Ein Vorschlag an die Verbände: Dialogforum Gesundheit 2040 – Schwerpunkt Homöopathie
Vor wenigen Tagen habe ich hier im Homoeopathiewatchblog – im Rahmen der Mitmachkampagne #rettedeinehomöopathie – einen Rettungsplan vorgestellt: Was Verbände und Hersteller jetzt konkret tun könnten, um die Homöopathie politisch zu stabilisieren und handlungsfähig zu bleiben. Wer ihn nachlesen möchte, findet ihn hier:
Der Gedanke, den ich heute weiterführe, knüpft daran direkt an: Wenn wir nicht ständig nur reagieren wollen, braucht die Homöopathie einen klar strukturierten Gesprächsrahmen mit der Politik. Kein symbolischer Auftritt. Kein Strohfeuer. Sondern ein Prozess, der Ordnung schafft. Hier folgt eine Idee des Homoeopathiewatchblog für einen strukturierten Dialog mit der Politik.
Worum es gehen sollte: Fakten statt Lagerkampf
Die politische Debatte reduziert Homöopathie oft auf ein Ja-oder-Nein-Thema. Die Versorgungsrealität ist komplexer: Millionen Patienten nutzen Homöopathie ergänzend. Ärztinnen und Heilpraktiker integrieren sie verantwortungsvoll in Behandlungen. In anderen Ländern ist sie reguliert in die Versorgung eingebettet.
Spannend ist: Die wissenschaftliche Basis ist international dieselbe. Unterschiedlich sind die politischen Entscheidungen auf derselben Grundlage:
• In Indien ist Homöopathie staatlich integriert – mit Kliniken, Forschung und universitärer Ausbildung.
• In der Schweiz wurde sie bewertet, reguliert und fair eingebunden.
• In Deutschland dagegen wird sie zunehmend symbolpolitisch verhandelt. Hier droht das Aus bei Krankenkassen und das Verbot als Arzneimittel.
Das zeigt: Nicht die Daten unterscheiden sich – sondern der Umgang mit ihnen. Genau hier setzt die Idee eines Dialogforums an.
Vorschlag von #rettedeinehomöopathie an die Verbände:
Ein „Dialogforum Gesundheit 2040 – Schwerpunkt Homöopathie“
Dieses Forum wäre kein PR-Event, sondern ein moderierter Prozess über mehrere Sitzungen. Beteiligte sollten sein:
• Wissenschaft
• Politik
• Selbstverwaltung
• Patientenvertretungen
• kritische Stimmen
• internationale Expertinnen und Experten
Ziel:
Missverständnisse ausräumen, Daten transparent machen, Verantwortungsbereiche klären – und definieren, wie Homöopathie verantwortungsvoll eingebunden bleibt.
Drei Leitfragen könnten strukturieren:
Versorgungsrealität: Wo wird Homöopathie eingesetzt – und welche Erfahrungen liegen vor, national wie international?
Evidenzintegration: Wie lassen sich Studien, Register, Versorgungsforschung und Kostenanalysen fair und nachvollziehbar einbeziehen?
Rahmenbedingungen: Wie sichern wir Qualität, Patientenschutz und kontinuierliche Evaluation?
Es geht nicht um ein Pro-/Contra-Tribunal. Es geht darum, politische Entscheidungen nachvollziehbar zu machen.
Warum jetzt?
Weil die Alternative klar ist: Wenn die Homöopathie nicht selbst an den Tisch kommt, wird über sie entschieden. Pauschale politische Maßnahmen lösen keine Versorgungsfragen. Sie verlagern Probleme – und nehmen Gestaltungsmöglichkeiten.
Ein Dialogforum wäre dagegen ein Signal:
Die Homöopathie ist bereit, sich transparent messen zu lassen – wie andere Verfahren auch.
Wer dieses Forum anstoßen sollte
Aus meiner Sicht braucht es eine gemeinsame Initiative der Fachverbände – mit klarem wissenschaftlichen Fokus:
• koordiniert
• professionell
• wissenschaftlich begleitet
Nicht gegeneinander. Gemeinsam.
Ich halte es für richtig, wenn die Verbände die Politik zu einem ersten Orientierungsgespräch einladen und das Forum aufsetzen. Ein entsprechender Vorschlag des Homoeopathiewatchblog liegt in Grundzügen bereits auf dem Tisch.
Was dieses Forum nicht ist
Es ist keine Lobbyschau. Es ist keine Verteidigungsrede. Und es ist kein Schönreden. Es ist ein Arbeitsrahmen: Ordnung in Evidenz, Versorgung und Regulierung bringen – bevor Symbolpolitik Fakten schafft.
Ausblick
Wenn Politik, Wissenschaft und Versorgung sich auf einen solchen Rahmen einigen, könnte das die Debatte drehen: Weg vom Dauerstreit – hin zu gestaltbarer Verantwortung.
Ich bin überzeugt: Die Homöopathie-Gemeinschaft hat das Know-how und die Ernsthaftigkeit dafür.
Jetzt braucht es nur noch den Mut, diesen Prozess offen, transparent und verlässlich zu beginnen.
Der Ball liegt bei den Verbänden.
Wie es hier weitergeht
Sollte ein Dialogforum – als Idee des Homoeopathiewatchblog und der Mitmachkampagne #rettedeinehomöopathie – tatsächlich angestoßen werden, werde ich hier im Watchblog transparent begleiten:
• Wer sitzt am Tisch?
• Was wird vereinbart?
• Welche Ergebnisse entstehen wirklich?
Denn am Ende zählt nicht, wer schreibt.
Sondern was politisch und praktisch daraus entsteht.
Dieser Artikel ist ein Teil der Mitmachkampagne #rettedeinehomöopathie.
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Ihr
Christian J. Becker
Gesundheitsjournalist, Blogger
Aktiv für die Homöopathie seit 2018
mit dem
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