Watchblog startet politische Kommunikation direkt an die Grünen-Spitze in Baden-Württemberg  – mit offenem Brief mit derzeit 204 Unterschriften nach einer Woche

Der offene Brief an Cem Özdemir (hier unterzeichnen) ist kein isolierter Vorgang. Er ist bereits nach einer Woche der Unterschriftenzeit der Startpunkt einer politischen Kommunikation, die der Homoeopathiewatchblog und seine Leser im Rahmen der Kampagne #rettedeinehomöopathie bewusst öffentlich führen. Der Watchblog setzt nun bei den Grünen eine Arbeitsmethodik der politischen Kommunikation fort, die er beim Kanzleramt begonnen hatte.

Und wichtig: Der Brief kann weiter unterzeichnet werden, er wird  Ende Februar/Anfang März offiziell überreicht werden.

Politikkommunikation ist erklärungsbedürftig, gerade für manche Homöopathie-Freunde, die mit politischer Kommunikation wenig zu tun haben und offene Briefe oft als symbolische Gesten wahrnehmen. Genau das ist dieser Brief nicht. In diesem Artikel erkläre ich, wie ich vorgehe.

Diese politische Kommunikation entsteht nicht im luftleeren Raum. In den vergangenen Wochen haben einzelne und immer mehr Heilpraktiker, Ärzte, Patienten begonnen, öffentlich Stellung zu beziehen – mit Kommentaren oder Gastbeiträgen oder durch die bewusste Unterstützung von Initiativen wie der aktuellen Mitmachkampagne. Der Watchblog macht dieses Handeln sichtbar, ordnet es ein und verstärkt seine Reichweite.

Auffällig ist, dass politische Kommunikation der Homöopathie-Gemeinschaft derzeit vor allem dort entsteht, wo Einzelne Verantwortung übernehmen – unabhängig von bestehenden Verbandsstrukturen. Der Watchblog bildet diese Dynamik ab, ohne sie zu steuern oder zu ersetzen. Er macht sichtbar, was sonst folgenlos bleibt.

Der politische Hintergrund: Die Wahlumfragen zeigen derzeit, dass die Grünen weit hinter der CDU und nur ganz knapp vor der drittstärksten Partei liegen. Und der Spitzenkandidat Özdemir liegt aktuell über 11 Prozentpunkte hinter dem Ergebnis von Herrn Kretschmann in 2021 bei der letzten Wahl. Herr Kretschmann hatte 32,6 Prozent und das Ministerpräsidentenamt geholt, Herr Özdemir hat aktuell 21 Prozent und wird damit kein Ministerpräsident, kein Minister, höchstens Abgeordneter. Oder er muss in das Abklingbecken für gescheiterte Grünen-Politiker, die Politstiftung der Partei.
Das erhöht die Relevanz eines offenen Briefes der Homöopathie-Gemeinschaft und die Relevanz von 5.000 Heilpraktikerpraxen mit 3 Millionen Patienten im Jahr. Denn werden die Grünen nur drittstärkste Kraft, verlieren sie nicht nur die Regierungsbeteiligung und viele gut bezahlte Posten, sondern sie verlieren am 8. März auch Baden Württemberg als ihre einstige Hochburg und verlieren drittens weiter eine Wahl nach der anderen.

Ein offener Brief ist kein Ziel, sondern ein Hebel

Der offene Brief der Homöopathie-Gemeinschaft an Cem Özdemir als Grünen-Spitzenkandidat erfüllt eine klare Funktion: Er schafft einen dokumentierten Anlass, an dem sich politische Kommunikation festmachen lässt. Ab diesem Moment geht es nicht mehr nur um einen Text, sondern um die Frage, wie Politiker wie die Grünen auf einen sichtbaren Vorgang reagieren – oder eben nicht.

Das ist der entscheidende Unterschied zwischen einem Appell und politischer Kommunikation.

Der Watchblog nutzt diesen Brief bereits jetzt aktiv mit politischer Kommunikation:
– durch Tweets,
– durch öffentliche Adressierung,
– durch die Einbettung in journalistische Beiträge,
– durch die Vorbereitung formaler Presseanfragen.

Der Brief ist damit nicht der Abschluss, sondern der Einstieg. Und wichtig: Der Brief kann weiter unterzeichnet werden, er wird im Februar/März offiziell überreicht werden.

Hier ein Tweet von heute:

homöopathie

 

Sowie ein Post auf Bluesky, dem Spezial-Medium für Politiker und Journalisten:

homöopathie

 

➡️ Offenen Brief jetzt weiter unterzeichnen:
(Direktlink zum Unterschriftenfeld)

Die Mitmachkampagne #rettedeinehomöopathie ist dabei kein Verbandsprojekt, sondern ein niedrigschwelliger politischer Kommunikationsraum für Einzelne. Wer unterschreibt, tut dies nicht stellvertretend für eine Organisation, sondern als Mensch, als Heilpraktiker, Patient, Arzt oder Hersteller in eigener Verantwortung. Genau diese Individualisierung macht die Resonanz erklärbar.

Die offizielle Übergabe als bewusster Schlusspunkt

Am Ende dieser politischen Kommunikation steht nicht das Versanden eines Textes, sondern eine offizielle Übergabe des offenen Briefes.

Diese Übergabe ist kein symbolischer Akt, sondern der formale Abschluss eines öffentlichen Vorgangs. Der Brief wird mit den bis dahin gesammelten Unterschriften überreicht und damit aus dem digitalen Raum in einen klar adressierten politischen Kontext überführt.

Spätestens an diesem Punkt ist der offene Brief nicht mehr ignorierbar. Er liegt dann nicht nur öffentlich vor, sondern auch offiziell bei den Adressaten. Antworten, Einordnungen oder Schweigen sind ab diesem Moment Teil der politischen Aktenlage.

Warum dieser Mechanismus bereits funktioniert hat

Dieses Vorgehen ist im Watchblog nicht neu. Ein vergleichbarer Mechanismus wurde bereits beim Thema Zusatzleistungen und Kanzleramt angewendet.

Damals begann es ebenfalls mit einer formalen Anfrage, wurde öffentlich dokumentiert, über Tweets begleitet und journalistisch eingeordnet. Der politische Akteur hatte zunächst kein Interesse zu antworten. Der Druck entstand nicht durch Lautstärke, sondern durch Transparenz.

Am Ende musste öffentlich reagiert werden. Nicht, weil die Kritik besonders laut war, sondern weil das Schweigen selbst erklärungsbedürftig geworden war. Die bis dahin intern gefahrene Linie wurde sichtbar. Auf Fragen des Watchblog haben geantwortet: das Kanzleramt mit seinem Kanzleramtsminister Thorsten Frei, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD, Abgeordnete der Union und Linke, GKV-Spitzenverband und das Bundesministerium für Gesundheit sowie mehrere Krankenkassen.

Genau dieses Prinzip wird nun erneut angewendet.

Warum das für Heilpraktiker relevant ist – auch ohne Homöopathie

Viele Heilpraktiker fragen sich, warum sie sich mit einem offenen Brief beschäftigen sollen, selbst wenn sie keine Homöopathie einsetzen. Die Antwort ist einfach: weil es hier nicht nur um eine Methode geht, sondern um politische Steuerung ohne Gesetz.

Die Linie der Grünen zur Homöopathie entsteht nicht durch ein einzelnes Verbot, sondern durch politische Leitlinien, Signalwirkungen und Erwartungshaltungen gegenüber Krankenkassen und Institutionen. Das ist ein Muster, das auch andere Bereiche der Heilpraktikerschaft betrifft.

Wer glaubt, dass Nicht-Betroffenheit schützt, verkennt die Logik politischer Prozesse. Was heute an einem Randthema getestet wird, wird morgen auf andere Bereiche übertragen.

Warum Baden-Württemberg der richtige Ort ist

Baden-Württemberg ist kein Zufall. Hier kandidiert ein bundesweit sichtbarer Spitzenpolitiker. Hier ist die Nutzung komplementärer Verfahren hoch. Hier wird beobachtet, ob Widerspruch entsteht oder nicht.

Was hier geräuschlos akzeptiert wird, gilt politisch als erprobt. Genau deshalb wird der offene Brief nicht still verwaltet, sondern öffentlich geführt.

Was Leser konkret erwarten können

Der Watchblog wird den offenen Brief weiterhin politisch nutzen. Das bedeutet:

Es wird dokumentiert, wer angesprochen wird.
Es wird dokumentiert, wer antwortet.
Und es wird dokumentiert, wer nicht antwortet.

Der offene Brief bleibt dabei der Referenzpunkt. Er macht sichtbar, dass es nicht um eine Einzelmeinung geht, sondern um ein reales, wenn auch begrenztes Wähler- und Patientenmilieu.

Und wichtig: Der Brief kann weiter unterzeichnet werden, er wird  Ende Februar/Anfang März offiziell überreicht werden.

Der Watchblog ersetzt keine Verbände und beansprucht keine Mandate. Er übernimmt eine Aufgabe, die im Moment strukturell offenliegt: politische Vorgänge dokumentieren, ihre Bedeutung für die Versorgung und die Berufsrealität erklären und sichtbar machen, wo Einzelne bereits handeln.

Dass diese Öffentlichkeit des Watchblog und seiner Leser für manche Verbände unbequem ist, liegt weniger an ihrem Inhalt als an der Verschiebung von Deutungshoheit: Politische Relevanz entsteht nicht mehr ausschließlich über formale Mandate, sondern über Sichtbarkeit und Resonanz.

Warum das wichtig ist

Politik reagiert selten auf einzelne Stimmen. Sie reagiert auf sichtbare Vorgänge. Der offene Brief mit vielen Unterschriften der Homöopathie-Gemeinschaft ist ein solcher Vorgang. Seine politische Wirkung entsteht nicht durch die Anzahl der Unterschriften allein, sondern durch die Art, wie er öffentlich eingebunden wird.

Die bisherigen Rückmeldungen zeigen, dass Öffentlichkeit dort entsteht, wo Menschen bereit sind, ihren Namen unter eine Position zu setzen. Nicht als Kampagne gegen jemanden, sondern als sichtbarer Teil einer gesundheitspolitischen Debatte, die bislang vor allem hinter verschlossenen Türen geführt wurde.

Genau das tut der Watchblog jetzt.

Und genau deshalb bleibt es nicht beim offenen Brief. Sondern der Brief ist eine Teil der politischen Kommunikation des Homoeopathiewatchblog.

➡️ Offenen Brief jetzt weiter unterzeichnen:
(Direktlink zum Unterschriftenfeld)


Unterstützen Sie diese Arbeit mit einem Kaffee  ☕

Was Sie hier gelesen haben, entsteht durch Zeit, Recherche – und durch Leserinnen und Leser, die diese Arbeit möglich machen.

Der Homoeopathiewatchblog ist ein unabhängiges Informations- und Analyseangebot, das ich neben meinem Beruf als Gesundheitsjournalist betreibe. Er schaut genau hin, ordnet ein und regt zu Aktionen an.

Mit einer kleinen Kaffeespende unterstützen Sie diese Arbeit ganz konkret. Mit den Spenden ist es mir möglich, den Blog technisch und anwaltlich gegen Angriffe der Homöopathie-Gegner abzusichern.
👉 Ein Kaffee kostet 5 Euro, gern auch mehrere.

Über den QR-Code gelangen Sie direkt zur PayPal-Spendenseite.
Und hier der Direktlink zur Paypal-Spendenseite: Link.
Wenn Sie eine andere Spendenmöglichkeit bevorzugen, schreiben Sie mir gern:
redaktion(at)homoeopathiewatchblog.de

Vielen Dank für Ihren Rückhalt.

Ihr
Christian J. Becker
Gesundheitsjournalist, Blogger

Aktiv für die Homöopathie und Heilpraktiker seit 2018
mit dem Heilpraktiker-Newblog und dem
Homoeopathiewatchblog.de – Haltung. Fakten. Öffentlichkeit für die Homöopathie und Heilpraktiker


Entdecke mehr von HomoeopathieWatchblog

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Ich freue mich auf Ihren Kommentar, bitte beachten Sie die Kommentarregeln (Link zu Regeln: https://wp.me/PagN8d-2Ct) und die DSGVO (siehe Menü).

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.