Kurzfassung für Schnellleser
Die Politik will die Homöopathie aus der GKV streichen – Entscheidung im Bundestag am 10.07.2026. Patienten melden sich dazu jetzt erstmals sichtbar zu Wort – im Homoeopathiewatchblog. Sie berichten von großer Sorge: Viele fühlen sich im politischen Prozess nicht gehört, sehen die Entscheidung als Beginn weiterer Einschränkungen und befürchten, dass am Ende der Zugang zur Homöopathie vom Geldbeutel abhängt. Gleichzeitig wächst die Erwartung nach mehr sichtbarer Aktivität der Homöopathie-Gemeinschaft.
Meine Einladung an Sie als Leser und Homöopathie-Freund: Jetzt sind weitere Stimmen gefragt:
Schreiben Sie Ihre Einschätzung als Kommentar unter den Artikel – anhand von drei Fragen:
Was bedeutet die Entwicklung für Sie? Warum ist Homöopathie für Sie wichtig? Was würde sich konkret verändern?
Der Watchblog macht Ihre Stimme sichtbar.
Vier Patienten berichten – und jetzt sind weitere Stimmen gefragt, z.B. Ihre als Leser des Watchblog
Am 30. März empfiehlt die Finanzkommission, die Homöopathie aus der GKV zu streichen. Wenige Tage später kündigt die Politik an, diese Empfehlung in ein Gesetz zu überführen. Am 10.07.2026 soll der Bundestag entscheiden.
Damit ist die Lage klar: Die Homöopathie steht in den kommenden Wochen vor einer politischen Richtungsentscheidung.
Auffällig ist dabei: Die Stimmen der Patienten kommen bislang kaum vor.
Während über Evidenz, Kosten und Zuständigkeiten diskutiert wird, bleiben diejenigen weitgehend unsichtbar, die Homöopathie konkret nutzen.
Der Homoeopathiewatchblog will das ändern.
Ich habe gezielt Patienten gefragt, die den Offenen Brief zur Rettung der Homöopathie unterschrieben haben. Menschen also, die sich bereits positioniert haben – und die bereit sind, ihre Erfahrungen zu schildern. Der folgende Beitrag macht diese Stimmen sichtbar. Er zeigt, wie Patienten die aktuelle Entwicklung bewerten – und welche konkreten Folgen sie erwarten.
Gleichzeitig ist dieser Artikel eine Einladung an Sie als Leser des Watchblog – als Patient, Arzt, Heilpraktiker, Wissenschaftler, Hersteller … , wie Sie die Situation bewerten. Hier drei Fragen dazu:
1. Was bedeutet die aktuelle Entwicklung für Sie persönlich oder beruflich?
2. Warum ist Homöopathie für Sie wichtig?
3. Was würde sich konkret für Sie verändern, wenn die Homöopathie weiter aus der Versorgung zurückgedrängt wird?
Schreiben Sie Ihre Antwort gern direkt als Kommentar unter diesen Artikel.
Der Watchblog macht Ihre Stimme sichtbar.
Denn eines wird in diesen Tagen deutlich: Die Homöopathie hat viele Patienten und Therapeuten. Jetzt müssen sie auch zu Wort kommen.
Vier Stimmen von Patienten – ein gemeinsames Bild
Die Rückmeldungen auf Fragen des Watchblog zeigen ein klares Bild. Für die Patienten geht es nicht um eine einzelne Kassenleistung, sondern um Grundsatzfragen: Vertrauen, Wahlfreiheit und die Rolle ihrer eigenen Erfahrungen.
Mehrere Patienten schildern, dass sie sich im politischen Prozess nicht gehört fühlen. Die Begründung „nicht evidenzbasiert“ wird nicht als neutrale Bewertung wahrgenommen, sondern als einseitige Setzung, die andere Formen von Erfahrung ausblendet.
Zentral ist die Sorge vor einer Entwicklung in mehreren Schritten. Die Streichung aus der GKV wird als Anfang gesehen – mit möglichen Folgen bis hin zur Verfügbarkeit von Arzneimitteln oder zur Stellung der Homöopathie insgesamt.
Hinzu kommt ein sozialer Aspekt: Wenn die Erstattung entfällt, entscheidet der Geldbeutel. Für einige Patienten bedeutet das konkret, dass ihnen keine gleichwertige Alternative bleibt.
Auffällig ist auch: Mehrere Rückmeldungen verbinden ihre Sorge mit einer Erwartung. Sie wünschen sich mehr sichtbare Aktivität der Homöopathie-Gemeinschaft – und eine hörbare Stimme nach außen.
„Meine Stimme wird negiert“ – Annegret H.
Annegret H. beschreibt die Entwicklung als tiefen Einschnitt. Für sie steht nicht nur eine Leistung zur Debatte, sondern die Frage, ob Patienten überhaupt noch ernst genommen werden: „Ich werde als Bürgerin nicht gehört, meine Stimme wird negiert, meine Meinung verdümmlicht.“
Sie kritisiert, dass mit dem Begriff der Evidenz einseitig argumentiert werde, während gleichzeitig Erfahrungen und bestehende Studien ausgeblendet würden. Das Vorgehen empfindet sie als: „Behauptung und Polemik sowie ein Nichteinhalten demokratischer Prozesse.“
Für ihren Alltag sieht sie konkrete Folgen. Ohne Homöopathie bleibe ihr nur noch eine stark eingeschränkte Auswahl: „Meine Wahl ist nun reduziert auf pharmazeutische Mittel oder gar nichts.“
Gerade bei chronischen Beschwerden sieht sie Homöopathie als wichtigen Bestandteil ihrer Versorgung. Ihr Fazit: „Für mich ist das eine Katastrophe.“
„Der Anfang vom Ende“ – Heinz Jürgen S.
Heinz Jürgen S. bewertet die Entwicklung als möglichen Wendepunkt: „Ich befürchte, dass das […] der Anfang vom Ende der Homöopathie in Deutschland sein wird.“
Er sieht wirtschaftliche Interessen im Hintergrund und stellt die Entscheidung in einen größeren Zusammenhang. Gleichzeitig begründet er seine Haltung mit persönlichen Erfahrungen: „Der behandelnde Homöopath schaffte es, meine Mutter 93 Jahre alt werden zu lassen.“
Für ihn steht die Homöopathie für konkrete Hilfe in Situationen, in denen andere Ansätze an Grenzen gestoßen sind. Die geplante Streichung bewertet er deshalb als Signal gegen eine große Gruppe von Patienten: „Das wäre ein Schlag gegen 30 Millionen Patienten.“
„Eine wichtige Option geht verloren“ – Annette H.
Annette H. verbindet persönliche Erfahrungen mit ihrem beruflichen Alltag in der Apotheke. Dort erlebt sie regelmäßig Grenzen konventioneller Medikamente: „Medikamente werden nicht vertragen oder können wegen Nebenwirkungen nicht eingesetzt werden.“
Gerade in solchen Fällen sieht sie in der Homöopathie eine wichtige Ergänzung: „Hier bestehen […] Therapieoptionen, die für die Menschen und auch für die Umwelt verträglich sind.“
Sie berichtet von konkreten positiven Erfahrungen im Alltag und betont besonders den Zugang zu den Mitteln: „Dann hängt es vom Geldbeutel ab, ob sich jemand die Medikamente leisten kann.“
Für sie steht damit nicht nur eine Methode zur Debatte, sondern die Frage, ob diese Option für alle erhalten bleibt.
„Sehr enttäuscht – und auch traurig“ – Marie-Luise H.
Marie-Luise H. spricht neben ihrer Sorge um die Zukunft der Homöopathie vor allem ihre Enttäuschung aus: „Ich bin erstaunt, dass sich so wenige äußern und die Verbände derart schweigen.“
Sie beschreibt ihre eigenen Erfahrungen über viele Jahre hinweg und betont, dass sie bewusst auf homöopathische Behandlung setzt: „Ich behandle mich ausschließlich durch HP oder Naturheilmittel und das seit 50 Jahren erfolgreich.“
Ihre größte Sorge richtet sich auf die Zukunft: „Ich habe Angst davor, dass […] die Homöopathie […] aus der Versorgung fällt.“ Gleichzeitig sieht sie auch gesellschaftliche Folgen: „Ich empfinde es als diskriminierend, dass […] Patienten keine Wahl mehr haben.“
Und sie stellt eine Frage, die viele Leser betreffen dürfte:„Was kann ich noch tun, um aufzurütteln?“
Jetzt sind weitere Stimmen gefragt
Diese vier Rückmeldungen stehen stellvertretend für viele andere.
Wenn Sie Ihre Sicht einbringen möchten, nutzen Sie gern die Kommentarfunktion unter diesem Artikel:
Was bedeutet die aktuelle Entwicklung für Sie persönlich oder beruflich?
Warum ist Homöopathie für Sie wichtig?
Was würde sich konkret für Sie verändern, wenn sie weiter aus der Versorgung zurückgedrängt wird?
Ihre Stimme zählt – und wird im Watchblog sichtbar.
Die Stimmen der Patienten im Original:
Was bedeutet die aktuelle Entwicklung mit der verkündeten Streichung der Homöopathie als Kassenleistung für Sie persönlich?
Für mich bedeutet dies einiges:
Ich werde als Bürgerin nicht gehört, bzw meine Stimme wird negiert, meine Meinung verdümmlicht, meine Ernsthaftigkeit in der Sache beiseite gefegt.
Die Doppelmoral: Es wird mit angeblicher Wissenschaft und Evidenz argumentiert, aber für das eigene Vorgehen dann nicht in Anspruch genommen:
Die Tatsache, dass evidenzbasierte Medizin auf drei Säulen ruht -nicht einer- wird unter den Tisch gefegt, so wie die Evidenz durch Studien, die es ja zuhauf gibt, sowie die 100 Jahre alte klinische Erfahrung.
Eine Finanzkommisiion wird dafür missbraucht, eine kostensparende Leistung zu streichen. Dies ist das Gegenteil des erklärten Zieles dieser Kommission. Das Streich-Argument „nicht-evidenzbasiert“ gehört hier nicht hin und geht gegen das ordentliche Prozedere, das dafür benötigt wird: eine Kommission, in der alle Beteiligten zu Wort kommen und auch in einen sinnstiftenden Austausch kommen. Alles andere ist Behauptung und Polemik sowie ein Nichteinhalten demokratischer Prozesse.
Dies empfinde ich auch typisch für das derzeitige politische Agieren: Am Bürger vorbei. Am Problem vorbei.
Ich zahle viel Geld als Beitrag in die Kasse und bekomme dafür immer weniger Leistung.
Irgendwie reduziert es sich auf Antibiotika, Steroide, Blutverdünner, allerlei Schmerzmittel, Röntgen, Chemotherapie, Impfungen und Chirurgie. Alles andere ist IGEL oder Selbstzahlerleistung, oder? Ich habe auch schon Stilblüten der Kassenarztlyrik zu hören bekommen, wie: Was Sie haben, hat keinen Krankheitswert (Will heißen: ja, es sollte behandelt werden, aber ich habe dafür kein Zeitbudget und Labor kostet auch zuviel).
Die andere Ebene ist der Verlust von Ärzten, die einen Patienten als individuellen Menschen entsprechend behandeln können. Dieses Können verschwindet. Es ist unverzeihlich. Homöopathie ist -in den wissenden Händen- eine gute und nebenwirkungsfreie Behandlungsmethode, die auch speziell für chronische Krankheiten hilfreich ist, ein Bereich in dem Schulmedizin immer wieder versagt. Für mich ist das eine Katastrophe, da ich mir private Behandlung nicht leisten kann, das Geld geht ja schon an die GKV. Meine „Wahl“ ist nun reduziert auf pharmazeutische Mittel oder gar nichts. Ich denke, dies ist auch -warum auch immer- so gewollt.
Was wurde aus:
„Der Ausschuß hat sich vielmehr bei der Beschlussfassung über die Zulassungsvorschriften, insbesondere bei der Ausgestaltung der Anforderungen an den Wirksamkeitsnachweis, von der politischen Zielsetzung leiten lassen, daß sich im Zulassungsbereich der in der Arzneimitteltherapie vorhandene Wissenschaftspluralismus deutlich widerspiegeln muß.“
Zu komplex für heutige Poltiker?
Warum ist Homöopathie für Sie wichtig?
Sie ist für mich und meine Familie ein zuverlässiger „Gesundheitspartner“, es werden auch individuelle Nuancen gängigen Unbills erfolgreich erkannt und mitbehandelt. Es gibt keine Nebenwirkungen, die dann auch nicht behandelt werden müssen. Wir können auf andere Medikamente verzichten. Sie ist desweiteren nicht nur zur Behandlung von Krankheiten, sondern auch zur Förderung der Gesundheit.
Was würde sich für Sie konkret verändern, wenn die Homöopathie weiter aus der Versorgung zurückgedrängt wird?
Wie schon in der ersten Frage:
Die andere Ebene ist der Verlust von Ärzten, die einen Patienten als individuellen ganzen Menschen entsprechend behandeln können. Dieses Können verschwindet. Homöopathie ist -in den wissenden Händen- eine gute und nebenwirkungsfreie Behandlungsmethode, die auch speziell für chronische Krankheiten hilfreich ist, ein Bereich in dem Schulmedizin immer wieder versagt. Für mich ist das eine Katastrophe, da ich mir private Behandlung nicht leisten kann, das Geld geht ja schon an die GKV. Meine „Wahl“ ist nun reduziert auf pharmazeutische Mittel oder gar nichts. Ich denke, dies ist auch -warum auch immer- so gewollt.
Herzliche Grüße
Annegret H./Berlin
Hallo Herr Becker,
Für mich als Kundiger der Klassischen Homöopathie befürchte ich, dass das geplante Verbot der Bezahlung und Leistung homöopathischer Mittel der gesetzlichen Krankenkassen der Anfang vom Ende der Homöopathie in Deutschland sein wird.
Ich fürchte, dass sich die grossen Pharmakonzerne durchsetzen werden.
Ihnen ist die Homöopathie zu billig und wirksam. Damit können sie nicht viel verdienen.
Die Politik und selbst eine systemkritische Partei wie die Linke lassen sich von ihren Lobbyisten im Bundestag vereinnahmen.
Wohl nach dem Motto, wo nichts drin ist, kann auch nichts wirken.
Dachte sich Anfang des 19. Jahrhunderts der österreichische Kaiser Ferdinand ||. wohl auch und verbot sie.
Als er aber feststellte, dass bei einer Typhusseuche viel weniger Menschen durch homöopathische Behandlung starben als durch die Schulmedizin, erlaubte er sie 1832 wieder.
Es kann nichts wirken, wo nur Zucker drin ist?
Wirklich nicht?
Die Physiker Anton Zeilinger, Alain Aspect und John Clauser stellten fest, dass sich Elementarteilchen unabhängig von der Zeit und Entfernung miteinander verschränken ließen, was nach bisher bekannten Wirkprinzipien gar nicht möglich sein sollte.
Einstein tat es noch als spukhafte Fernwirkung ab. Er hatte Unrecht.
Und das soll bewiesen sein?
Nicht nur das. Die Physiker erhielten dafür sogar 2022 den Physik – Nobelpreis!!
Kein direkter Beweis für die Wirkung der Homöopathie, aber es macht die These obsolet, wonach nichts wirken könne, wo nichts drin sei.
Was man ja der Homöopathie immer vorwirft.
Warum ist die Homöopathie für mich so wichtig?
Neben anderer sehr positiver Erfahrungen in der Familie mit Homöopathie schaffte es der behandelnde Homöopath, meine Mutter 93 Jahre alt werden zu lassen, nachdem das lokale Krankenhaus sie schon mit 87 Jahren sterben lassen wollte.
Warum wohl?
Weil die Schulmedizin medikamentös mit ihrem Latein am Ende war.
Als ihre Nieren zu versagen drohten. Die belastende Dialyse wollte man ihr nicht mehr zumuten.
Später betonte der Hausarzt, kein Homöopath, ohne den sehr fähigen Homöopathen hätte sie niemals so lange überlebt.
Die beabsichtigte Streichung soll wohl der Anfang vom Ende der Verfügbarkeit homöopathischer Mittel in Deutschland bedeuten.
Das wäre ein Schlag gegen 30 Millionen Patienten, die sich homöopathisch behandeln lassen.
Die meisten kommen ja nicht sofort darauf, sich homöopathisch behandeln zu lassen, sondern erst, nachdem die Schulmedizin versagte.
Da bei mir die Gesundheit über allem steht, ist es mir fast unmöglich zu entscheiden, welche demokratische Partei ich überhaupt noch waehlen kann.
CDU, SPD, GRÜNE und Linke haben sich ja schon unisono gegen die Homöopathie positioniert.
Heinz Jürgen S./Niedersachsen
Dipl.- Sozialarbeiter und
Pensionierter Kreissozialamtmann
Die Homöopathie und die Anthroposophische Medizin müssen als Therapieoption für alle Bevölkerungsschichten erhalten bleiben!
Schon als junge Mutter habe ich viele positive Erfahrungen mit den Therapiemethoden machen können, da ich mit den Kindern in einer anthroposophischen Kinderarztpraxis war.
So waren z.B. bei bereits Tage andauernden Schmerzen bei Gürtelrose die Schmerzen durch das richtige Mittel innerhalb einer halben Stunde weg.
Auch meine Familie konnte ich bei vielen Alltagsbeschwerden unterstützen. Die homöopathischen Mittel haben geholfen, wenn teilweise bereits mehrere Monate erfolglos konventionell versucht wurde die Beschwerden zu lindern. Seitdem ich bei Zahnbehandlungen homöopathische Mittel einsetze, habe ich danach keine Schwellungen und Schmerzen mehr.
In meinem Beruf als Pharmazeutisch-Technische Assistentin in der Apotheke erlebe ich immer wieder, dass Medikamente nicht vertragen werden, oder auf Grund von Wechselwirkungen oder Nebenwirkungen nicht eingesetzt werden können. Hier bestehen mit den Homöopathischen Arzneimitteln Therapieoptionen, die für die Menschen und auch für die Umwelt verträglich sind.
Wenn die Kostenerstattung durch die gesetzlichen Krankenkassen wegfällt, hängt es vom Geldbeutel ab, ob sich jemand die Medikamente leisten kann.
Die Erfahrungen von Millionen von Patientinnen, von Therapeuten, Ärztinnen und Heilpraktikern sollten auch bei der Bewertung durch das Bundesgesundheitsministerium mit berücksichtigt werden.
Annette H. / NRW
Hallo Herr Becker,
ja sehr gerne schreibe ich Ihnen meine Gedanken zu diesem Thema, denn auch ich bin erstaunt, dass sich so wenige äußern und die Verbände derart schweigen.
Es macht mich ein Stück weit traurig, aber auch enttäuscht. Unter diesem Eindruck erscheint mir alles was ich bisher durch Homöopathen und Veranstalter von entsprechenden Kongressen etc. erfahren und gelesen habe nur noch als leere Werbung zur Rekrutierung von Käufern.
Ja natürlich, jeder darf und muss verdienen, aber dann, wenn es darauf ankommt für seine Intention und Berufung wenig bis keinen Einsatz zeigen und für den Erhalt nicht laut werden, das ist für mein Empfinden sehr schwach.
Es spielt den Gegnern und Kritikern in die Hände. Sehr schade.
So könnte eine ganze Branche verschwinden und mit ihr auch die Hoffnung auf die Wahlfreiheit für eine medizinische Behandlung also für gesunde Medizin und Gesellschaft.
Für mich persönlich hätte die Streichung aus der GKV was die Erstattung anbelangt, keine Bedeutung. Ich bekam und bekomme nichts erstattet. Ich bin schon seit Jahrzehnten privat versichert. Ich hatte während meiner beruflichen Zeit einen extra Tarif für Homöopathische Leistungen, den aber so gut wie nie genutzt, da die Erstattung trotzdem gar nicht oder nur gering erfolgte. Der war sehr teuer und die Leistungen musste ich dennoch selbst zahlen. Ich habe den dann gekündigt.
Seit mehr als 10 Jahren habe ich keinerlei Einreichungen bei der KV für irgendwelche medizinischen Leistungen oder Mittel gehabt. Was allerdings auf die Höhe meines Beitrags keine positive Auswirkung hat. Im Gegenteil, der Beitrag steigt von Jahr zu Jahr und für mich wird es immer schwieriger diesen Betrag zu zahlen. Ich muss ständig mit spitzem Bleistift rechnen. Dennoch auf HP möchte ich nicht verzichten.
Aber wenn die Mittel ausgedünnt werden oder komplett vom Markt verschwinden, dann bin ich persönlich und die Familie sehr stark betroffen. Denn ich behandle mich ausschließlich durch HP oder Naturheilmittel und das seit 50 Jahren erfolgreich. Meine Schwestern, Schwiegermutter konnten dank homöopathischer Begleitung ihre Krebserkrankungen und die chemischen Behandlungen gut überstehen und dadurch noch einige Jahre gute Lebensqualität erreichen.
Im engeren Freundeskreis höre ich, dass die Streichung aus der GKV sehr wohl eine große Bedeutung hätte. Ich empfinde es auch als diskriminierend den nicht so gutverdienenden Patienten gegenüber, dass sie dann keine Wahl mehr haben wie sie behandelt werden wollen.
Ich persönlich habe Angst davor, dass, wenn das alles durchgesetzt wird, die Homöopathie dann nicht mehr als anerkannte Heilmethode gilt und aus der Versorgung fällt, nicht mehr genannt werden kann und man auch nicht mehr an die nötigen Mittel kommt. Diese müssten dann evtl. über Drittländer bezogen werden, die Qualität schlecht wird, oder man die Mittel gar nicht mehr erwerben darf. Das wäre für mich „the worst case“.
Es würde Tür und Tor für Abzocker, Scharlatane und Kurpfuscher weit öffnen, so meine Vorstellung und Sorge, es wäre der Supergau für viele schwer- oder chronisch erkrankte Personen. Das ergibt dann noch höhere Sterblichkeitsfälle pro Jahr.
Last but not least:
Nicht ganz von der Hand zu weisen ist, dass dem Staat auch Einnahmen wegfallen können, z.B. bei Einkommensteuer, Lohnsteuer und neue Kosten werden entstehen durch Arbeitslosigkeit oder andere soziale Leistungen. Im Falle von Herstellern wäre auch noch die Gewerbesteuer für die Kommune ein Thema, eventuell auch gemeinnützige Spenden durch diese Unternehmen. Ausbildungsplätze gingen verloren usw.
Das wiederum hätte alles auch großen Einfluss auf den Lebenswert und Standard in diesem Land.
Ich teile Ihre Newsletter wo ich nur kann und überlege ständig, was ich noch tun kann um aufzurütteln. Apotheken müssten doch auch laut werden, die trifft es dann doch auch sehr hart. Der Onlinehandel bedroht sie und dann noch der Wegfall der homöopathischen Mittel die in vielen Apotheken einen bedeutenden Anteil der Einnahmen ausmachen. Das müsste es doch Wert sein zu protestieren.
Mit freundlichen Grüßen
Marie-Luise H. / Baden-Württemberg
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Für meine Familie ist die Homöopathie für die Gesundheit unanbdingbar. Im Falle einer Erkrankung ziehen wir als erste Möglichkeit der Behandlung die Homöopathie zu Rate. Dieser Schritt ist für uns sehr bedeutsam hinsichtlich der Kosteneinsparung der Krankenversicherung.
Wir haben erfahren wie die Schulmedizin die negativen Folgen einer ärztlichen Maßnahme abtut. Mit Hilfe der Homöopathie konnten die Folgen stark abgemildert werden.
Leider haben die Fachverbände nicht den Mut offensiv für den Erhalt einzutreten.