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Böhmermann: Der größte Angriff im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gegen Heilpraktiker seit Jahrzehnten /Analyse und Hilfestellungen

Ein persönliches Wort vorab

beckerDiese Analyse, die Materialien für Praxen, Verbände und Patientengespräche sind nicht irgendwann entstanden – sondern über Nacht.
Ich habe mich nach der Böhmermann-Sendung um 23 Uhr hingesetzt, während viele geschlafen haben, damit Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker heute früh nach dem Aufstehen Orientierung haben. Der Artikel geht um 4.40 Uhr online. Nicht Empörung. Nicht Schlagworte. Sondern Einordnung, Argumente und konkrete Hilfe. Das ging nur mit sehr viel Kaffee.

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Danke für Ihren Rückhalt.
Danke für Ihr Vertrauen.
Und danke dafür, dass Sie diesen Weg trotz Gegenwind weitergehen.

Ihr
Christian J. Becker
Gesundheitsjournalist, Blogger

Aktiv für die Homöopathie und Heilpraktiker seit 2018
mit dem
Homoeopathiewatchblog.de
Haltung. Fakten. Öffentlichkeit für die Homöopathie


Was dieser journalistische Beitrag leistet

Dieser Beitrag ist mehr als eine Reaktion auf eine einzelne Fernsehsendung. Er ist eine strategische Einordnung und zugleich eine konkrete Handreichung für den weiteren Umgang mit den Folgen dieser Ausstrahlung.

Sie finden hier:

  • eine ausführliche Analyse, warum die Sendung eine neue Eskalationsstufe darstellt
  • eine Einordnung der möglichen Langzeitfolgen für den Berufsstand
  • den Hinweis, warum Programmbeschwerden offenbar Wirkung entfalten
  • umfangreiche Materialien zur Weitergabe:
    • Infobox: Was bedeutet diese Sendung für Heilpraktiker konkret?
    • FAQ-Liste
    • Einschätzung für Verbände und Berufsorganisationen
    • Ausführlicher Handzettel für Praxen (Wartezimmer, Patientengespräch)
    • Langfassung für Verbandsnewsletter
    • Vorlage für Presseanfragen
    • Ausgearbeitete 5-Punkte-Argumentationshilfe

Die zentrale formelle Antwort ist die Programmbeschwerde an den ZDF-Fernsehrat.
Dafür stellt der Homoeopathiewatchblog einen Musterbrief und eine Anleitung bereit:
👉 https://homoeopathiewatchblog.de/2025/12/19/nach-der-boehmermann-sendung-gegen-homoeopathie-warum-jetzt-der-zdf-fernsehrat-gefragt-ist-hier-ein-musterbrief-fuer-sie/


Was das für Sie bedeutet

Ich habe diesen Beitrag nicht geschrieben, um einen Fernsehabend zu kommentieren. Ich habe ihn geschrieben, damit Sie als Heilpraktiker oder HP-Verband etwas Konkretes in der Hand haben. Neben der Analyse finden Sie hier Einordnung, Materialien für die Praxis, Hilfen für Gespräche und den formellen Weg, der jetzt wichtig ist. Nutzen Sie das. Geben Sie es weiter. Arbeiten Sie damit. Genau das macht diesen Blogartikel für Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker, für Verbände und für Einzelpersonen nutzbar – nicht nur heute, sondern auch in den kommenden Wochen, wenn die Wirkung dieser Sendung weiter anhält.


 

Analyse:

Böhmermann – Der größte Angriff im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gegen Heilpraktiker seit Jahrzehnten

Warum die Böhmermann-Sendung vom 19.12. eine neue Eskalationsstufe markiert

Die Sendung des ZDF Magazin Royale vom 19. Dezember markiert einen Wendepunkt. Was dort ausgestrahlt wurde, war kein punktueller satirischer Seitenhieb, keine zugespitzte Einzelkritik und kein ironischer Kommentar zu Randphänomenen. Es war ein breit angelegter, öffentlich-rechtlich legitimierter Angriff auf den Berufsstand der Heilpraktiker.

In dieser Form, mit dieser Reichweite und dieser dramaturgischen Wucht, hat es Vergleichbares seit Jahrzehnten nicht gegeben.

Nicht ein Thema – sondern ein Berufsstand

Anders als zunächst vermutet richtete sich die Sendung nicht primär gegen Homöopathie. Der eigentliche Fokus lag auf Heilpraktikern insgesamt. Auf ihrem Berufsbild, ihrer Rolle im Gesundheitssystem, ihrer Motivation – und letztlich auf ihrer Legitimität.

Die zentrale Botschaft der Sendung war klar erkennbar:
Heilpraktiker erscheinen als Akteure, die mit unwirksamen oder fragwürdigen Methoden Geld verdienen. Komplexe medizinische, rechtliche und historische Zusammenhänge wurden nicht erklärt, sondern dramaturgisch verdichtet und moralisch bewertet.

Satire wurde dabei nicht als Mittel der Aufklärung genutzt, sondern als Werkzeug der Pauschalisierung.

Eine Eskalation mit Ansage – und mit Folgen

Besonders bemerkenswert ist der Kontext:
Die Vorab-Kommunikation der Redaktion auf Social Media passte inhaltlich nicht zur späteren Sendung. Noch kurz zuvor wurden Globuli und komplementärmedizinische Bilder ironisiert. Die fertige Sendung aber zielte auf Heilpraktiker als Berufsgruppe.

Das spricht für eine späte redaktionelle Zuspitzung – möglicherweise als Reaktion auf die wachsende öffentliche Debatte um Heilpraktiker, Regulierung, Patientensicherheit und politische Forderungen nach Einschränkung oder Abschaffung des Berufsstands.

Was hier im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gesendet wurde, ist deshalb nicht nur Unterhaltung. Es ist ein medialer Marker, an dem sich andere Medien orientieren werden.

Was jetzt sehr wahrscheinlich folgt

Wer die Medienmechanik kennt, weiß:
Solche Sendungen bleiben nicht folgenlos.

Sehr wahrscheinlich ist:

Sekundärberichterstattung in großen Medien, die Böhmermanns Narrative aufgreift
Kommentierende Einordnungen, die Heilpraktiker pauschal problematisieren
Politische Anschlussforderungen, die sich auf „die öffentliche Debatte“ berufen
Zitierungen der Sendung als vermeintlicher Beleg für strukturelle Defizite des Berufsstands

Kurz gesagt:
Diese Sendung kann zur Referenz werden. Nicht, weil sie ausgewogen wäre, sondern weil sie im öffentlich-rechtlichen Raum stattgefunden hat.

Für Heilpraktiker ist das keine theoretische Debatte. Es geht um Ruf, Vertrauen, berufliche Existenz und politische Zukunft.

Warum Empörung allein nicht reicht

In sozialen Netzwerken ist der Ärger groß. Die Kommentare unter dem YouTube-Video zeigen Polarisierung, Spott und Verachtung. Aber Empörung verpufft. Tweets verschwinden. Kommentare werden überlesen.

Was bleibt, sind formelle Verfahren.

Und genau hier setzt der Homoeopathiewatchblog an.

Der Watchblog bietet einen konkreten Weg – und der ist jetzt entscheidend

Der Homoeopathiewatchblog hat bereits unmittelbar nach der Sendung einen juristisch sauberen Musterbrief für eine Programmbeschwerde an den ZDF-Fernsehrat bereitgestellt – inklusive Erklärung, wohin die Beschwerde zu senden ist und welche Punkte sachlich zu benennen sind.

Eine Programmbeschwerde ist kein Protestschreiben.
Sie ist ein formelles Aufsichtsinstrument.

Sie zwingt das ZDF:
– zur internen Prüfung
– zur Stellungnahme der Redaktion
– zur dokumentierten Bewertung durch ein Gremium

Genau deshalb wird dieses Instrument nun auch öffentlich verspottet. Und genau deshalb ist es wirksam.

Ziel: Depublikation
Die Programmbeschwerde an den ZDF-Fernsehrat hat vor allem ein Ziel: Der Fernsehrat soll an den Intendanten die Empfehlung aussprechen, die Böhmermann-Sendung vom 19.12. aus der Mediathek und dem Archiv zu löschen – im Juristendeutsch heißt das „Depublikation“ (siehe Musterbrief).

Das ist der Ernst der Situation

Die Sendung vom 19.12. ist kein Ausrutscher. Sie ist ein Signal.
Ein Signal an Medien, Politik und Öffentlichkeit, wie über Heilpraktiker gesprochen werden darf – oder soll.

Wer jetzt schweigt, überlässt anderen die Deutungshoheit.
Wer jetzt nur schimpft, wird überhört.

Wer jetzt sachlich, formell und gemeinsam handelt, nutzt die wenigen Hebel, die es im öffentlich-rechtlichen System gibt.

Der Homoeopathiewatchblog stellt diesen Hebel bereit.

Fazit

Was am 19.12. gesendet wurde, ist der größte öffentlich-rechtliche Angriff auf Heilpraktiker seit Jahrzehnten.
Die Folgen werden nicht über Nacht sichtbar sein – aber sie werden kommen.

Die angemessene Antwort darauf ist keine Empörung, sondern formelle Gegenwehr.
Und sie beginnt beim ZDF-Fernsehrat.

Der Watchblog zeigt, wie das geht.

Die angemessene Reaktion

Empörung verpufft.
Kommentare versickern.
Tweets verschwinden.

Was bleibt, sind formelle Verfahren.

Die vorgesehene Antwort ist die Programmbeschwerde an den ZDF-Fernsehrat. Der Homoeopathiewatchblog stellt dafür eine strukturierte, rechtssichere Hilfe bereit:
👉 https://homoeopathiewatchblog.de/2025/12/19/nach-der-boehmermann-sendung-gegen-homoeopathie-warum-jetzt-der-zdf-fernsehrat-gefragt-ist-hier-ein-musterbrief-fuer-sie/


Materialien

Infobox: Was bedeutet diese Sendung für Heilpraktiker konkret?

Diese Sendung betrifft nicht nur das Image einzelner Praxen, sondern das öffentliche Fundament des Berufsstands.

Mögliche Folgen sind:

  • wachsende Skepsis bei Patientinnen und Patienten
  • steigender Erklärungs- und Rechtfertigungsdruck im Alltag
  • politische Anschlussforderungen
  • mediale Verkürzungen, die kaum noch eingefangen werden

Deshalb ist eine koordinierte, sachliche Reaktion entscheidend.


FAQ für Heilpraktiker: Die Böhmermann-Sendung vom 19.12. – was bedeutet das für uns?

Worum ging es in der Sendung wirklich?

Die Sendung des ZDF Magazin Royale vom 19.12. richtete sich nicht gegen einzelne Methoden, sondern stellte Heilpraktiker als Berufsstand insgesamt infrage. Unterschiedliche Verfahren, Qualifikationen und Praxisrealitäten wurden dabei stark vereinfacht und pauschal bewertet.

Warum ist diese Sendung ernst zu nehmen?

Weil sie im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausgestrahlt wurde.
Solche Sendungen haben eine besondere Wirkung:

  • Sie prägen öffentliche Wahrnehmung
  • Sie werden von anderen Medien aufgegriffen
  • Sie dienen später oft als Referenz in politischen Debatten

Das macht sie deutlich einflussreicher als Kommentare oder Social-Media-Beiträge.

Hat öffentlicher Druck oder Kritik im Vorfeld etwas bewirkt?

Es gibt Hinweise darauf, dass der Sendungsschwerpunkt kurzfristig verändert wurde. Die Vorab-Kommunikation der Redaktion deutete zunächst auf andere Themen hin. Der spätere klare Fokus auf Heilpraktiker spricht dafür, dass formeller und öffentlicher Druck wahrgenommen wird.

Das ist wichtig, denn es zeigt:
👉 Programmbeschwerden können Wirkung entfalten.

Sollten wir jetzt empört reagieren oder öffentlich protestieren?

Empörung ist menschlich, aber selten wirksam.

Öffentliche-rechtliche Sender reagieren nicht auf Shitstorms, sondern auf formelle Verfahren. Der dafür vorgesehene Weg ist die Programmbeschwerde an den ZDF-Fernsehrat.

Was ist eine Programmbeschwerde überhaupt?

Eine Programmbeschwerde ist kein Protestbrief, sondern ein formelles Aufsichtsinstrument.

Sie:

  • wird registriert
  • löst eine interne Prüfung aus
  • zwingt die Redaktion zu einer Stellungnahme
  • wird aktenkundig behandelt

Das unterscheidet sie grundlegend von Zuschriften an den Zuschauerservice oder Kommentaren im Netz.

Bringt eine einzelne Programmbeschwerde überhaupt etwas?

Ja – und mehrere erst recht.

Schon einzelne Beschwerden binden Ressourcen.
Viele Beschwerden zu demselben Thema erhöhen die Relevanz erheblich und beeinflussen, wie sensibel Redaktionen künftig agieren.

Deshalb werden Programmbeschwerden inzwischen auch öffentlich verspottet. Das ist kein Zufall, sondern ein Hinweis auf ihre Wirkung.

Was stellt der Homoeopathiewatchblog konkret bereit?

Der Watchblog bietet:

  • eine verständliche Erklärung, was eine Programmbeschwerde ist
  • einen juristisch sauberen Musterbrief
  • die korrekte Adresse des ZDF-Fernsehrats
  • und eine sachliche Einordnung der Sendung

Damit können Mitglieder ohne rechtliche Vorkenntnisse korrekt handeln.

Muss ich Jurist sein, um eine Programmbeschwerde einzureichen?

Nein.

Der bereitgestellte Musterbrief kann unverändert verwendet werden.
Eigene Ergänzungen sind möglich, aber nicht notwendig. Sachlichkeit ist wichtiger als juristische Details.

Kann mir eine Programmbeschwerde schaden?

Nein.

Eine Programmbeschwerde ist ein legitimes demokratisches Recht. Sie ist weder eine Klage noch eine Eskalation, sondern Teil der vorgesehenen Qualitätskontrolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

Was sage ich meinen Patientinnen und Patienten?

Bleiben Sie ruhig und transparent.

Erklären Sie:

  • dass die Sendung satirisch zugespitzt war
  • dass sie nicht die Vielfalt realer Praxen abbildet
  • dass Sie jederzeit für Fragen offen sind

Der Watchblog stellt dafür einen neutralen Handzettel fürs Wartezimmer zur Verfügung.

Was ist jetzt der wichtigste nächste Schritt?

Nicht schweigen.
Nicht schimpfen.
Sondern formell handeln.

Die Programmbeschwerde an den ZDF-Fernsehrat ist aktuell der wirksamste Weg, um sachlich und gemeinschaftlich zu reagieren.

Der Homoeopathiewatchblog begleitet diesen Prozess.

Kernsatz 

Empörung verpufft. Formelle Verfahren wirken.


Einschätzung für Verbände und Berufsorganisationen

Für Verbände ist diese Sendung ein strategisches Alarmsignal. Sie zeigt, wie schnell ein Berufsstand medial neu gerahmt werden kann, wenn Differenzierung fehlt.

Verbände stehen nun vor mehreren Aufgaben:

  • interne Auswertung der Sendung
  • sachliche Information der Mitglieder
  • Begleitung und Bündelung formeller Beschwerden
  • Vorbereitung auf politische Anschlussdebatten

Untätigkeit birgt das Risiko, dass die Deutungshoheit dauerhaft verloren geht.


Handzettel für Praxen

Information für Patientinnen und Patienten

In einer aktuellen Sendung des öffentlich-rechtlichen Fernsehens wurden Heilpraktiker sehr pauschal dargestellt. Es handelte sich um ein satirisches Format, das bewusst mit Zuspitzung, Vereinfachung und Emotionalisierung arbeitet.

Solche Darstellungen können verunsichern. Das ist verständlich. Wichtig ist jedoch zu wissen, dass sie nicht die Vielfalt realer Praxen, individueller Behandlungsentscheidungen und persönlicher Erfahrungen abbilden.

Heilpraktiker arbeiten innerhalb gesetzlicher Rahmenbedingungen. Behandlungen erfolgen freiwillig und in Abstimmung mit den Patientinnen und Patienten. Es gibt keine Verpflichtung, einen bestimmten Weg zu gehen oder eine bestimmte Methode anzuwenden.

Unser Anspruch in dieser Praxis ist Transparenz. Wir erklären, was wir tun – und auch, was wir nicht tun. Wir nehmen Ihre Fragen ernst und respektieren unterschiedliche Sichtweisen. Kritische Nachfragen sind willkommen.

Medienberichte können Orientierung bieten, ersetzen aber nicht das persönliche Gespräch. Wenn Sie Fragen zur aktuellen Berichterstattung haben, sprechen Sie uns bitte an. Wir nehmen uns Zeit für eine sachliche Einordnung.

Vertrauen entsteht durch Information, Erfahrung und Dialog – nicht durch Schlagzeilen.


Textfassung für Verbands-Newsletter

Die Sendung des ZDF Magazin Royale vom 19.12. stellte Heilpraktiker nicht als heterogene Berufsgruppe dar, sondern als pauschales Problem. In Reichweite und Zuspitzung handelt es sich um eine der schärfsten öffentlich-rechtlichen Darstellungen seit Jahrzehnten.

Auffällig ist, dass sich der Schwerpunkt der Sendung offenbar kurzfristig verändert hat. Dies deutet darauf hin, dass formelle Kritik und angekündigte Programmbeschwerden wahrgenommen wurden.

Die angemessene Reaktion ist keine Empörung, sondern die Nutzung der vorgesehenen Kontrollinstrumente. Der Homoeopathiewatchblog stellt dafür einen Musterbrief für eine Programmbeschwerde an den ZDF-Fernsehrat bereit:
👉 https://homoeopathiewatchblog.de/2025/12/19/nach-der-boehmermann-sendung-gegen-homoeopathie-warum-jetzt-der-zdf-fernsehrat-gefragt-ist-hier-ein-musterbrief-fuer-sie/


Vorlage für Presseanfragen (kurz)

„Die Sendung vom 19. Dezember hat Heilpraktiker sehr pauschal dargestellt. Satire darf zuspitzen, entbindet im öffentlich-rechtlichen Rundfunk aber nicht von der Pflicht zur Differenzierung. Dieser Beitrag ist verleumderisch statt differenzierend. Wenn ein gesamter Berufsstand moralisch gerahmt wird, ist eine formelle Prüfung legitim. Deshalb setzen wir auf Programmbeschwerden an den ZDF-Fernsehrat als vorgesehenes Instrument der Qualitätssicherung.“


5-Punkte-Argumentationshilfe

  1. Es ging um einen Berufsstand, nicht um Einzelfälle.
    Die Sendung verzichtete weitgehend auf Differenzierung.
  2. Öffentlich-rechtliche Satire hat besondere Verantwortung.
    Reichweite erzeugt Wirkung.
  3. Die eigentliche Wirkung entsteht durch Anschlussdebatten.
    Medien und Politik greifen Narrative auf.
  4. Die Schwerpunktverschiebung ist ein Warnsignal.
    Sie deutet auf Wahrnehmung formeller Kritik hin.
  5. Formelles Handeln ist der wirksamste Weg.
    Programmbeschwerden sind kein Protest, sondern Qualitätskontrolle.

👉 Musterbrief und Anleitung:
https://homoeopathiewatchblog.de/2025/12/19/nach-der-boehmermann-sendung-gegen-homoeopathie-warum-jetzt-der-zdf-fernsehrat-gefragt-ist-hier-ein-musterbrief-fuer-sie/


Schluss

Diese Sendung ist kein isoliertes Medienereignis. Sie markiert eine Schwelle.
Wer den Berufsstand der Heilpraktiker schützen will, sollte jetzt sachlich, koordiniert und formell reagieren.

Der Homoeopathiewatchblog stellt dafür die notwendigen Werkzeuge bereit.


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beckerDiese Analyse, die Materialien für Praxen, Verbände und Patientengespräche sind nicht irgendwann entstanden – sondern über Nacht.
Ich habe mich nach der Böhmermann-Sendung um 23 Uhr am Freitag Abend hingesetzt, während viele geschlafen haben, und diesen Blogbeitrag geschrieben, damit Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker heute früh am Samstag eine erste Orientierung haben. So habe ich diesen Artikel um 4.40 Uhr online gestellt.
Ziele: Nicht Empörung. Nicht Schlagworte. Sondern Einordnung, Argumente und konkrete Hilfe.

Warum?
Weil ich weiß, was solche Sendungen im Alltag auslösen können:
verunsicherte Patientinnen, Rechtfertigungsdruck, Zweifel, Gespräche, die plötzlich schwerer werden.

Der Homoeopathiewatchblog ist ein unabhängiges journalistisches Projekt, das ich neben meinem Beruf als Gesundheitsjournalist betreibe. Seit 2018 schaue ich dort genau hin, wenn Homöopathie, Heilpraktiker und Komplementärmedizin öffentlich angegriffen, verzerrt oder pauschal dargestellt werden. Ich ordne ein, dokumentiere, halte dagegen – ruhig, sachlich, beharrlich.

Das kostet Zeit. Es kostet Kraft. Und ja: es kostet Geld.

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Danke für Ihren Rückhalt.
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Ihr
Christian J. Becker
Gesundheitsjournalist, Blogger

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Haltung. Fakten. Öffentlichkeit für die Homöopathie


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Ein Kommentar

  1. Böhmermann: Hass und Hetze gegen Heilpraktiker
    Stellungnahme der Union Deutscher Heilpraktiker, Landesverband Hessen

    Die Sendung „ZDF Magazin Royale“ vom 19. Dezember 2025 ist kein harmloses Satirestück, sondern ein frontal geführter Angriff auf einen ganzen Berufsstand und auf Millionen Patientinnen und Patienten, die sich bewusst für naturheilkundliche Behandlung entscheiden. Solche pauschalen Diffamierungen sind nicht nur sachlich falsch, sondern gefährlich für das Vertrauen in die freie Therapiewahl und die berufliche Existenz vieler Heilpraktiker.

    Gezielte Diffamierung statt sachlicher Kritik
    Mit Formulierungen wie „Quacksalber“ und „blutiges Portemonnaie Schröpfen für etwas, was nicht wirkt“ wird bewusst der Eindruck erweckt, Heilpraktiker wären systematisch unseriös und schädlich. Der Vergleich „Natürlich sind nicht alle HeilpraktikerInnen unseriös, aber auch nicht alle Zuhälter sind unseriös“ überschreitet eindeutig die Grenze zur bewussten Verächtlichmachung und stellt eine massive Herabwürdigung eines gesetzlich anerkannten Heilberufs dar. Das ist kein kritischer Diskurs, sondern kalkulierte Rufschädigung.

    Angriff ohne Fachkompetenz
    Jan Böhmermann besitzt keinerlei medizinische oder therapeutische Qualifikation, bricht ein Studium der Geistes- und Sozialwissenschaften ab und erhebt sich dennoch zum Richter über medizinische und naturheilkundliche Fachfragen. Wer nie mit schwerkranken Menschen gearbeitet hat, nie Verantwortung in Diagnose und Therapie getragen hat, sollte sich nicht anmaßen, Berufsgruppen, die täglich Verantwortung für reale Patienten tragen, pauschal als gefährlich und nutzlos abzustempeln. Diese Form der Selbstgerechtigkeit ist ein Musterbeispiel für elitäres „von oben herab“-Denken, das den Boden einer fairen demokratischen Debatte verlässt.

    Fakten zur Heilpraktikerqualifikation
    Die Realität widerspricht der inszenierten Lächerlichmachung:
    • Die Heilpraktikerüberprüfung durch die Gesundheitsämter ist anspruchsvoll, 40–60% scheitern.
    • Rund 62% der Heilpraktiker hatten bereits einen medizinischen Gesundheitsberuf, 35% einen Hochschulabschluss, 58% die allgemeine Hochschulreife.
    • 82% haben vor der Überprüfung eine intensive Ausbildung an Heilpraktikerschulen absolviert.
    Wer diese Fakten ignoriert und mit einem billigen „Heilpraktikerprüfung für Dummies“-Gag arbeitet, betreibt keine Aufklärung, sondern bewusste Desinformation zur Diskreditierung eines Berufsstandes.
    Realität in der Praxis: Wirksamkeit und Patientenzufriedenheit
    Jeden Tag finden rund 128.000 Patientenkontakte in Heilpraktikerpraxen statt – freiwillig, aus Überzeugung und häufig nach enttäuschenden Erfahrungen in anderen Versorgungsstrukturen. Bewertungsplattformen berichten immer wieder von hoher fachlicher Kompetenz, spürbarer Besserung chronischer Beschwerden, gründlicher Diagnostik und einfühlsamer, ganzheitlicher Begleitung. Wer diese breite positive Erfahrungslage ignoriert und Heilpraktiker pauschal als Placebo-Anbieter abtut, erklärt implizit Hunderttausende zufriedene Patienten zu uninformierten Täuschungsopfern – das ist anmaßend und respektlos.

    Faire Bezahlung statt „blutiges Portemonnaie“
    Heilpraktiker tragen sämtliche Kosten für Praxis, Fortbildung, Versicherungen und Altersvorsorge selbst, und übliche Stundensätze von 60–120 € liegen im unteren Bereich freiberuflicher Honorare. Das polemische Schlagwort vom „rapidem Geldschwund“ ist nichts anderes als Stimmungsmache und verschweigt, dass viele Patienten die Behandlung aus eigener Tasche zahlen, weil sie den Wert der naturheilkundlichen Arbeit kennen und schätzen.

    Einordnung und klare Position der Union Deutscher Heilpraktiker
    Die Union Deutscher Heilpraktiker weist die in der Sendung erhobenen Unterstellungen entschieden zurück. Wer ohne Fachkenntnis, ohne Belege und mit verzerrten Beispielen einen ganzen Berufsstand moralisch und intellektuell an den Pranger stellt, trägt zur Verrohung der Debattenkultur und zur Spaltung der Gesellschaft bei – genau darauf weist auch Jacob Augstein mit seiner Kritik am verheerenden Einfluss Böhmermanns auf das demokratische Klima hin. Augstein bezeichnete Böhmermann bei einem Interview von Paul Ronzheimer am 20.12.25 als „Schlimmsten von allen“. Der ZDF-Satiriker habe einen „verheerenden Einfluss“ auf das Denken vieler Menschen und eine ebenso „verheerende Wirkung auf das demokratische Klima in diesem Land“. Er zeichne sich durch „das woke Denken, dieses Ausschließer-Denken, das Rechthaber-Denken, dieses Eliten-Denken“ aus, bemängelte Augstein. „Das halte ich für eine echte Katastrophe, weil es die Gesellschaft spaltet und weil das den Weg verbaut, um noch zu gemeinsamen Gesprächen und Lösungen zu kommen.“

    Die Union Deutscher Heilpraktiker, Landesverband Hessen, fordert:
    • Respekt vor der freien Therapiewahl der Bürger.
    • Eine faktenbasierte Diskussion über Heilpraktikerberuf und Naturheilverfahren statt medialer Hinrichtungen.
    • Ein Ende der pauschalen Verächtlichmachung gesetzlich zugelassener Heilberufe.
    Heilpraktiker lassen sich nicht zum Schweigen diffamieren.
    Sie werden auch weiterhin verantwortungsvoll, fachlich fundiert und mit großer Hingabe für ihre Patienten da sein – mit oder ohne Applaus aus Satire-Redaktionen.
    Dr. rer. nat. Klaus Zöltzer, Heilpraktiker, Dipl.-Physiker
    1. Vorsitzender Union Deutscher Heilpraktiker, LV Hessen
    Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Deutschen Naturheilbundes
    Christina Orth, Heilpraktikerin, Dipl.-Biologin
    2. Vorsitzende Union Deutscher Heilpraktiker, LV Hessen
    Geschäftsstelle Union Deutscher Heilpraktiker, Landesverband Hessen e.V.
    Waldstraße 21, 61137 Schöneck
    Telefon: 06187 / 8428 – kontakt@udh-hessen.de

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