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Studien

Welche wissenschaftlichen Studien gibt es zu Homöopathie? Was sagen sie konkret für mich als Globuli-Verwender aus? Und: wie werden Studien manipuliert, damit sie ein gewünschtes Ergebnis contra Globuli liefern?


Zwei gute Quellen zu Studien:

Carstens Stiftung (Link)

Homeopathy Research Institute (Link)


Seit 2005 erstatten Krankenkassen Homöopathie, nachdem die „Witt-Studie“ die Wirksamkeit bei 80% nachgewiesen hat:

Homöopathische Zubereitungen wirken nachweislich und ihre Wirkung ist evidenzbasiert gesichert: Prof. Claudia Witt, Lehrstuhl Komplementärmedizin Zürich, konnte 2005 zeigen, dass 80% der chronischen Erkrankungen durch Homöopathie gebessert und 50% der Patienten von ihrem Leiden befreit werden[1]. In der Folgestudie nach 8 Jahren konnte gezeigt werden, dass dieser Effekt anhält [2]. Alle an dieser Studie beteiligten 103 Ärztinnen und Ärzte waren auf die Homöopathie spezialisiert, 30% Mitglieder der Hahnemann-Gesellschaft [1]. Die Evidenz für homöopathische Zubereitungen ist nicht rückgängig zu machen. Dies führte zu der folgerichtigen Erstattung durch die gesetzliche Krankenkassen bei ausgewählten Ärztinnen und Ärzten mit der Zusatzqualifikation Homöopathie.

[1] Witt, Claudia M.; Lüdtke, Rainer; Baur, Roland; Willich, Stefan N. (2005): Homeopathic medical practice. Long-term results of a cohort study with 3981 patients. In: BMC public health 5, S. 115. DOI: 10.1186/1471-2458-5-115.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16266440

[2] Witt, Claudia M.; Lüdtke, Rainer; Mengler, Nils; Willich, Stefan N. (2008): How healthy are chronically ill patients after eight years of homeopathic treatment?–Results from a long term observational study. In: BMC public health 8, S. 413. DOI: 10.1186/1471-2458-8-413.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19091085


Studienauswertung: 43% der Studien weisen Wirksamkeit von Homöopathie nach

Das Homeopathy Research Institute (Link) verweist auf 189 randomisierte kontrollierte Studien zur Homöopathie in Bezug zu über 100 verschiedenen Erkrankungen, die bis Ende 2014 in Fachzeitschriften veröffentlicht wurden. 104 dieser Studien waren Placebo-kontrolliert und für eine Überprüfung geeignet. In 43 Studien (41 Prozent) konnte nachgewiesen werden, dass die Homöopathie wirksam war. Nur fünf Prozent zeigten keine nachweisbare Wirksamkeit. 54 Prozent kamen zu keinem eindeutigen Ergebnis. Vergleicht man diese Bilanz mit Metastudien zur konventionellen Medizin, zeigen sich auffallend ähnliche Ergebnisse. 44 Prozent der Studien in der konventionellen Medizin wiesen positive Wirkungseffekte, sieben Prozent negative und 49 Prozent keine eindeutigen Ergebnisse nach.

Obwohl die Prozentsätze an positiven, negativen und nicht eindeutigen Ergebnissen für Homöopathie und Schulmedizin ähnlich ausfallen, ist es wichtig, einen großen Unterschied in der Anzahl ausgeführter Forschungsarbeiten anzuerkennen. Es gibt 189 homöopathische Studien, aber 1016 schulmedizinische Übersichtsarbeiten, von denen jede mehrere Studien analysiert.

Dies unterstreicht den dringenden Bedarf nach mehr Forschung in der Homöopathie, insbesondere an groß angelegten,  qualitativ hochwertigen Wiederholungen der vielversprechendsten positiven Studien.

Der zahlenmäßige Unterschied ist ferner nicht überraschend, wenn man bedenkt, welch verschwindend geringe Finanzmittel für die Forschung im Bereich „Komplementär- und Alternativmedizin“ (CAM – Complementary and Alternative Medicine) bereitgestellt werden.  In Großbritannien beispielsweise werden nur 0,0085 % des gesamten Haushalts für medizinische Forschung im Bereich CAM ausgegeben, wovon Homöopathie lediglich ein Beispiel ist.3

Quelle: HRI


 

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