Heilpraktiker beschwert sich über SPIEGEL TV

Ich habe Heilpraktiker gefragt, wie sie den Spiegel TV -Beitrag von 5.11. über Homöopathie fanden. Hier die Antwort eines Heilpraktikers aus Bayern:

„Wie ich ihn fand? So:

www. programmbeschwerde. de/ beschwerde/

Sehr geehrte Damen und Herren,
der gesendete Homöopathie-Beitrag erfüllte nicht die Erfordernisse einer objektiven und neutralen Berichterstattung. Schon die Einführung des Moderators stellte dar, dass die Wirkung der Homöopathie eindeutig wissenschaftlich widerlegt sei. Dies ist aber eindeutig so nicht richtig, nicht alle Wissenschaftler sind sich darüber einig, sondern es gibt eine Diskussion darüber und z.B. Studien, die eindeutig Wirkungen über den Placeboeffekt hinaus zeigen.

Quellen:

FAQ Homöopathie

Die Aufgabe der Journalisten sollte es sein, zumindest auf diesen wissenschaftlichen Diskurs hinzuweisen, diese Fakten werden aber verschwiegen.
Außerdem wird in dem Beispiel eine Frau mit Gebärmutterhalskrebsdiagnose gezeigt, deren Gynäkologin offensichtlich fahrlässig in ihrer Diagnostik war und diesen nicht erkannt hat.
Im Beitrag wird dies so dargestellt, als ob die homöopathische Behandlung daran schuld sein soll, wobei es sich doch um einen diagnostischen Fehler handelte, der mit einer Medikamenteneinnahme kausal gar nichts zu tun hat.
Die im Beitrag genannten Umsatzzahlen homöopathischer Arzneimittel suggerieren, dass diese Kosten bei den gesetzlichen Krankenkassen anfallen. Es wird verschwiegen, dass ein Großteil der Arzneimittelkosten privat von den Patienten getragen wird und es werden die Relationen im Vergleich zu den Kosten konventioneller Medikamente nicht genannt.

Insgesamt stellt der Bericht eine extrem einseitige Sicht eines Sachverhaltes dar, zu dem es ganz sicher gegensätzliche Meinungen gibt.

Da der Bericht sehr einseitig die Sichtweise des sogenannten INH(Informationsnetzwerk Homöopathie), und deren Begründer, der GWUP, darstellt, sollte geprüft werden, ob geschäftliche oder private Verbindungen von am Beitrag direkt oder indirekt beteiligten Redakteuren bestehen.

Aufgrund der aufgeführten Punkte sehe ich den Pressekodex mindestens bezüglich der Punkte „Wahrheitsdarstellung “ und „Sorgfaltspflicht“ stark verletzt und bitte sie um diesbezügliche Prüfung.

Mit freundlichen Grüßen
…..“

 

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3 Kommentare

    1. Nanana, TeslaDriver. Da moniert der Spiegel, dass Arzneihersteller den Dreh vor Ort verweigern, verschweigt aber das mit Herrn Becker tatsächlich geführte Interview. Was’n das für ein Stil?

  1. Con: Was für Erfahrungen haben die Arzneihersteller wohl mit Spiegel und anderen, ähnlich gleichgeschalteten Presseformaten gemacht, wenn es um Homöopathie geht?
    Von neutraler journalistischer Arbeit, die vorurteilsfrei verschiedene Sichtweisen auf ein Phänomen beschreibt, kann seit Jahren nicht mehr die Rede sein.
    „Gesinnung und Meinung ins Publikum streuen“ streuen nennt man das.

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