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Deutschland in der Dauerkrise: Hauptstadt ohne Strom – aber CDU, Grüne, SPD und Linke kämpfen gegen Homöopathie und inszenieren „Wag the Dog“ Teil 2

Realität vs. Symbolpolitik

Es gibt Momente, in denen man sich fragt, ob Politik und Wirklichkeit noch etwas miteinander zu tun haben. Während in Deutschland spürbar Sand im Getriebe steckt, liefern sich Parteien hitzige Debatten über Homöopathie. Als ginge es um den Kern unserer Sicherheits-, Finanz- oder Sozialpolitik.

Professor Thomas Jäger brachte es heute mit Blick auf den tagelangen Stromausfall in der Hauptstadt in einem Satz auf den Punkt: „In Berlin wird gerade dokumentiert, wie wenig Deutschland auf ernsthafte Gefährdungen vorbereitet ist.“

Wo es wirklich brennt

Man muss nicht lange suchen, um Beispiele zu finden. In Berlin fällt nach einem Anschlag seit Tagen der Strom großflächig aus: Durch einen Brand an einer Kabelbrücke sind seit Tagen und voraussichtlich noch für mehrere Tage Zehntausende Haushalte und Tausende Betriebe ohne Elektrizität – mitten im Winter, bei Schnee und frostigen Temperaturen. Teilweise lebten Menschen mehrere Tage ohne Strom, Heizung und Internet, weil die Reparatur der beschädigten Hochspannungskabel Tage dauern kann. Turnhallen öffnen Notunterkünfte, Suppenküchen werden eingerichtet. Nachbarn helfen Nachbarn mit Wärmestuben. Pflegeheime, soziale Einrichtungen, kleine Betriebe – alle kämpften plötzlich ums Durchhalten. Die Realität in Berlin erinnern viele Senioren an Zeiten des Weltkrieges. Keine Heizung, nichts zu essen, dunkle Strassen, Polizei auf den Strassen gegen Einbrüche.

Der Ausfall in Berlin zeigt, wie dünn die Sicherheitsnetze sind. Wenn Grundversorgung wackelt, wird es schnell existenziell. Was macht die Politik?

Und es ist kein Einzelfall: Anschläge und Sabotageakte auf Bahn- und Energieinfrastruktur haben zuletzt gezeigt, wie verwundbar Deutschland geworden ist. Versorgung und Mobilität geraten schon bei relativ kleinen Störungen ins Schleudern. Was macht die Politik?

Parallel kollabiert unser Gesundheitssystem Stück für Stück. Pflegeheime sperren Betten, weil Personal fehlt. Pflegekräfte sind am Ende ihrer Kräfte. Versicherte zahlen immer mehr und stehen gleichzeitig vor überfüllten Notaufnahmen und langen Wartezeiten. Es sind nicht nur Einzelfälle. Es ist das Bild eines Systems am Anschlag. Was macht die Politik?

Das alles passiert gleichzeitig. Und es ist real.

Eine ehrliche Feststellung – und verrutschte Prioritäten

Vor diesem Hintergrund wirkt eine Aussage des Politiker und ehemaligen Parteivorsitzenden Omid Nouripour bemerkenswert ehrlich. Er sagte der FAZ: „Die Welt da draußen brennt, die Ukraine kämpft ums Überleben, die Regierung kriselt, der Klimawandel schlägt durch – darauf wollen die Menschen unsere Antworten wissen und doch nicht, wie wir zur Homöopathie stehen.“

Man spürt: Da meldet sich jemand, der ahnt, dass die Prioritäten verrutschen.

„Wag the Dog“ – und warum das so gut passt

Viele kennen den amerikanischen Spielfilm Wag the Dog von 1997 mit Robert De Niro und Dustin Hoffmann vielleicht noch nicht (Link zum Film). Die Handlung ist schnell erzählt: Eine Regierung steckt in Schwierigkeiten, hat keine Lösungen für echte Probleme – und inszeniert deshalb als PR-Event einen künstlichen Krieg, um die Öffentlichkeit abzulenken und Stärke vorzutäuschen. Die Schlagzeilen des Scheinkrieges sollen die Realität überdecken.

Überträgt man dieses Muster nach Deutschland, wirkt es erschreckend vertraut. CDU, Grüne, SPD und Linke ringen sichtbar mit großen Problemen: Energie, Sicherheit, Migration, Pflege, Finanzen. Statt diese Baustellen konsequent anzugehen, wird ein vermeintlich „einfaches“ Thema hochgezogen. Plötzlich entsteht ein politischer „Krieg“ gegen Homöopathie.

Genau wie im Film:
Nicht das echte Problem steht im Mittelpunkt, sondern eine inszenierte Auseinandersetzung, die Stärke signalisieren soll – ohne die wirklichen Krisen lösen zu müssen.

Was macht die Politik? Globuli bekämpfen, „Wag the Dog“ Teil 2 inszenieren

Homöopathie, das bequeme Feindbild

Wenn es knirscht, wenn Vertrauen bröckelt, wenn Antworten fehlen, suchen sich Parteien ein symbolisches Thema. Eines, bei dem man Haltung zeigen kann, das moralische Punkte bringt und Schlagzeilen garantiert. Und Homöopathie wird genau dazu gemacht. Nicht als medizinische Frage. Sondern als Projektionsfläche.

Dabei wird ausgeblendet: Patienten mit guten Erfahrungen. Ärzte und Heilpraktiker, die verantwortungsvoll arbeiten. Hersteller, die streng regulierte Arzneimittel produzieren. Und eine Bevölkerung, die sich eine respektvolle Therapiedebatte wünscht – statt eines Stellvertreterkrieges.

Die offenen Flanken bleiben offen

Währenddessen bleibt das, was brennt, ungelöst: ein überlastetes Gesundheitssystem. Pflegekräfte steigen aus. Kliniken verschieben Investitionen. Regionen verlieren Versorgung. Patienten fühlen sich allein gelassen. Dazu Unsicherheit bei Energie, Infrastruktur und Digitalisierung. Jeder Ausfall zeigt, wie fragil vieles geworden ist.

Das eigentliche Problem ist also nicht Homöopathie. Es ist der politische Reflex, ein Nebenfeld zur Hauptarena zu erklären. Ein „Wag the Dog“-Moment: Man zeigt auf Globuli – damit niemand zu genau hinschaut, warum Reformen stocken und Verantwortung vertagt wird.

Für die Homöopathie wird es gefährlich

Für die Homöopathie-Gemeinschaft ist das mehr als ärgerlich. Es ist gefährlich. Wer still bleibt, wird schnell zum leichten Ziel. Sich wehren heißt nicht: laut werden. Es heißt: sichtbar sein. Fakten zeigen. Patienten zu Wort kommen lassen. Forschung erklären. Ärztliche und heilpraktische Erfahrung einordnen. Homöopathie ist kein politisches Spielzeug, sondern gelebte Therapiewirklichkeit.

Respekt statt Kulisse

Es geht um Fairness. Um Respekt vor Lebensentscheidungen. Und um eine Debatte, die nicht künstlich großgezogen wird, nur um Schlagzeilen zu produzieren. Wenn Politik Vertrauen zurückgewinnen will, muss sie reale Herausforderungen lösen: Sicherheit, Versorgung, Pflege, Stabilität im Gesundheitswesen. Dort entscheidet sich Glaubwürdigkeit. Nicht in symbolischen Kämpfen gegen Globuli.

Raus aus der Unsichtbarkeit

Deshalb braucht es jetzt eine selbstbewusste Antwort der Homöopathie-Gemeinschaft. Raus aus der Ecke, raus aus der Defensive, raus aus der Unsichtbarkeit. Zeigen, wer man ist. Erklären, was man tut. Mitreden, wenn über Gesundheit gesprochen wird. Klar, sachlich, freundlich – und entschlossen. Sonst wird Homöopathie weiter zur „Wag the Dog“-Kulisse von CDU, Grünen, SPD und Linken. Und das wäre unfair – gegenüber Patienten, Therapeuten und allen, die seriös arbeiten.

Zeit, den Vorhang zu lüften. Zeit für mehr Mut.
Zeit für mehr Sichtbarkeit für die Homöopathie.
Zeit für mehr Mitmachkampagne #rettedeinehomöopathie (Link) und weniger Unsichtbarkeit. Hier können Sie die Details lesen.


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Ihr
Christian J. Becker
Gesundheitsjournalist, Blogger

Aktiv für die Homöopathie seit 2018
mit dem
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