homöopathie

Hahnemann-Gesellschaft appelliert an Bayerns Ärztekammer, die Homöopathie zu retten

#RetteDeineHomöopathie: Unter diesem Motto schlossen sich die ärztliche Hahnemann-Gesellschaft, der Homoeopathiewatchblog und Forschungsgemeinschaft Bütad zusammen, um der Homöopathie mehr Gehör zu verschaffen. Das gelang mit zahlreichen Aktionen wie 30.000 Postkarten an Ärztekammern (mehr Infos), die über die Homöopathie entscheiden. Wie notwendig solch eine gemeinsame Aktion der Homöopathie-Community ist, wird das kommende Wochenende wieder zeigen. Vom 15. bis 17. Oktober entscheiden 180 Delegierte der Ärztekammer Bayerns auf ihrem Ärztetag, ob die Homöopathie weiter Teil der Weiterbildung und die Zusatzbezeichnung erhalten bleibt.

An die 180 Delegierten der Ärztekammer richtet Ulrike Fröhlich, Ärztin für Homöopathie und Vorständin der Hahnemann-Gesellschaft, im Homoeopathiewatchblog einen Appell kurz vor dem Ärztetag, die Homöopathie zu retten. 

Christian J. Becker, Homoeopathiewatchblog: Warum ist die Zusatzbezeichnung Homöopathie wichtig?

Ulrike Fröhlich, Hahnemann-Gesellschaft: Die Zusatzbezeichnung Homöopathie ist sowohl für Ärzte als auch Patienten von eklatanter Bedeutung. 54% der Deutschen nutzen Homöopathie bereits. Das sind über 30 Millionen Menschen (Forsa 2021).

Zwei Voraussetzungen müssen für die Anerkennung einer Zusatzbezeichnung gegeben sein.

  1. es muss ein Bedarf bestehen
  2. es muss sich um das Verfahren ein Forschungsfeld entwickeln.

Beide Voraussetzungen, die seinerzeit zur Implementierung der Homöopathie führten, liegen genauso noch heute vor. 

Es gibt also einen enormen Bedarf innerhalb der Bevölkerung, der bei über 50% liegt.

Daneben hat sich die Forschung zur Homöopathie in ein großes Forschungsgebiet ausgeweitet, deren Qualität sich kontinuierlich verbessert und ausgebaut hat. (mehr Infos zum aktuellen Stand der Forschung) 

Gerade im Bereich der Grundlagenforschung zeigen sich deutliche Fortschritte sowohl in der Qualität als auch in der Quantität. Solche Entwicklungen sind ganz normale Dynamiken in Forschungsprozessen, da Forschungen sich in jene Richtungen entwickeln, wo Effekte erkennbar sind.

In der klinischen Forschung sind deutliche Effekte der Homöopathie bereits sichtbar und bestätigt gezeigt worden. Anderslautende Aussagen verfolgen andere Ziele als wissenschaftliche.

Über 60% der Allgemeinärzte wenden zusätzlich die Homöopathie an, weil sie ihnen eine zusätzliche Therapieoptionen zur Behandlung ihrer Patienten bietet. 

Christian J. Becker, Homoeopathiewatchblog: Was sind die Konsequenzen, wenn die Zusatzbezeichnung Homöopathie abgeschafft wird?

Ulrike Fröhlich, Hahnemann-Gesellschaft: Die Abschaffung der Zusatzbezeichnung führt zu einem sofortigen Einbrechen der Ausbildungszahlen in der Homöopathie, da junge Ärzte keine Planungssicherheit zur Existenzsicherung mehr haben.

Homöopathie Fortbildungen werden von der Landesärztekammer nicht mehr zertifiziert werden. Ein ganzer Weiterbildungsbereich wird vernichtet.

Die Homöopathie, ein wirksames und preiswertes Therapieverfahren, steht der Bevölkerung zunehmend weniger zur Verfügung, obwohl mehr als die Hälfte der Bevölkerung dieses nutzen.

Das Wissen innerhalb der Ärzteschaft zur Homöopathie nimmt ab. Eine sinnvolle Implementierung in die Medizin wird dadurch verhindert. Die Möglichkeiten der wissenschaftlichen Erforschung werden weiter verschlechtert. Diese dann eingeleitete Entwicklung steht diametral dem Bedarf in der Bevölkerung gegenüber. In unverantwortlicher Weise wird ihr Bedarf ignoriert und ihr eine naturnahe, wirksame, verträgliche und preiswerte Behandlungsmöglichkeit genommen. Damit wird das Monopol der industriellen Therapeutika weiter gestärkt. 

Conclusio:

Die Bewertung eines Forschungsfeldes wie der Homöopathie liegt ausschließlich bei der Wissenschaft und nicht bei der Politik! Echte Kompetenzen sind es, die uns zunehmend auch bei politischen Entscheidungen leiten müssen.

Der reiche Erfahrungsschatz der Bevölkerung ist zu würdigen und anzuerkennen. 30.000 Postkarten erreichten die Landesärztekammer Bayern im letzten Jahr mit der Aktion #RetteDeineHomöopathie. Viele ergreifende Kommentare berichteten von der erfahrenen Wirksamkeit der Homöopathie durch die Patienten selbst.

Wir fordern unsere Kollegen der Landesärztekammer Bayern hiermit auf, sich mit den auch homöopathisch arbeitenden Kollegen die aufrecht, sorgsam und korrekt dieses umfangreiche Therapieverfahren gelernt haben und es ausüben, zu solidarisieren.

Stimmen Sie für den Erhalt der Zusatzbezeichnung Homöopathie!

Ulrike Fröhlich | Ärztin | Vorstand Hahnemann Gesellschaft

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