Offener Brief übergeben: 362 Homöopathie-Freunde wenden sich heute direkt an Cem Özdemir als Grünen-Spitzenkandidaten/ Mitmachkampagne #rettedeinehomöopathie wirkt

Heute ist der offene Brief der Homöopathie-Gemeinschaft offiziell an den Grünen-Spitzenkandidaten in Baden-Württemberg, Cem Özdemir, übergeben worden. Sie finden den übergebenen Brief mit Anschreiben unter diesem Artikel.

362 Homöopathie-Freunde haben den Brief im Homoeopathiewatchblog und Heilpraktiker-Newsblog unterzeichnet – Patienten, Nutzer homöopathischer Behandlungen, Heilpraktiker, Ärzte, Wissenschaftler und weitere Unterstützer der Homöopathie. Damit liegt erstmals vor der Landtagswahl am 8. März in Baden-Württemberg eine gebündelte Stellungnahme aus der Praxis vor, die sich direkt an einen möglichen politischen Verantwortungsträger richtet.

Denn den aktuellen Umfragen zufolge kann Cem Özdemir nach der Wahl Ministerpräsident oder Minister werden. Genau deshalb richtet sich der offene Brief bewusst an ihn. Es geht nicht um abstrakte Programmdiskussionen, sondern um die Frage, wie gesundheitspolitische Beschlüsse konkret umgesetzt werden sollen, wenn politische Verantwortung folgt.

Politische Wirkung beginnt oft vor der Übergabe

Die politische Wirkung der Aktion zeigt sich bereits jetzt.

Noch bevor der Brief offiziell übergeben wurde, hat Cem Özdemir auf eine meine Anfrage über abgeordnetenwatch reagiert (Link) und sich erstmals öffentlich zur Nutzung komplementärer Verfahren geäußert (Link). Diese Stellungnahme wäre ohne die Sichtbarkeit des offenen Briefs kaum in dieser Form zustande gekommen.

Das zeigt einen Mechanismus, der in den letzten Monaten mehrfach sichtbar wurde:
Wenn viele Stimmen der Homöopathie-Gemeinschaft mit der Aktionsplattform Homoeopathiewatchblog sichtbar werden, entsteht politischer Reaktionsdruck.

Bereits in der Auseinandersetzung um die Böhmermann-Sendung zeigte sich, dass öffentliche Dokumentation und koordinierte Kommunikation Antworten erzwingen können. Der Watchblog hat damals als Motor gewirkt – nicht als Organisation von oben, sondern als Plattform, auf der viele einzelne Stimmen sichtbar werden konnten. Gemeinsam haben Watchblog und viele Leser erreicht, dass am 13. März eine Verhandlung gegen Jan Böhmermanns Anti-Heilpraktiker-Sendung stattfindet (Link).

Um im Januar hatte der Homoeopathiewatchblog mit seinen Lesern das Thema „Staat zieht sich aus Zusatzleistungen wie Homöopathie zurück und überlässt Krankenkassen die Abschaffung/Leistungsreduzierung“ mit so viel politischen Druck veröffentlicht, dass zahlreiche Politiker sich gegenüber dem Watchblog geäußert haben: Kanzleramtsminister Thorsten Frei, Gesundheitspolitischer Sprecher der SPD Dr. Christos Pantazis, Vertreter von die Linke, der Stv. Gesundheitsausschussvorsitzende Dr. Stefan Pilsinger, der GKV-Spitzenverband etc. (Link).

Genau diese Rolle übernimmt der Watchblog auch jetzt. Als Stellvertretung für viele Menschen der Homöopathie-Gemeinschaft, die nicht schweigen wollen, sondern etwas tun wollen.

Eine Aktion von unten – nicht von oben

Der offene Brief ist keine Verbandsinitiative, kein Lobbyprojekt und keine Kampagne hinter verschlossenen Türen.

Er ist das Ergebnis einer Mitmachaktion als Teil der Mitmachkampagne #rettedeinehomöopathie, die der Homoeopathiewatchblog am 1.1.2026 gestartet hat, um sich mit seinen Lesern öffentlich für die Homöopathie und Heilpraktiker einzusetzen. Jeder konnte unterschreiben, jeder konnte seine Perspektive einbringen. Viele Unterzeichner haben persönliche Erfahrungen ergänzt, aus Praxis, Therapie oder eigener Nutzung heraus.

Damit ist der Brief keine Position „des Watchblogs“, sondern Ausdruck einer Gemeinschaft, die sichtbar werden wollte.

Politische Kommunikation funktioniert genau so: nicht durch Einzelmeinungen, sondern durch dokumentierte Stimmen, die sich bündeln.

Ein Vergleich: Den offenen Brief an KBV-Chef Andreas Gassen im Watchblog hatten 160 Homöopathie-Freunde im Dezember 2025 unterschrieben. Dass 362 Homöopathie-Freunde den Brief an Özdemir unterzeichnet haben, spricht dafür, dass die Homöopathie-Gemeinschaft wach ist und bewusst agiert, wenn es wichtig ist.

Warum diese Aktion politisch relevant ist

Der Parteitagsbeschluss der Grünen vom November 2025 zur Rolle der Homöopathie hat gesundheitspolitische Signalwirkung. Er betrifft nicht nur Programme, sondern Versorgungsrealitäten – Praxen, Patienten, Arzneimittel und Therapiefreiheit.

Wenn ein möglicher Ministerpräsident oder Minister zu diesen Fragen Stellung beziehen muss, wird aus Programmatik konkrete Politik.

Der offene Brief zwingt zu dieser Einordnung. Nicht durch Lautstärke, sondern durch Öffentlichkeit.

Danke an die Unterzeichner

Die 362 Unterschriften von Homöopathie-Freunden im Homoeopathiewatchblog und Heilpraktiker-Newsblog haben gezeigt, dass politische Wirkung nicht nur von Institutionen ausgeht. Jede einzelne Unterschrift hat dazu beigetragen, dass das Thema sichtbar wurde. Jede Stimme hat den offenen Brief zu einem politischen Vorgang gemacht.

Ohne diese Beteiligung gäbe es heute keine Übergabe – und vermutlich auch keine öffentliche Reaktion.

Mitmachen bleibt möglich

Die Mitmachkampagne #rettedeinehomöopathie lebt davon, dass Menschen sichtbar werden.

Der offene Brief ist ein Schritt in diesem Prozess, nicht sein Ende. Weitere Aktionen, öffentliche Fragen und Dokumentationen werden folgen.

Wer sich beteiligen möchte, kann das weiterhin tun.
Denn politische Wirkung entsteht nicht von oben. Sie entsteht dort, wo viele Stimmen sichtbar werden.

Anlagen:
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  1. Offener Brief an Cem Özdemir mit Anschreiben

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Vielen Dank für Ihren Rückhalt.

Ihr
Christian J. Becker
Gesundheitsjournalist, Blogger

Aktiv für die Homöopathie und Heilpraktiker seit 2018 mit dem
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Anlage 2: Anschreiben und offener Brief an Cem Özdemir

Von: „christian.j.becker.redaktion@homoeopathiewatchblog.de“ <christian.j.becker.redaktion@homoeopathiewatchblog.de>
Betreff: Offener Brief der Homöopathie-Gemeinschaft an Sie – 362 Unterstützer erwarten Ihre Position bis 2. März
Datum: 27. Februar 2026 um 07:27:44 MEZ
An: cem.oezdemir@gruene-bw.de
Kopie: landesverband@gruene-bw.de, post@gruene.landtag-bw.de, info@gruene.de, presse@gruene.de, poststelle@stm.bwl.de, Franziska.Brantner@gruene.de, felix.banaszak@gruene.de

 

Sehr geehrter Herr Özdemir,

seit dem 27. Januar 2026 sammelt der Homoeopathiewatchblog Unterschriften für einen offenen Brief an Sie als Reaktion auf den gesundheitspolitischen Beschluss des Bundesparteitages von Bündnis 90/Die Grünen vom 28. November 2025 zur künftigen Rolle der Homöopathie im Gesundheitssystem.

Mit dieser E-Mail übergebe ich Ihnen den offenen Brief in der Originalfassung, wie er am 27. Januar im Homoeopathiewatchblog veröffentlicht wurde, unverändert im Mailtext, zusammen mit allen bis heute eingegangenen Unterschriften – dokumentiert unterhalb des Artikels.

Der Brief richtet sich ausdrücklich an Sie in Ihrer Funktion als Spitzenkandidat von Bündnis 90/Die Grünen in Baden-Württemberg und als möglicher politischer Verantwortungsträger als Ministerpräsident oder als Minister nach der Wahl. Anlass ist der Beschluss Ihres Bundesparteitages vom 28. November 2025, der eine grundlegende Einschränkung der Rolle der Homöopathie im Gesundheitssystem vorsieht und damit bestehende Versorgungsstrukturen politisch infrage stellt.

Der offene Brief richtet sich daher bewusst direkt an Sie. Er bringt die Sicht und die Erwartungen der Unterzeichner zum Ausdruck.

Dem offenen Brief an Sie haben sich bis heute 362 Unterzeichner im Homoeopathiewatchblog und im Heilpraktiker-Newsblog angeschlossen.
Nach Selbstauskunft setzt sich diese Gruppe aus Patienten, Nutzern homöopathischer Behandlungen, Heilpraktikern, Ärzten, Wissenschaftlern sowie weiteren Unterstützern der Homöopathie zusammen.

Die Unterzeichnungen sind öffentlich im Homoeopathiewatchblog dokumentiert und für Sie jederzeit einsehbar unter folgendem Link (unter dem Artikel):
[Link zum offenen Brief im Homoeopathiewatchblog mit 362 Unterschriften unter Artikel]

Viele Unterzeichner haben ihre Unterstützung mit persönlichen Anmerkungen verbunden. Darin schildern sie aus therapeutischer oder patientenseitiger Perspektive, weshalb sie Homöopathie nutzen oder anbieten und warum sie den Parteitagsbeschluss Ihrer Partei als politisch folgenrelevant für Versorgung und Therapiefreiheit betrachten.

Ergänzend dazu bitte ich Sie – unabhängig von Ihrer bisherigen allgemeinen Stellungnahme auf abgeordnetenwatch – um eine konkrete politische Einordnung zu den folgenden drei Punkten:

1. Politische Einordnung des Parteitagsbeschlusses zur Homöopathie
Wie bewerten Sie den Beschluss Ihrer Partei vom November 2025 im Hinblick auf reale Versorgungsstrukturen und Patientennachfrage – insbesondere in Baden-Württemberg mit über 5.000 Heilpraktikern und mehreren Millionen Patientenkontakten jährlich?

2. Umgang mit Heilpraktikern und komplementären Verfahren
Teilen Sie die Einschätzung vieler Unterzeichner, dass politische Debatten zu Homöopathie und Heilpraktikern differenziert geführt werden sollten und nicht zu einem schrittweisen Abbau bestehender Versorgungsstrukturen führen dürfen?

3. Verlässliche Rahmenbedingungen für homöopathische Arzneimittel
Setzen Sie sich dafür ein, dass Hersteller homöopathischer Arzneimittel weiterhin in einem stabilen rechtlichen Rahmen arbeiten können und nicht durch politische Entscheidungen faktisch aus dem Markt gedrängt werden?

Der Homoeopathiewatchblog erreicht rund eine Million Seitenaufrufe pro Jahr und wird von vielen Lesern als eine wichtige Stimme der Homöopathie und Heilpraktiker gegenüber Politik und Medien wahrgenommen.

Über eine persönliche Antwort Ihrerseits bis zum 2. März würden sich die Unterzeichner freuen. Eine Stellungnahme Ihrerseits würde im Homoeopathiewatchblog veröffentlicht werden.

Mit freundlichen Grüßen

Die 362 Unterzeichner
aus der Homöopathie-Gemeinschaft (siehe Unterzeichner unter unter Artikel/Link)

Stellvertretend:
Christian J. Becker
Gesundheitsjournalist, Dipl. oec. troph.
Redakteur homoeopathiewatchblog.de und Initiator des offenen Briefs

Anlagen:
– Offener Brief der Homöopathie-Gemeinschaft an Cem Özdemir (Originalfassung)
– Liste der Unterzeichner (öffentlich einsehbar unter unter Artikel/Link)

––––––––––––––––––––––––––––––––––––––

ANLAGE

Offener Brief an Cem Özdemir
(Originalfassung wie im Homoeopathiewatchblog am 27.1. veröffentlicht)

Sehr geehrter Herr Özdemir,

wir wenden uns an Sie als Spitzenkandidaten von Bündnis 90/Die Grünen in Baden-Württemberg und als einen politisch verantwortlichen Akteur im aktuellen gesundheitspolitischen Diskurs.

Der Beschluss Ihres Bundesparteitages vom 28. November 2025, homöopathische Leistungen nicht länger im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung zu unterstützen und damit den sogenannten Binnenkonsens zur Diskussion zu stellen, berührt viele Menschen unmittelbar: Patientinnen und Patienten, die Homöopathie als Teil ihrer Versorgung wählen; Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker sowie Ärztinnen und Ärzte, die diese Leistungen anbieten; und Hersteller, die homöopathische Arzneimittel produzieren und vertreiben.

Vor diesem Hintergrund bitten und erwarten wir von Ihnen Folgendes:

1. Überprüfung und Neuausrichtung des Parteitagsbeschlusses 2025
Setzen Sie sich dafür ein, dass auf einem kommenden Parteitag ein Antrag eingebracht wird, der den Beschluss vom 28. November 2025 zur Homöopathie sachlich überprüft, evidenz- und versorgungsbezogen neu einordnet und korrigiert.

2. Respektvolle politische Einordnung der Rolle von Heilpraktikerinnen, Heilpraktikern sowie Ärztinnen und Ärzten mit homöopathischer Zusatzqualifikation
Wir erwarten, dass Sie sich dafür einsetzen, dass diese Berufsgruppen in politischen Debatten nicht pauschal abgewertet oder ausgeblendet, sondern differenziert und respektvoll behandelt werden – auf Grundlage von Versorgungserfahrungen, Patientennachfrage und institutioneller Praxis.
Bitte äußern Sie sich hierzu öffentlich und handeln Sie entsprechend.

3. Sicherung der Rahmenbedingungen für homöopathische Arzneimittelhersteller
Wir bitten Sie, sich dafür einzusetzen, dass homöopathische Arzneimittelhersteller in einem klaren, verlässlichen rechtlichen Rahmen produzieren und handeln können, ohne durch politische Entscheidungen faktisch aus dem Markt gedrängt zu werden.

Diese drei Erwartungen sind politisch realistisch, sachlich begründet und im Rahmen der demokratischen Auseinandersetzung überprüfbar.

Mit freundlichen Grüßen
Die Unterzeichner aus der Homöopathie-Gemeinschaft

(siehe Unterzeichner unter unter Artikel/Link)

––––––––––––––––––––––––––––––––––––––

Christian J. Becker

Dipl. oec. troph. | Gesundheitsjournalist |

…………………………………………………………………………………Redakteur Homoeopathiewatchblog.de und Heilpraktiker-Newsblog.de
Seit 2018 | 900+ Beiträge | 1 Mio. Seitenaufrufe 2025
Haltung. Fakten. Öffentlichkeit für Homöopathie und Heilpraktiker

Hamburg, Telefon 040 228 60 148

Mitglied im Verband der Pressejournalisten (DVPJ)
Journalist Licence Reg.-ID DV-29573
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