In den vergangenen Wochen habe ich mehrere Newsletter aus dem Umfeld der Homöopathie-Verbände analysiert. Die Newsletter des DZVHAE, VKHD und BDH sind erkennbar von Nicht-Journalisten geschrieben. Das Bild war oft ähnlich: viel Beruhigung, wenig politische Einordnung, kaum erkennbare Strategie, viel Rechtfertigung, viel Bewertung anderer Akteure. Zusammengefasst: Wenig Fakten, wenig Relevanz, viel Schein. Umso auffälliger ist ein Akteur, der sich davon handwerklich absetzt: [ … weiter lesen als Globuli-Club-Mitglied … ]
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Christian J. Becker, Globuli-User und Journalist des Homoeopathiewatchblog,
E-Mail redaktion (at) homoeopathiewatchblog.de
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Kurzfassung: Der SPD-Gesundheitspolitiker Christos Pantazis widerspricht ausdrücklich der Linie des Kanzleramts, wonach der Staat sich aus der inhaltlichen Steuerung freiwilliger Zusatzleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung zurückziehen soll. Auslöser war eine Anfrage des Homoeopathiewatchblog an mehrere Politiker der Regierungsparteien. Die darauf basierende Antwort von Kanzleramtsminister Thorsten Frei wurde auf Abgeordnetenwatch am 22.1. veröffentlicht. Die Debatte betrifft nach Einschätzung mehrerer politischer Akteure nicht nur einzelne Leistungen, sondern eine grundsätzliche Frage staatlicher Verantwortung in der Gesundheitspolitik. Die SPD fordert klare politische Leitplanken für die Versorgung, das Kanzleramt verweist auf Selbstverwaltung. Weitere Reaktionen von CSU, Die Linke und GKV-Spitzenverband zeigen unterschiedliche Akzentuierungen. Homöopathie dient in
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Wie das Kanzleramt Verantwortung abgibt – und Homöopathie zum Testfall wird Der Homoeopathiewatchblog hatte mit einer Recherche am 15.1. (Link) und Veröffentlichung einen gesundheitspolitischen Kurswechsel „Weniger Staat, mehr Macht bei den Kassen“ sichtbar gemacht, den das Kanzleramt am 23.1. öffentlich auf Abgeordnetenwatch (Link) bestätigt. In einer Antwort auf eine Anfrage des Watchblogs vom 15.1. (Link) auf Abgeordnetenwatch erklärt Kanzleramtsminister Thorsten Frei am 23.1., der Staat solle sich aus der Steuerung von Zusatzleistungen der gesetzlichen Krankenkassen vollständig heraushalten. Entscheidungen seien Sache der Krankenkassen, politische Vorgaben lehne er ausdrücklich ab. Was auf den ersten Blick wie eine verwaltungstechnische Aussage wirkt, markiert bei
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Am 8. März steht in Baden-Württemberg eine gesundheitspolitisch relevante Entscheidung an, die unmittelbare Folgen für Heilpraktiker, die Homöopathie, Ärzte für Homöopathie, Patienten, Hersteller, Wissenschaftler haben kann. Spätestens seit den Entwicklungen der vergangenen Monate ist klar: Was politisch entschieden wird, bleibt nicht abstrakt, sondern wirkt direkt in die Praxen hinein. Vor diesem Hintergrund habe ich mehrere Verbände angeschrieben und gefragt, was sie rund [ … weiter lesen als Globuli-Club-Mitglied … ]
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Christian J. Becker, Globuli-User und Journalist des Homoeopathiewatchblog,
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Warum dieser Text – und warum schon wieder ein Verbandsnewsletter? Demnächst halte ich vor jungen Gesundheitsjournalisten in der Ausbildung einen Vortrag, wie Verbände und zu welchen Themen sie kommunizieren. Ich werde den DZVHAE-Newsletter vom 22.1. als Beispiel verwenden. Als Fallstudie: Was sind die Probleme und wie kommuniziert ein Verband Lösungen in seinem Newsletter. Unten finden Sie meinen ersten Entwurf als Rohtext in [ … weiter lesen als Globuli-Club-Mitglied … ]
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Während Kanzleramtschef Thorsten Frei den Rückzug des Staates aus der inhaltlichen Steuerung von Zusatzleistungen propagiert und der GKV-Spitzenverband diese Linie formal bestätigt, widerspricht nun auch die Linksfraktion der Lesart des Kanzleramts in einer Antwort an den Homoeopathiewatchblog am 22.1.. Die Aussage Freis sei „nicht zutreffend“ und „unsinnig“, der Spielraum der Krankenkassen keineswegs unbegrenzt. Zusatzleistungen seien vor allem ein Wettbewerbsinstrument – und gerade keine Sparmasse. Zugleich verteidigt CSU-Gesundheitspolitiker Stephan Pilsinger den Status quo für Homöopathie. Der politische Streit um die Homöopathie und Zusatzleistungen geht in die nächste Runde. Das Eis für Frei wird immer dünner. „Nicht zutreffend“: Die Linke widerspricht dem
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