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Erfolg der Petition für Homöopathie-Nachwuchs: 533 Homöopathen protestieren bei Vorstand Carstens-Stiftung

Am 24. April als letztem Tag hat die Petition „OFFENER BRIEF ZUR AUFLÖSUNG ZENTRALER FÖRDERBEREICHE DER CARSTENS STIFTUNG“ noch einmal so viele Stimmen eingesammelt, dass das Petitionsziel sogar deutlich übertroffen wurde. Fast 50 Stimmen kamen allein am 24. zusammen, sodass mit insgesamt 533 Unterschriften das Petitionsziel von 500 deutlich übertroffen wurde. Diese Unterschriften auf der Plattform Openpetition gehen nun mit dem Anschreiben der Petitions-Initiatorin Dr. Corina Güthlin (Link) an die Vorstände der Carstens-Stiftung Michalsen, Schlüter, Paul, Wiesenauer.

Güthlin hatte an die Vorstände in der Petition geschrieben: „Mit diesem Brief drücken wir einmal den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stiftung, die über Jahre hinweg diese Bereiche mit ihrem persönlichen Engagement aufgebaut haben, unsere Wertschätzung und unseren tiefen Dank aus und rufen den Vorstand auf, seine Entscheidung noch einmal zu überdenken. Sie zerstören gerade Strukturen, die für den wissenschaftlichen Nachwuchs einmalig waren!“ Die Stiftungs-Vorstände hatten beschlossen, dass die Stiftung die Stiftungs-Fachkräfte aus der Förderung von Studenten und Promovierenden für Homöopathie abzieht und entlässt. Dagegen hatten sich die 533 Petitions-Unterzeichner gewandt und die Vorstände aufgefordert, die Auflösung der personellen Nachswuchsförderung rückgängig zu machen.

In zahlreichen Kommentaren hatten die Unterzeichner ihre Kritik an der Carstens-Stiftung deutlich ausgedrückt. Beispielsweise schreibt Dr. Achim Schuppert (Bonn): „Ich habe selbst mit Frau Dr. Carstens im Arbeitskreis Homöopathie mitgearbeitet und ihre Ziele kennen und schätzen gelernt. Anfang 2000 hat mich die Stiftung bei der statistischen Auswertung unserer Patientinnen mit Mammakarzinomen unterstützt. Vor einigen Jahren untersagte uns dann die Stiftung, auf unserer Homepage die Stiftung dafür dankend zu erwähnen. Mir bereitet es Sorge anzunehmen, dass sich Kräfte mit anderen Zielen nun der Stiftung ermächtigt haben.“

Professor Harald Walach hatte auf seinem Blog ergänzt: „Der Vorstand der Carstens-Stiftung hat in einer sehr kurzfristigen Entscheidung drei zentrale Förderbereiche geschlossen. Dadurch sind die Doktoranden-Betreuung, die Bibliothek und die Homöopathie-Forschungs-Datenbank ohne weitere personelle Betreuung. Ein nachhaltiges Anschlusskonzept gibt es meines Wissens nicht. Ich habe die Stiftung seit ihrer Entstehung gekannt und mit Sympathie begleitet. Frau Carstens hat mir im Jahre 1985 zur Publikation meiner Diplomarbeit verholfen. Sowie ich sie gekannt habe, hätte sie diese Aktion keinesfalls gutgeheissen, und in meinen Augen verstösst sie gegen das ideelle Erbe der Stifter. Meine Kollegin Corina Güthlin hat eine Online-Petition gestartet, in der sie gegenüber dem Vorstand der Stiftung ihre Sorge zum Ausdruck bringt. Wem dies ein Anliegen ist, dem lege ich diese Petition nahe.“

Die Petitionsplattform Openpetition veröffentlicht auch eine Statistik (Link), woher die Unterschriften für die Petition stammen: Auf Platz 1 liegt der Homoeopathiewatchblog (20 %), dann folgen E-Mails (9 %). Die meisten Unterschriften kamen aus Bayern (170) und Baden-Württemberg (86). Motivation für die Unterschrift waren „Sich verantwortlich fühlen“ (37 %) und „Selbst betroffen sein“ (22 %).

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