Es wird oft gesagt: „Programmbeschwerden bringen nichts.“ Der Fall aus dem Herbst 2023 zeigt das Gegenteil. Damals griff ZDF Magazin Royale mit Jan Böhmermann das Thema „ritueller Missbrauch“ auf. Die Sendung arbeitete mit Zuspitzungen und Vereinfachungen, die Betroffene, Fachstellen und Experten als grob verzerrend kritisierten. Viele Zuschauerinnen und Zuschauer legten Programmbeschwerde ein – sachlich begründet, mit konkreten Kritikpunkten.
Und diesmal passierte etwas Ungewöhnliches: Das ZDF löschte die Böhmermann-Sendung von 2023. (Link zum Beweis)
Der Fernsehrat gab den Beschwerden mehrheitlich statt. Das hatte viele weitere Folgen. Das ZDF musste Stellung nehmen, der Beitrag verschwand aus der Mediathek, und die Redaktion bekam ein deutliches Signal: Meinungsfreiheit endet nicht, aber sie braucht journalistische Sorgfalt. Gerade dann, wenn Menschen oder Berufsgruppen in der Öffentlichkeit praktisch „vorgeführt“ werden.
Das ist bemerkenswert. Über Jahre galt das Verfahren der Programmbeschwerde vielen als zahnlos. 2023 zeigte: Wenn ein Gremium erkennt, dass eine Redaktion Grenzen überschreitet, kann es handeln – und es tut es auch.
Warum das für die aktuelle Anti-Heilpraktiker-Sendung von Böhmermann wichtig ist
Auch die Böhmermann-Sendung vom 19. Dezember arbeitet mit Bildern, die hängen bleiben sollen. Heilpraktiker werden nicht diskutiert, sondern verleumdet. Das ist mehr als Satire. Es prägt politische Entscheidungen, Medienberichte und Debatten in Gremien.
Genau deshalb ist die Programmbeschwerde kein Nebenschauplatz. Sie ist das einzige offizielle Instrument, mit dem Zuschauer sagen können: „So kann man mit Fakten, Menschen und Berufsgruppen nicht umgehen.“
Ob der Fernsehrat am Ende einen klaren Verstoß feststellt, ist noch offen. Doch der Fall 2023 macht Hoffnung.
Aber eines steht fest: Je mehr fundierte Beschwerden eingehen, desto schwieriger wird es, die Kritik einfach wegzuwischen. Jede Beschwerde ist dokumentiert, jede landet in den Akten – und jede zwingt das ZDF, sich mit der Kritik auseinanderzusetzen.
Jetzt ist der Moment
Wer glaubt, dass diese Darstellung von Heilpraktikern unfair ist, sollte das jetzt nicht nur denken – sondern formell mitteilen. Genau dafür ist das Verfahren da.
Hier erkläre ich den Ablauf und stelle einen Mustertext bereit:
Das ist keine Empörungsaktion.
Es ist ein sachlicher, legaler und wirksamer Weg, Verantwortung einzufordern.
Und der Fall 2023 zeigt: Manchmal verändert genau das eine ganze Sendung. Notwendig sind tausende Programmbeschwerden, sachlich und fundiert, aber deutlich.
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Christian J. Becker
Gesundheitsjournalist, Blogger
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