homöopathie Schwesig

MeckPoms Ministerpräsidentin mag Materia Medica

Manche Ärzte für Homöopathie treffen sich Ende Mai in Stralsund bei einem Kongress. Sie beraten, ob es aus Sicht der Ärzte eine Krise für die Homoöpathie gibt und ob der beim Treffen neu gewählte Vorstand PR- und Lobbying-Maßnahmen für die Homöopathie und gegen die Hom-Gegner ergreifen sollte. Bisher verneint der Vorstand des Arztverein DZVHAE beides. Der Arztverein hat beispielsweise auch seine Fördergelder für Forschungsvorhaben über die Gesellschaft Wisshom in den letzten Jahren reduziert. „Es ist sehr wichtig, zum Beispiel darüber zu forschen, wie alternative Methoden wie die Homöopathie in der Therapie wirksam eingesetzt werden können“, sagt dazu die Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommerns, Manuela Schwesig, in einem mahnenden Grußwort an die Ärzte. Schwesig, die von 2008 bis 2013 Gesundheitsministerin ihres Bundeslandes war, stellt mit mit Blick auf die Homöopathie, Gesundheitspolitik und Forschung die Verbraucher in den Mittelpunkt: „Dabei ist für uns entscheidend, was der Patientin oder dem Patienten hilft“.

Die Präsenz für den Arztverein DZVhAe in Mecklenburg-Vorpommern ist auch aus wirtschaftlichen Gründen wichtig. Immer weniger seiner Ärzte nehmen an den GKV-Verträgen teil, die der DZVHAE für eine Zwangsabgabe von 7 % des Umsatzes des Arztes vermittelt. Im Bundesland vermittelt auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung zu deutlich günstigeren Konditionen Homöopathie-Verträge mit Krankenkassen, z.B. mit BKKen (Link) oder IKK (Link). So ist das Treffen in Stralsund auch ein Appell an alle 7.000 Ärzte für Homöopathie, sich vertrauensvoll in die Hände des DZVHAE zu begeben – was momentan nur noch 1.245 GKV-Vertragsärzte tun. In den letzten Jahren haben 250 Ärzte das spezielle 7%-Abrechnungsmodell des Arztvereins verlassen und rechnen lieber privat oder mit KV ab (Bericht).


Foto: Manuela Schwesig bei Eröffnung des Filmkunstfestes am 4.5. in Schwerin (@Staatskanzlei)

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