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Wie arbeitet ein Heilpraktiker? SPIEGEL TV zu Besuch bei Tjado Galic / Praxisbericht

Gastbeitrag von Tjado Galic

Der HomöopathieWatchblog von Christian Becker bat mich um einen Erfahrungsbericht mit Spiegel TV in der Praxis am 25.10.2018:

Vermittelt über Christian Becker bekam ich Dienstagabend eine Anfrage von Spiegel TV mit der Bitte in einer HP Homöopathiepraxis zu filmen, vielleicht auch mit Patienten und ein Interview zur Vorgehensweise in der Praxis zu führen. Da ich die Woche frei habe, sagte ich zu und Donnerstagmorgen war das Team da, bestehend aus Reporterin, Kameramann und Tontechniker.

Die Fälle
Spontan kamen vier Patienten, welche einen Ausschnitt der unterschiedlichen Anforderungen des Praxisalltages illustrierten:
Eine Mutter berichtete über die aktuelle Pubertätskrise ihres behinderten Sohnes nach frühkindlicher Hirnblutung mit Hemiparese, der seit 13 Jahren in begleitender homöopathischer Behandlung steht und zu Beginn seines Lebens unter schwerster therapieresistenter Epilepsie litt.
Der zweite Fall war eine Mamma CA Patienten, die aktuell mit TU seit Juli mit diesem Anliegen mitbehandelt wird und sich in einer sehr erfreuliche Remissionsphase befindet.
Als drittes kam eine Patientin mit einem regredienten Halswirbelsäulenssyndrom zur Nachkontrolle und einem Zufallsbefund im MRT zur Beratung.
Der vierte Fall war ein Mann mit transplantierter Niere, der unter der Dialyse einen schweren Verlauf einer Polyradikulitis (GBS) mit noch bestehenden Restlähmungen entwickelte und aktuell unter einem komplexen Schmerzsyndrom (CRPS) leidet.

Der Ablauf
Gefilmt wurden Begrüßung, Anamnese, fallbezogene Untersuchungen Beratungen und die Verabschiedung. Zusätzlich wurden die Patienten befragt. Alle schilderten spontan und eindrücklich ihre Erfahrungen, insbesondere dass die homöopathische Behandlung ihnen immer wieder in entscheidenden Phasen hilft und dass sie in der Praxis auch medizinisch sehr gut beraten werden. Zwischendurch stellte die Reporterin Fragen zur Vorgehensweise. Im Vordergrund standen immer wieder Fragen zur Sorgfalt. Von besonderem Interesse war dabei der Tumor Fall. Hierzu konnte ich darstellen, dass Patienten in unterschiedlichen Phasen zur Behandlung kommen:
Gleich zu Beginn noch während der laufenden Diagnostik und während der konventionellen Behandlung. Dann in der kritischen Nachbeobachtungsphase (nach Abschluss der konventionellen Behandlung) sowie zur Palliativen Behandlung, mit dem Ziel, die verbleibende Lebenszeit möglichst beschwerdearm zu verbringen.
In allen Fällen konnte die enge Verzahnung mit Facharztdiagnostik, erforderlichen Untersuchungen wie Labor, bildgebende Verfahren u.a. und der zugehörigen Dokumentation als integraler Bestandteil der klinischen Diagnostik in der Praxis gezeigt werden.

Die Vorgehensweise zur homöopathischen Diagnostik konnte trotz hochkonzentrierter Bemühungen nur ansatzweise in ihrer Komplexität aufgearbeitet werden. Dafür reichte einfach die Zeit nicht. Aus den wohl angedachten zwei Stunden wurden so schon fast vier und es reichte nicht mal für eine ganze Kaffeepause.

Das Team
arbeitete harmonisch und hochkonzentriert, ich lernte auch viel von mehrfach aufstehen nochmal zum Schrank gehen, Schachteln auf und zu machen etc. und aus verschiedenen Einstellungen mehrmals oder kürzer dieselbe Botschaft sagen, was eine ungewohnte Herausforderung und Anstrengung war. Der Kameramann war extrem aufmerksam und kam bei den vielen Positionswechseln ins Schwitzen, alle drei verbrachten die meiste Zeit im Stehen. Es ist der Reporterin zu verdanken, dass wir alle Patienten geschafft haben. Sie war hochinteressiert an allen Vorgängen und stelle sich dieser wohl unerwarteten Herausforderung, wofür ich mich sehr bedanken möchte.

Ausblick
Aus dem gesamten Material werden für den Bericht wohl nur 3-4 min übrigbleiben. Wie das verzerrungsarm gelingen kann, entzieht sich meiner Vorstellungskraft und dafür wünsche ich den Zuständigen ein ebenso gutes Gelingen, wie sich das Team vor Ort präsentiert hat.

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Ein Kommentar

  1. Gestern bei SPIEGEL TV hat man gesehen, was vom Besuch bei Galic übrig blieb. Wäre das Redaktionsteam nicht so freundlich gewesen, würde man sich nicht so öffnen. Das heißt jedoch gar nichts, wie man jetzt wieder mal sieht. Sie mußten immerhin lange drehen, um genug Verwertbares zu bekommen. Schon ein Witz, eine Untersuchung zu zeigen mit dem zeitgleichen Spruch „…trotzdem wirken die Heilsversprechen alternativer Medizin“. Also suchte man nur nach Bildern für eine eigentlich längst fertige Geschichte.
    Herrn Beckers Besuch beim Spiegel ganz wegzulassen und vom Besuch bei Tjado Galic nur diese Schnipsel zu zeigen und sich dann aber selbst zu beschweren, daß sie keine Interviews bekommen von verschiedenen Arzneifirmen, das ist nicht nur unsouverän, sondern richtig schlecht! Übrigens hat mir die deutliche und aufrichtige Abfuhr von WELEDA am besten gefallen!

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