Kurzfassung für Schnellleser
Am Tag nach dem Kabinettsbeschluss zum GKV-Aus der Homöopathie am 29. April wird der offene Brief des Homoeopathiewatchblog heute am 30. April an Gesundheitsministerin Nina Warken übergeben – als direkte Reaktion auf die gestrige Regierungsentscheidung. 820 Freunde der Homöopathie haben sich daran mit ihrer Unterschrift beteiligt (Link). Der Brief bündelt Erfahrungen, Positionen und Erwartungen von Patienten, Ärzten, Heilpraktikern und Herstellern – und zeigt: Die Homöopathie-Gemeinschaft ist sichtbar und meldet sich zu Wort.
Ein Signal aus der Homöopathie-Gemeinschaft an die Politik
Am 29. April hat das Bundeskabinett beschlossen, Homöopathie aus den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen zu streichen. Heute wird der offene Brief aus dem Homoeopathiewatchblog an Gesundheitsministerin Nina Warken übergeben – als unmittelbare Reaktion auf diesen Beschluss.
Der offene Brief wurde vom Homoeopathiewatchblog initiiert, um die Stimmen seiner Leser zu bündeln und sichtbar zu machen. Der Watchblog versteht sich dabei als Plattform, die Erfahrungen, Positionen und Rückmeldungen aus der Homöopathie-Gemeinschaft aufgreift und in die Öffentlichkeit trägt. Beispielsweise greifen Medien die Inhalte des Watchblog auf und verstärken so seine Wirkung als eine starke Stimme der Homöopathie: Das reichweitenstärkste Nachrichtenmagazin FOCUS (719 Millionen Seitenaufrufe pro Jahr) hatte im April ausführlich eine Patientenstimme pro Homöopathie aus dem Watchblog zitiert (Link).
Der Watchblog hatte den Offenen Brief am 30. März initiiert – noch am selben Tag, als die Finanzkommission Gesundheit vorgeschlagen hatte, die Homöopathie zu streichen. Adressiert ist der Brief an Gesundheitsministerin Nina Warken, da das Bundesministerium für Gesundheit den Gesetzentwurf zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz vorgelegt und die politische Linie im Kabinett vertreten hat. Die Übergabe richtet sich damit an die Stelle, an der die Entscheidung entstanden ist und verantwortet wird.
820 Menschen haben den Brief unterzeichnet. Sie kommen aus unterschiedlichen Bereichen – aus Praxen, aus Familien, aus ihrem persönlichen Gesundheitsalltag und aus Unternehmen der Branche. Was sie verbindet: eigene Erfahrung mit Homöopathie und der Wunsch, diese Form der Behandlung weiter nutzen zu können.
Der offene Brief ist damit mehr als ein Text. Er ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass sich die Homöopathie-Gemeinschaft zu Wort meldet.
Warum Menschen unterschrieben haben
Die Unterschriften mit Kommentaren unter dem offenen Brief zeigen, warum Menschen sich beteiligt haben. Die folgenden Stimmen sind zufällig ausgewählte Beispiele aus den Kommentaren – von Ärzten, Heilpraktikern, Patienten und Herstellern. Alle Unterzeichner haben ihre Unterstützung öffentlich dokumentiert. Die vollständigen Unterschriften sind im Kommentarbereich unter dem ursprünglichen Artikel einsehbar (Link). Sie geben Einblick in konkrete Erfahrungen – aus der Praxis, aus der Familie, aus dem eigenen Leben.
Sonnhild D., Ärztin, schreibt:
„Ich unterstütze und befürworte den Inhalt dieses offenen Briefes mit meinem Namen und meinen langjährigen Erfahrungen als niedergelassene homöopathische Ärztin und selbst auch Patientin.“
Dr. Wolfgang F., Arzt, schreibt aus Peru und berichtet aus seiner Praxis:
„Ich arbeite fast ausschließlich seit 30 Jahren in eigener homöopathischer Praxis und das in Peru. Die Menschen kommen nur zu mir, weil sie die besseren Resultate im Vergleich zur Schulmedizin einfach sehen und viel kostengünstiger ist es sowieso.“
Adrian P., Heilpraktiker, beschreibt den Alltag:
„Seit vielen Jahren erlebe ich die beeindruckende Unterstützung durch die Homöopathie für meine Patienten und meine Familie.“
Ulrike C., Patientin, blickt auf Jahrzehnte zurück:
„Seit über 50 Jahren haben mir und meiner Familie homöopathische und anthroposophische Therapien in vielen Fällen geholfen.“
Ilona P., Patientin, formuliert es so:
„Homöopathie und Komplexheilmittel sind eindeutig erfahrungsgemässig wirksam und ein wichtiges Gesundheitselement, jahrzehntelang bewährt.“
Ilse B. S., Heilpraktikerin, bringt die Perspektive aus der Praxis ein:
„31 Jahre Naturheilpraxis mit großem Erfolg! … Menschen müssen entscheiden dürfen, welche gesundheitliche Hilfeleistung sie bevorzugen.“
Pia S., Patientin, beschreibt ihre persönliche Erfahrung:
„Ich stünde heute nicht da, wo ich jetzt stehe – dank der Homöopathie!“
Heidi H., Heilpraktikerin, schreibt:
„Seit 45 Jahren heile ich mit Homöopathie und die Ergebnisse sind phantastisch.“
Joska F., Heilpraktiker, ergänzt:
„In dieser Zeit habe ich tausende Patienten mit der Homöopathie behandelt und ihnen oftmals helfen können.“
Auch aus der Herstellersicht kommt Unterstützung: Dr. med. Ricarda Fackler, Geschäftsführerin eines homöopathischen Arzneimittelherstellers, schreibt:
„Ich unterstütze und befürworte den Inhalt dieses offenen Briefes mit meinem Namen.“
Diese Stimmen zeigen, was Homöopathie für viele Menschen bedeutet: Erfahrung, Vertrauen und konkrete Anwendung im Alltag.
Ein gemeinsamer Moment
Die heutige Übergabe des offenen Briefs bündelt diese Stimmen in einem Moment. 820 Unterschriften stehen für eine Gemeinschaft, die ihre Erfahrungen teilt und ihre Position sichtbar macht.
Der offene Brief bleibt damit ein öffentliches Dokument (Link): für Patienten, für Ärzte, für Heilpraktiker und für Unternehmen – und für alle, die sich mit dem Thema befassen.
Wie es weitergeht
Mit dem Kabinettsbeschluss beginnt das parlamentarische Verfahren im Bundestag. In den kommenden Wochen wird das Gesetz beraten. Die Stimmen aus dem offenen Brief bleiben dabei Teil der öffentlichen Diskussion. Sie zeigen, dass Homöopathie für viele Menschen ein fester Bestandteil ihrer Gesundheitsversorgung ist. Und der Offene Brief an die Ministerin von 820 Homöopathie-Freunden im Homoeopathiewatchblog zeigt, dass diese nicht aufgeben und der Blog ihre Stimmen der Politik zu Gehör bringt.
Wie sich Leser des Watchblog weiter an politischen Aktionen beteiligen können
Wenn Sie sich weiter an Aktionen in Richtung Politik beteiligen möchten, zeigen sich aus meiner Erfahrung als Gesundheitsjournalist zwei zentrale Punkte.
Entscheidend ist, dass Aktionen an die politische Stellen gehen, an denen Inhalte gesteuert werden. Das sind im aktuellen Verfahren das Bundesministerium für Gesundheit sowie die zuständigen gesundheitspolitischen Sprecher der Koalition – insbesondere Gesundheitsministerin Nina Warken (daher der offene Brief an sie) sowie die Berichterstatter Simone Borchardt (CDU) und Christos Pantazis (SPD). An diese beiden richtet sich auch der Protestbrief im Homoeopathiewatchblog (Link), den der Watchblog für seine Leser als Mustertext mit Mailadressen zum Mitmachen gestaltet hat. Der Brief kann von jedem Leser direkt übernommen und per Mail versendet werden – das dauert eine Minute.
Warum nicht an andere prominente Politiker, etwa Fraktionsvorsitzende wie Jens Spahn? Weil die politische Mehrheitslage bereits feststeht. In CDU/CSU und SPD gibt es eine klare Mehrheit für den eingeschlagenen Kurs gegenüber der Homöopathie. Diese Mehrheit trägt den Kabinettsbeschluss und wird ihn im Bundestag umsetzen.
Fraktionsvorsitzende organisieren diese Mehrheiten in den Fraktionen und sichern die Abstimmung. Sie steuern die Macht und Mehrheit in der Fraktion, nicht die inhaltliche Ausgestaltung einzelner Regelungen. Die Fraktionsvorsitzenden von Union und SPD sind die falschen Ansprechpartner, um das Gesetz noch zu ändern, da Jens Spahn keine Gesetze ändern kann, sondern Mehrheiten in der Union organisiert.
Für Aktionen bedeutet das: Wirksamkeit entsteht dort, wo Inhalte gestaltet werden (von Warken, Borchardt, Pantazis) – nicht dort, wo Mehrheiten in den Fraktionen (von Spahn etc.) organisiert werden.
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Ihr
Christian J. Becker
Gesundheitsjournalist, Blogger
Aktiv für die Homöopathie und Heilpraktiker seit 2018 mit dem
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