018 und 2025 sank die Zahl der GKV-abrechnenden Homöopathie-Ärzte von rund 2.300 auf 784. Setzt sich diese Entwicklung