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Heilpraktiker-Beruf wird 2019 politisch in ernsthafte Schwierigkeiten geraten: 16 Gesundheitsminister überprüfen Beruf bis 5. Juni / Analyse und Gegenmaßnahmen im Watchblog_H

Heilpraktiker haben gesundheitswirtschaftlich einen großen Pluspunkt und gesundheitspolitisch eine empfindliche Schwachstelle. Das Gute sind die vielen Patienten, die jeden Tag zu Heilpraktikern gehen und bereit sind, ca. 500 Millionen Euro pro Jahr aus eigener Tasche zu bezahlen, wie der Verband BDH berichtet. Aber Heilpraktiker haben auch eine Schwachstelle: das Heilpraktiker-Gesetz von 1939. Es definiert den Beruf nicht wirklich, sondern eher, was der Beruf in Sachen mögliches Risiko tun und vor allem nicht tun sollte. Daher wurde das Gesetz auch 2017 justiert in Richtung „bundeseinheitliche Überprüfungsrichtlinien“, wie ein HP-Verband das nennt.

Das Heilpraktiker-Gesetz von 1939 ist die Achillesferse. Das haben die politischen Gegner der Heilpraktiker auch erkannt. Ihr Ziel wird es sein, im Bundestag eine Abstimmung herbeizuführen, um das Gesetz abzuschaffen oder so zu modifizieren, dass es deutlich weniger Heilpraktiker als bisher geben wird. Das wird vorbereitet durch die Gesundheitsministerkonferenz.

Die Kampagne gegen den Heilpraktiker startete am 22. Juni 2018 und wird am 5. Juni 2019 ihren ersten politischen Höhepunkt haben.

Am 22. Juni 2018 hat die Gesundheitsministerkonferenz mit 16 Ministern und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn beschlossen und dies auch veröffentlicht (Link): „Die Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Gesundheit sehen eine zwingende Reformbedürftigkeit des Heilpraktikerwesens. Der Bund wird gebeten, eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe einzurichten, die eine grundlegende Reform des Heilpraktikerwesens prüft. Das Ergebnis der Prüfung soll bis zur 92. GMK 2019 vorgelegt werden.“ Das Ergebnis dieser Überprüfung legen die Minister am 5. Juni 2019 vor. Wie es aussieht, kann man ahnen.

Welche Schlussfolgerungen kann man daraus ziehen? Welche weiteren politischen und medialen Aktivitäten gab es danach gegen den Heilpraktiker?

Was kann man politisch und medial dagegen tun? Was kann jeder Heilpraktiker, was kann jeder Verband tun?

Anwort auf die Fragen exklusiv für Globuli-Club-Mitglieder im Teil 2 der Analyse: Klick.

Ein Kommentar

  1. Es wäre wünschenswert, dass das Heilpraktikergesetz modernisiert wird. Heilpraktiker sind schon jetzt eine wichtige Säule unseres Gesundheitssystems, dies sollte bei der Überarbeitung bedacht und gefestigt werden. Wir brauchen gut ausgebildete Heilpraktiker, die Verbände sollten sich intensiv in der Politik dafür einsetzen.

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