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Ärztin für Homöpathie kritisiert Berliner Ärztekammer, die Fortbildungen für diese Ärzte abschaffen will

Das Portal Medwatch (finanziert vom Abmahnverein Konsumentenbund, der auch das Infonetzwerk Anti-Homöopathie INH finanziert) hatte als erster Anti-Homöopathie-Blog veröffentlicht, dass die Berliner Ärztekammer die Fortbildungen für Ärzte für Homöopathie abschaffen will. Auf Medwatch ist die Ärztezeitung mit dem Artikel „Keine CME-Punkte für die Homöopathie“ aufgesprungen. Das ist kein Wunder. Der Medwatch-Blogger Hinnerk Feldwisch (Porträt über ihn) schreibt auch als Journalist für die Ärztezeitung (z.B. gegen Homöopathie oder fürs Impfen). Schlauerweise stammt der aktuelle Artikel gegen Globuli und Ärzte in der ÄZ nicht von ihm.

Ich habe eine Ärztin für Homöopathie aus dem Münsterland gefragt, was sie von der Absicht der Ärztekammer hält. Hier ihre Antwort:

„Einmal wieder wird mit dem Argument, die Homöopathie sei eine “Methode ohne jede Evidenz” versucht, die Homöopathie mundtot zu machen. Es wird immer offener versucht, diese Heilmethode zu diskreditieren und aus der ärztlichen Therapie zu eliminieren.
Wenn die Fortbildungen über Homöopathie nicht mehr offiziell anerkannt werden (und das geschieht über die CME Punkte), wird ihr mehr und mehr aberkannt, eine Leistung aus dem Katalog der ärztlichen Therapiemöglichkeiten zu sein. Und damit soll anscheinend der Bevölkerung  (und auch den Kollegen) gezeigt werden, dass diese Therapieform eben nicht dazu gehört und man sich von ihr besser fernhält . Es ist schon ein Phänomen, mit welcher Hartnäckigkeit wissenschaftliche Studien, die die Wirksamkeit homöopathischer Mittel- unabhängig von einer Placebowirkung – belegen, einfach vom Tisch gewischt werden. Es entsteht der Eindruck einer gezielten Vorgehensweise.
 
Homöopathische Fortbildungen werden  in der Regel von für die Weiterbildung qualifizierten homöopathischen Ärzten angeboten und das Diplom des Zentralvereins sorgt für einen guten Qualitätsstandart. Der würde durch diese Streichung  primär nicht gemindert. Aber die Kollegen brauchen eine gewisse  Anzahl von Punkten für ihre notwendigen regelmäßigen ärztlichen Fortbildungen und diese kosten Zeit und Geld. Und wenn Kollegen diese Punkte für die Homöopathie – Fortbildungen nicht bekommen, kostet es sie zusätzliche Zeit und Geld, um ihre notwendigen Punkte zu erhalten. Das setzt noch mehr Idealismus voraus, als ohnehin schon viele homöopathische Kollegen aufbringen und auf Dauer wird es  einige davon abhalten, Homöopathie auszuüben. Das ist vermutlich Sinn und Zweck dieser neuen Aktion.“
 

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