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Presserat untersucht „Fall Hackenbroch vs Homöopathie“ nach Anzeige/ HomoeopathieWatchblog fragt Autorin, diese antwortet

Wie unabhängig und glaubwürdig ist die Journalistin Dr. Veronika Hackenbroch? Diese Frage ist noch nicht vor Gericht, sondern vorerst „nur“ vor dem Presserat. Er hat sich auch 2018 nach einer Anzeige mit ihr im Rahmen des Falls „Hackenbroch vs Homöopathie“ wieder zu beschäftigen. Wieder einmal. Bereits 2013 war die Autorin dort Thema und wurde von Presserat verurteilt. Das Urteil 2013: ein „Hinweis“ nach Ziffer 2 des Pressekodex (das ist die drittschärfste Sanktion des Presserates nach Rüge und Missbilligung).

Diesmal im Jahr 2018 sitzt die Autorin wieder auf der „Anklagebank“ des Presserates – wegen ihres Artikels „Die Macht der Heiler“, einem Artikel gegen Homöopathie. Veronika Hackenbroch wurde beim Presserat angezeigt. Einige Anklagepunkte dazu hat die Veronica Carstens-Stiftung veröffentlicht: Link. (Red. Hinweis: sie ist nicht die Anzeigende). Zitate aus dem Artikel von Veronika Hackenbroch: „Das Geschäft mit esoterischen Therapien wie Homöopathie boom“, „Krankenkassen übernehmen für manchen Hokuspokus sogar die Kosten“.

Ich habe die angeklagte Autorin angeschrieben und ihr die Möglichkeit eingeräumt, Stellung zu den Anklagepunkten der Carstens Stiftung zu beziehen.

Dazu habe ich Veronika Hackenbroch am 1.10. per öffentlich zugänglicher E-Mail (veronica hackenbroch @spiegel de) angefragt und ihr die Möglichkeit eingeräumt, folgende Fragen zu beantworten:

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Am 2. Oktober schrieb mir Veronika Hackenbroch per Mail, dass sie zu den Vorwürfen der Carstens Stiftung keine Stellung nehmen könne. Frau Hackenbroch stellt in ihrer Mail auch Bedingungen für Berichterstattung über sie. Ihr O´Ton mit leiser Drohung zwischen den Zeilen: „Für den von mir verantworteten Beitrag aus 2013 erhielt der SPIEGEL einen Hinweis – und keine Rüge. Insofern würde ich Sie bitten, dies entsprechend richtig zu stellen, ein Streit hierüber sollte vermeidbar sein. Meine Antworten auf Ihre Fragen jedenfalls dürfen Sie nur verwenden, wenn dies richtig gestellt ist. Sofern Sie weiter in Ihrem Blog die Bestätigung des Presserats über eine aktuelle Beschwerde posten und hierzu eine Einschätzung anfragen – nun, bislang hat uns keine Nachricht des Presserats erreicht, so dass wir hierzu auch keine Stellung nehmen können.“ (Die sehr interessanten Antworten auf Fragen 2 und 3 veröffentliche ich zu einem späteren Zeitpunkt).

Veronika Hackenbroch sei 2018 eine „Wiederholungstäterin“, wie Dr. Jens Behnke von der Carstens Stiftung über sie twittert.

 

Bereits 2013 sass Dr. Veronika Hackenbroch beim Presserat auf der „Anklagebank“. Der Journalist Claus Fritzsche hatte 2013 über die Verurteilung Hackenbrochs bzw. der Redaktion durch den Presserat geschrieben (Link). Begründung für die Verurteilung im Fall 0321/13/2-BA: „drastische Verzerrung der Studienergebnisse“ laut Fritzsche. Der Presserat veröffentlicht solche Urteile online. Diesen Artikel schrieb Claus Fritzsche vier Tage vor seinem gewaltsamen Tod (Link).


Hintergrund zum Presserat: bei Veronika Hackenbroch handelt es sich um zwei Fälle. 2013 wurde sie vom Presserat verurteilt. 2018 wurde sie beim Presserat zunächst angezeigt, dieser muss dann momentan über sie entscheiden.

So läuft ein Verfahren ab: der Presserat wird nach einer Anzeige aktiv. Dann untersucht er den Fall entsprechend des Pressekodex. Später veröffentlicht er das Urteil. Das angeklagte Medium wird vom Presserat über die Anzeige nicht informiert (bei leichteren Fällen).

Link Presserat

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