Homöopathie-Stimme bei Grünen wird lauter: zwei Anträge pro-Globuli gegen den Contra-Globuli-Lobby-Antrag für Parteitag

Verzweifelt versucht die neoliberale Fraktion bei den Grünen seit Start der Petition #RetteDeineHomöopathie (mit 4.314 Unterschriften bis heute), in der Partei Stimmung für ihren Anti-Homöopathie-Antrag zu machen. Der offiziell von der Anti-Homöopathie-Lobby INH unterstützte Anti-Globuli-Antragsteller Tim Demisch (lange Zeit FDP-Mitglied; seit kurzem erst Grüner, seitdem auf Anti-Globuli-Kurs) versucht, die Parteimitglieder zu beeinflußen, um Druck auf die 820 grünen Delegierten des Parteitages im November aufzubauen:

homöopathie

Die Durchhalteparolen der neoliberalen Anti-Globuli-Fraktion bei den Grünen (klein, aber laut) sind auch notwendig.

Denn die große soziale Fraktion bei den Grünen hat reagiert. Erst hat sich mit Kordula Schulz-Asche eine Führungsperson der Grünen öffentlich pro Homöopathie und erstaunt über die Anti-Kampagne geäußert (Bericht) und die grüne Staatssekretärin Bärbl Mielich hat den Anti-Antrag kritisiert (Bericht) – nachdem die Grünen Birgit Raab und Ulle Schauws auf Twitter vorgearbeitet hatten.

Nun gibt es bereits zwei pro-Homöopathie-Gegenanträge für den grünen Parteitag gegen den Antrag der neoliberalen Fraktion um Demisch:

Der Grüne und Leiter eines Pflegedienstes aus Halle, Kay Müller, appelliert an die Grünen mit seinem Antrag „PATIENT*INNEN-SCHUTZ STÄRKEN: FÜR EINE ÖKOLOGISCHE, NACHHALTIGE, PATIENTEN-ZENTRIERTE MEDIZIN“ (Link zum Antrag):

  1. Den Erhalt der Apothekenpflicht für homöopathische Arzneimittel.
  1. Gezielte Maßnahmen zum Erhalt homöopathischer Arzneimittel.
  1. Eine verstärkte Aufklärung über die Wirksamkeit und der ökologisch nachhaltigen
    Effekte einer homöopathischen Behandlung bei Pflanzen, Tieren und Menschen.“

Auffällig an seinem Antrag ist auch, dass 43 % der Unterstützer*innen Frauen sind. Der Anti-Homöopathie-Antrag von Tim Demisch wird fast nur von Männern in der Partei unterstützt (80 % seiner Unterstützer sind Männer).

homöopathie gruene

Auch ein zweiter Antrag setzt sich für Homöopathie bei den Grünen ein: Ulrich Geyer schreibt in seinem Antrag (Link) „FÖRDERUNG DER INTEGRATIVEN MEDIZIN: FÜR THERAPEUTISCHE VIELFALT IN DER GESUNDHEITSVERSORGUNG UND FÜR METHODENPLURALISMUS IN DER MEDIZINISCHEN FORSCHUNG“ mit Blick auf Demischs Antrag: „Es geht hier erkennbar nicht um wissenschaftliche Klärung, sondern um einen von Homöopathiegegner*innen inszenierten Glaubensstreit darüber, dass potenzierte Mittel aus
Prinzip nicht wirken können, da sie ja keine wirksamen Substanzen enthielten. Die Klärung
dieses Sachverhaltes, ist eine wissenschaftliche, sicher aber keine politische Frage.“

Wenn Sie Mitglied der Grünen sind, dann können Sie die beiden Anträge noch mit unterzeichnen. Allerdings nur noch heute: die Zeichnungsfrist läuft am 4. Oktober um 23.59 Uhr ab.

 

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