Die maßgeblichen Homöopathie-Verbände hatten eine laufende Bundestagspetition des Watchblog gestoppt (Details). Jetzt fordert der Homoeopathiewatchblog genau diese Verbände weils hilft, DZVHAE, VKHD, BDH auf, eine neue Petition aktiv zu unterstützen und ihren Boykott gegen die Petition zu beenden.
Meine Worte an diese Verbandsvorstände: „Mir als Patient liegt die Homöopathie am Herzen – nicht interne Befindlichkeiten und Eitelkeiten von Homöopathie- und Anthroposophie-Vorständen. Deshalb habe ich kurzfristig eine neue Petition im Rahmen der Mitmachkampagne #rettedeinehomöopathie auf der Plattform openPetition gestartet.“
Das es bei Verbänden auch anders geht, zeigt der Heilpraktikerverband FDH: Er hatte für die Homöopathie-Gemeinschaft mobilisiert und Heilpraktiker aufgerufen, sich an Aktionen zu beteiligen (Link).
Die Sachlage bei weils hilft, DZVHAE, VKHD, BDH ist klar: Wer wie sie eine Petition verhindert, muss anschließend selbst für Sichtbarkeit der neuen Petition sorgen.
Der Hintergrund: Der Watchblog hatte am 30. März eine Petition beim Bundestag gestartet und darüber Weils hilft, DZVhÄ sowie VKHD informiert. Auf Wunsch von Weils hilft und dem DZVhÄ sowie VKHD wurde diese Petition gestoppt – mit der Begründung, die Verbände würden eine eigene Petition organisieren und könnten besser mobilisieren.
Diese Ankündigung der Homöopathie-Verbände wurde nicht umgesetzt. Stattdessen wurde öffentlich erklärt, eine neue Petition könne dem Image bestehender Kampagnen schaden. Der Effekt: Die ursprüngliche Petition ist weg, eine neue gab es zunächst nicht.
Vor dem engen politischen Zeitplan – Gesetzentwurf am 16. April, Kabinett am 29. April, Bundestag im Mai, Entscheidung am 10. Juli – hat der Watchblog daraufhin kurzfristig selbst eine neue Petition auf openPetition gestartet.
Jetzt richtet sich die Forderung direkt an die Verbände: Sie sollen diese Petition aktiv verbreiten.
Die folgende E-Mail ging heute an die Vorstände von weils hilft, DZVHAE, VKHD, BDH.
E-Mail im Wortlaut:
Anfang der weitergeleiteten Nachricht:
Von: „christian.j.becker.redaktion@homoeopathiewatchblog.de“ christian.j.becker.redaktion@homoeopathiewatchblog.de
Betreff: Petition #rettedeinehomöopathie – Ihre Verbände in der Verantwortung
Datum: 24. April 2026 um 10:49:12 MESZ
An: ‚ mona.koelsch@dzvhae.de, DZVhÄ – Ulf Riker ulf.riker@dzvhae.de, „Stefan Schmidt-Troschke | GESUNDHEIT AKTIV e.V.“ schmidt-troschke@gesundheit-aktiv.de, Christian Blumbach blumbach@bdh-online.de, „Stefan Reis (VKHD)“ sr@vkhd.de, RALF DISSEMOND rd@vkhd.de, cc@vkhd.de
Sehr geehrte Damen und Herren Vorstände Kölsch, Riker, Schmidt-Troschke, Blumbach, Reis, Dissemond, Classen etc.,
ich informiere Sie über den aktuellen Stand der Petition #rettedeinehomöopathie – und stelle die Abläufe der letzten Tage klar.
Der Homoeopathiewatchblog hatte am 30.3. eine Petition beim Deutschen Bundestag gestartet. Ich hatte dazu Weils hilft (Schmidt-Troschke), DZVHAE (Kölsch, Riker) und den VKHD (Dissemond) schriftlich informiert.
Auf schriftlichen Wunsch von Weils hilft! und Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte habe ich diese Petition gestoppt.
Das Argument, das mir von Herrn Schmidt-Troschke als Geschäftsführer von Weils hilft als Anthroposophenverband schriftlich vorgetragen wurde, war eindeutig:
Die Homöopathie-Verbände würden eine eigene Petition starten und aufgrund ihrer Strukturen besser mobilisieren können.
Ich bin diesem Argument von Weils hilft und DZVHAE gefolgt und habe die Bundestagspetition zurückgezogen. Einen Tag später stand fest: Es wird keine Petition der Homöopathie-Verbände geben.
Als Begründung erklärte Herr Troschke mir schriftlich und zusätzlich öffentlich bei einer Youtube-Konferenz u.a., dass eine neue Petition aus der Homöopathie-Gemeinschaft das Image von „Weils hilft!“ und dessen Petition aus dem Jahr 2024 beschädigen könne und er nicht denke, dass die Verbände genug mobilisieren könnten.
Ich halte das für eine nicht nachvollziehbare Prioritätensetzung.
Der politische Zeitrahmen ist eng: Am 16. April wurde der Gesetzentwurf vorgelegt, am 29. April ist die Kabinettsbefassung vorgesehen, im Mai folgt die erste Lesung im Bundestag, die Entscheidung ist für den 10. Juli geplant.
Mir als Patient liegt die Homöopathie am Herzen – nicht interne Befindlichkeiten und Eitelkeiten von Homöopathie- und Anthroposophie-Vorständen. Deshalb habe ich kurzfristig eine neue Petition im Rahmen der Mitmachkampagne #rettedeinehomöopathie auf der Plattform openPetition gestartet. Die Petition richtet sich gegen die geplante Streichung der Homöopathie aus den freiwilligen Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen.
Das ist die Phase, in der öffentliche Sichtbarkeit noch Einfluss haben kann.
Ich fordere daher öffentlich Weils hilft!, Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte, Bund Deutscher Heilpraktiker und Verband klassischer Homöopathen Deutschlands auf, diese Petition öffentlich und aktiv zu bewerben.
Das ist die logische Konsequenz aus Ihrer Entscheidung, die erste Petition vom 30.3. beim Bundestag zu stoppen.
Wenn diese Unterstützung ausbleibt, liegt die Verantwortung für das Scheitern der Petition – und für ein mögliches GKV-Aus der Homöopathie – bei Weils hilft!, Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte, Bund Deutscher Heilpraktiker und Verband klassischer Homöopathen Deutschlands.
Link zur Petition:
https://www.openpetition.de/petition/online/rettedeinehomoeopathie-sagen-sie-nein-zur-streichung-von-homoeopathie-bei-krankenkassen
Mit freundlichen Grüßen
Christian J. Becker
Dipl. oec. troph. | Gesundheitsjournalist
Redaktion Homoeopathiewatchblog.de
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