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Durchbruch für Homöopathie bei Behandlung von Epidemien: 4 Beispiele für Erfolge bei Cholera, Typhus, Spanischer Grippe, Encephalitis

Die indische Regierung empfiehlt das Homöopathikum Arsenicum album zur Vorbeugung einer Infektion mit dem Cororonavirus – und die weltweite Skeptiker-Bewegung überschlägt sich auf Twitter vor Hass gegen die Inder. Auch die deutsche Skeptikerbewegung lässt ihrem medizinischen Chauvinismus, der oft rassistische Töne hat, auf Twitter freien Lauf. Der Chef der PR-Agentur der Anti-Homöopathie-Lobby beispielsweise macht sich gleichzeitig über Kühe als Heiligtum der Inder wie über die Homöopathie-Empfehlung des Ministeriums Ayush lustig.

Was die Kritiker der Homöopathie heute gerne vergessen: Homöopathie hatte seinen Durchbruch als Therapie bei einer Cholera-Epidemie im 19. Jahrhundert, worauf sie staatlich anerkannt wurde. Viele weitere Erfolge bei Epidemien folgten. Hier einige Beispiele, die ich dem Artikel des Heilpraktikers Thomas Mickler und dem Vortrag des Arztes für Homöopathie Anton Rohrer entnommen habe (Quellen am Ende des Artikels).

Homöopathie bei Cholera – der Durchbruch
Im 19. Jahrhundert zogen mehrere Wellen der Cholera-Epidemie durch Europa und Asien und ließen eine Spur der Verwüstung hinter sich. Allein in Russland sollen 1830 über 200.000 Menschen der Seuche erlegen sein. Die Sterblichkeitsrate der schulmedizinisch behandelten Cholerakranken betrug damals über 50 Prozent. Es herrschte Ratlosigkeit bei Ärzten, wie man der Seuche Herr werden sollte. Samuel Hahnemann hatte bis 1831 vier Broschüren über die Heilung der Cholera verfasst. Seinen Durchbruch erlebte die Homöopathie nach Hahnemanns Empfehlungen durch Erfolge bei Cholera. In Österreich-Ungarn kam es in Mode, dass Adlige homöopathische Ärzte einstellten, die gute Erfolge bei Cholera erzielten. Überlieferte Daten dieser Ärzte zeigten, dass ungarische und Wiener Ärzte 1188 von 1263 Kranke von der Cholera kuriert hatten. Die belegten Erfolge wurden angezweifelt. Daraufhin mussten homöopathische Ärzte die Ergebnisse ihrer Therapie durch Unterschriften der Patienten und Priester bestätigen lassen. Die Auswertung ergab, dass 92 Prozent der homöopathisch behandelten Cholerakranken geheilt wurden.

Das hatte Folgen: Eine einflussreiche Persönlichkeit der österreichischen Monarchie, der Hofprediger des Wiener Stephansdoms Pater Johann Emanuel Veith, hatte selbst 125 Cholerakranke erfolgreich homöopathisch behandelt. Mit Predigten machte er Druck auf den Adel und Minister und pries die Homöopathie als Retterin vor der Seuche. In der Folge wurde die Homöopathie 1837 durch den Kaiser Ferdinand I. als Therapie staatlich anerkannt. Das ist umso höher einzuschätzen, nachdem die Homöopathie 1819 sogar verboten und von Ärzten nur noch bei ihren Privatpatienten angewendet werden durfte.

Aus der Cholera-Epidemie im 19. Jahrhundert lernte Indien im 20. Jahrhundert. 1972 gab es eine Choleraepidemie in Kalkutta. Die Erfolge bei der Behandlung mit Homöopathie führte 1973 zur staatlichen Anerkennung der Homöopathie durch das indische Parlament. Seither ist die Homöopathie der Schulmedizin politisch gleichgestellt.

Homöopathische Erfolge bei Encephalitis-Epidemie
1991 kam es in vier indischen Distrikten zum Ausbruch der Japan-Encephalitis, einer oft tödlich verlaufenden Virusinfektion. Generalstabsmäßig ging die indische Homöopathie-Behörde CCRH die Epidemie an. Sie studierte 32 hospitalisierte Encephalitispatienten und entwickelte eine homöopathische Behandlung auf Basis der Analyse der Patienten. In einer Großaktion behandelte die Behörde über 300.000 Patienten, die in den Epidemiegebieten in 96 Dörfern lebten, vor allem mit einem homöopathischen Arzneimittel – Belladonna C 200. Von den Behandelten konnte viele später nachkontrolliert werden und keiner zeigte irgendwelche Anzeichen der Erkrankung. Mit der homöopathischen Behandlung konnte die Epidemie gestoppt werden, was auch von der indischen Regierung als Erfolg anerkannt wurde.

Erster Erfolg für Homöopathie bei Typhus
Die erste größere homöopathische Epidemiebehandlung hat Samuel Hahnemann selbst durchgeführt – bei Typhus exanthematicus, dem Fleckfieber. Die Epidemie sorgte für viele Opfer. Anfang des 19. Jahrhunderts verlor Napoleon 60.000 Soldaten durch Kämpfe, aber über 200.000 Soldaten durch Fleckfieber. Allein in Torgau, wo Hahnemann lebte, starben in nur 4 Monaten 20.000 Soldaten. Er behandelte die Epidemie 1813 und berichtete, dass von 183 homöopathisch Behandelten ein Kranker starb. Sonst lag die Totesrate für Typhus bei 50 %.

Homöopathie bei Spanischer Grippe
Nach dem Ersten Weltkrieg starben bis zu 50 Millionen Menschen an der Spanischen Grippe, einer Viruserkrankung. Unter der damals üblichen schulmedizinischen Behandlung starben ca. 30 % der in Krankenhäuser Eingelieferten. Anders die homöopathisch Behandelten. Eine Übersichtsarbeit über die Behandlung der Grippe von 1918 durch amerikanische Homöopathen dokumentiert 26.795 behandelte Fälle von Grippe durch verschiedene Homöopathen. Bei ihnen verstarb nur 1 Prozent der Patienten.

Quellen:

Artikel des Heilpraktikers Thomas Mickler über Behandlung von Cholera-Epidemien durch Homöopathie (Link )

Vortrag des homöopathischen Arztes Anton Rohrer über Erfolge der Homöopathie bei Epidemien (Link )

2 Kommentare

  1. Klasse! Wußte ich nicht, dass Homöopathie SO erfolgreich bei Epidemien war. Man könnte also das Argument von Thilo umdrehen: NICHT HOMÖOPATHISCH zu behandeln wäre „Gefährliche Körperverletzung“.

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