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Globuli entlasten Krankenkassen: 85% zahlen Verbraucher selbst, 14 % bei konvent. Medikamenten / Welt der Homöopathie in Zahlen (Teil 2 von 2)

Text: Christian J. Becker, Dipl. oec. troph. DER MÜNDIGE PATIENT ENTSCHEIDET UND BEZAHLT (AUCH) HOMOEOPATHIE Wieviel bezahlen Patienten selbst für Homöopathie pro Jahr? … 533 Millionen Euro (2017) (Zum Vergleich: 96 Mio übernehmen Krankenkassen auf Rezept. 85 Prozent aller Ausgaben für Globuli übernehmen Patienten selbst Wieviel bezahlen Patienten selbst für konventionelle Medikamente pro Jahr? … 6,7 Milliarden Euro (2017) (Zum Vergleich: 42,2 [ … weiter lesen als Globuli-Club-Mitglied … ]

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Ein Kommentar

  1. Dieser Artikel zeigt im weitesten auf wunderbare Weise die selektive Informationsaufnahme auf Basis einer kognitiven Verzerrung, denn es werden Fragen gestellt, aber die Antworten gerne in einen falschen Kontext gesetzt oder basieren auf Zufriedenheitsbefragungen der Deutschen Homöopathie Union.
    Bereits im Titel schleicht sich der erste Fehler ein. Globuli entlasten Krankenkassen. Mit ein wenig Recherche hätte Herr Becker recht einfach herausfinden können, dass das Gegenteil der Fall ist, wie die Berliner Charité und die Techniker Krankenkasse in einer Langzeitstudie herausfanden.
    https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2017/09/22/homoeopathie-mit-hoeheren-kassen-ausgaben-verbunden

    Interessant auch, dass Herr Becker von Nebenwirkungen in der Homöopathie spricht. Als Nebenwirkungen bezeichnet man im allgemeinen unerwünschte Wirkungen zusätzlich zu der Hauptwirkung eines Medikamentes. Bisher konnte mir noch kein Homöopath darstellen, mit welchem Mechanismus/ Kriterien in der Homöopathie zwischen Wirkung und Nebenwirkung unterschieden wird, wenn bei den HAMPs alles zur Wirkung erklärt wird. Eine semantische Spielerei. Aber vielleicht kann es ja Herr Becker. Wie würde man in der Homöopathie zwischen Wirkung und Nebenwirkung unterschieden?

    Gute Verträglichkeit von Globuli ist ebenfalls kein Argument für die Erstattung homöopathischer Kosten. Schokolade ist auch verträglich und hat wahrscheinlich einen höheren Nutzen als reiner Zucker. Warum sollten Krankenkassen Schokolade geschweige denn wirkungslosen Milchzucker bezahlen, wenn diese nicht einmal die Kosten für Brillen, deren Nutzen zu 100% nachgewiesen ist, übernehmen

    Die Auflistung der Menge an Ärzten, Apothekern und Heipraktikern ergibt mEn auch keinen Sinn und ist Augenwischerei. Um Heilpraktiker zu werden bedarf es eines Hauptschulabschlusses und eines polizeilichen Führungszeugnisses (kann also praktisch jeder werden), um zur Prüfung zugelassen zu werde. Eine Ausbildung ist nicht Voraussetzung, der schriftliche Test sind einfache Fragen im multiple Choice Verfahren, danach folgt eine mündliche Prüfung, in der letztendlich nur festgestellt wird, ob der Geprüfte in der Lage ist zu erkennen, wann jemand zu einem studierten Mediziner gehört und wann es harmlos ist. Wer die amtlichen Prüfungsfragen der letzten Jahre gerne selber nachlesen möchte (oder als Vorbereitung für den schriftlichen Test benutzen will) kann das hier machen. Auch die mündlichen Fragen sind dort zu finden.

    https://www.paracelsus.de/ausbildung/pruef/pf_main.asp

    Da noch jede Menge weiterer Fehler folgen lassen wir an dieser Stelle einfach die deutsche Apotheker Zeitung und den Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung Gassen zu Wort kommen, der zum Thema Kostenerstattung von HP durch Kassen deutlich Stellung bezieht

    https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2017/05/22/gassen-fordert-homoeopathie-verbot-fuer-kassen

    Freue mich auf die Erklärung zu den Nebenwirkungen.

    Herzliche Grüße Olaf Wagenknecht (Klarname)

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