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Homöopathische Ärztin rügt Vorstand der Carstens-Stiftung für „Falschaussagen“ zur Homöopathie

Die Carstens-Stiftung wurde von der Ärztin Dr. Veronica Carstens gegründet, um die Homöopathie zu fördern. Ihr heutiger Vorstand Prof. Andreas Michalsen fällt jedoch immer wieder durch Homöopathie-kritische Äußerungen auf.

So sagte Michalsen kürzlich in einem Interview über die Wirksamkeit von Homöopathie: „Sicherlich ist der unspezifische Effekt, der Placeboeffekt ein wichtiger Punkt in der Erklärung. Aus der Placeboforschung ist bekannt, dass Scheinmedikamente genau wie, Empathie, Resonanz zwischen Arzt und Patient sowie bestimmte therapeutische Rituale Selbstheilungskräfte aktivieren können.“ Diese Äußerung ist kein einmaliger Ausrutscher, sondern hat Strategie, wie weitere Zitate von ihm zeigen (unten im Artikel).

Die Vorständin Ulrike Fröhlich von der ärztlichen Hahnemann-Gesellschaft kritisiert den Stiftungs-Vorstand Prof. Michalsen offen in einem Statement gegenüber dem Homoeopathiewatchblog. Sie rügt Michalsen mit den Worten: „Prof. Michalsen, Vorstand der Stiftung trifft öffentlich Falschaussagen zur Evidenz der Homöopathie mit der vermutlichen Absicht, für Naturheilverfahren dafür Vorteile zu erreichen. Für solches Geschacher war zu meiner Studierendenzeit in der Stiftung niemals Platz gewesen im Diskurs.Wie ein Altmitglied von Natur& Medizin, dem Förderverein der Stiftung, in einem Gespräch auf den Punkt bringt: „Frau Dr. Carstens würde sich im Grabe umdrehen, um die jetzige Entwicklung.“

Auslöser der Diskussion um die Haltung der Carstens-Stiftung war die Vorstands-Entscheidung, die personelle Unterstützung der Nachwuchsförderung durch die Carstens-Stiftung einzustellen (Bericht im Watchblog).

Professor Andreas Michalsen fällt immer wieder durch Homöopathie-Kritik auf. Der Tagesspiegel schreibt über ihn (22.8.2018, Link): „Andreas Michalsen, der die Stiftungsprofessur für klinische Naturheilkunde innehat, bestreitet nicht, dass hochpotenzierte, also extrem stark verdünnte Substanzenin der Homöopathie keine Wirkung haben. Es handle sich bestenfalls um ein „Super-Placebo“, sagt er. 

Im Interview mit der Zeitschrift National Geographic sagt Prof. Andreas Michalsen (27.12.2018, Link): „Natürlich ist die Theorie der Homöopathie völlig unglaubwürdig. …. Homöopathie ist wahrscheinlich ein Superplacebo.“

Der Begriff des „Superplacebo“ wird auch von der Anti-Homöopathie-Lobby Die Skeptiker gerne genutzt, beispielsweise von deren Lobbyistin Natalie Grams in einem Anti-Homöopathie-Buch.

Innerhalb der Carstens-Stiftung gibt es offenbar unterschiedliche Ansichten zur Homöopathie. Die Stiftung hat neben dem Homöopathie-Kritiker Prof. Michalsen mit dem Referenten Dr. Jens Behnke gleichzeitig auch einen der profundesten Kenner von Studien zur Homöopathie, der sich öffentlich stark für Homöopathie einsetzt, z.B. auf Twitter.

 

 


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