froehlich homöopathie

WELT ließ INH-Lobbyistin und BMin Kristina Schröder gegen Homöopathie schreiben und weigert sich, Leserbrief als Gegenrede zu veröffentlichen

Die Bundesministerin ad, jetzige Anti-Homöopathie-Lobbyistin und WELT-Kolumnistin hat in ihrer Springer-Zeitung einen Text unter der Überschrift „Homöopathie, ein Mumpitz“ veröffentlicht.

Die Ärztin und Vorständin der ärztlichen Hahnemann-Gesellschaft Ulrike Fröhlich wollte diese Polemik und die Falschbehauptungen nicht hinnehmen und hat gegen Schröders Text argumentiert. Die WELT weigerte sich, ihren Schröder-kritischen Text zu veröffentlichen.

Aber der HomöopathieWatchblog veröffentlicht den Leserbrief von Ulrike Fröhlich im Anschluß an die folgende Einordnung der Aktivität von Kristina Schröder:

Früher setzte sich Bundesministerin Kristina Schröder für Eltern ein. Heute tut sie genau
das Gegenteil. Sie schreibt als WELT-Kolumnistin gegen die Interessen der Eltern, wie das folgende Beispiel zeigt. Das tut die BMin ad als offizielle Lobbyistin der Anti-Homöopathie-Aktion „Informationsnetzwerk Homöopathie“. Sie steht als solche auf deren Website. Ihre Funktion ist, ihr ehemaliges Image als Ministerin nun als WELT-Kolumnistin und Anti-Globuli-Lobbyistin gegen Eltern und Globuli-Befürworter einzusetzen. Sie ist in einem zweifelhaften Kreis der Anti-Homöopathie-Aktivisten des INH. Kürzlich hat der SPIEGEL enthüllt, dass ein Arzt und INH-Lobby-Kollege von Schröder dabei erwischt wurde, wie er Zahlungen von der Pharmaindustrie erhalten hat.

Leserbrief von Ulrike Fröhlich, Ärztin, Vorständin Hahnemann-Gesellschaft:

„Homöopathie,
eine Mum plaudert

zum Beitrag von Kristina Schröder, promovierte Diplom-Soziologin, ehemalige Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, CDU, Mutter dreien Mädchen.
In gefälligem Kaffeehausgeplauder entwickelt die Autorin auf einer ganzen Seite in „Der Welt“ ihre persönlichen Ideen und Gedanken zur Homöopathie. Despektierlich bezeichnet sie ein wissenschaftliches Therapieverfahren als Mumpitz und Stuss, auf welches man reinfällt.

Sie ersetzt den Begriff der Forschungsergebnisse durch das Wort Erfindung und tauscht das Wort Beobachtung gegen das Wort Annahme aus. Man nennt dies tendenziös manipulativ. Lieb, wie sie ihre persönlichen Vorstellungen von Medizin entwickelt, dann verallgemeinert. Sie stellt die These auf, dass Homöopathie über die Selbstheilungskräfte des Menschen wirke und ich frage mich beim Lesen ganz entspannt, woher sie das weiß. All dieses, ohne eine Expertise in diesem Bereich zu besitzen.

Vorbeigegangen an ihr die aktuellen Diskussionen um Stärken und Schwächen von Leitlinien und klinischer Forschung, der aufrichtigen Suche der Ärzteschaft um wissenschaftliche Methodik, die uns bei den riesigen offenen Fragen nach der besten Therapie bessere Orientierung bietet.

Sachlich falsch die Aussage, dass in hochwertigen klinischen Studien die Homöopathie nie reproduzierbar eine Wirkung nachweise.

Weit über die Grenzen ihrer Kompetenzen heraus wagt sie sich dann in das weite Gebiet der Plazebo-Forschung, einem Effekt, der bei allen Therapieverfahren wirkt. Aussagekräftige Studien über die Setting-Effekte einer homöopathischen Behandlung sind mir nicht bekannt.
Naiv auch die Darstellung des erkenntnistheoretischen Prozesses und die Sorge, dass grundlegende Annahmen unserer Physik und Chemie falsch sein könnten. Forschung ist ergebnisoffen. Wir bräuchten nicht forschen, wenn wir nichts entdecken wollten.

Vor vier Wochen fand an der Royal Society of Medicine in London das Seminar „New Horizons in Water Science statt“, während dessen die beiden Nobelpreisträger Prof. Brian Josephson und Prof. Luc Montagnier ihre Vorstellungen eines möglichen Wirkmechanismus homöopathischer Zubereitungen vorstellten. Die Kernaussage von Prof. Josephson ist dabei, dass die derzeit in der Medizin gültige Hypothese von einem Schlüssel-Schloss-Prinzip bei der Kommunikation biologischer Systeme unkorrekt ist. Es gibt starke Hinweise, dass die Kommunikation biologischer Systeme über elektromagnetische Wellen erfolgt und die Quantenphysik zusätzliche Informationserkenntnisse beim Verstehen dieser Zusammenhänge liefern wird.

Prof. Luc Montagnier stellte heraus, dass die Informationsübertragung mittels elektromagnetischer Impulse in hochverdünnten Zubereitungen bereits sicher reproduziert wurde. Dabei konnte er zeigen, dass bei den Verdünnungen das Schütteln eine conditio sine qua non ist. Er machte daneben deutlich, dass damit die Vermutungen von Prof. Jacques Benveniste, der sich auf der Suche nach der biologischen Signalübertragung in hochverdünnten Zubereitungen befand, richtig waren.

Unsere Patientinnen und Patienten gehen in den meisten Fällen umsichtig mit sich um. Es ist hilfreich, wenn sie sachgerecht informiert werden. Zu Themen um die Homöopathie sind in Deutschland die hochspezialisierten Ärztinnen und Ärzte der Hahnemann Gesellschaft, der Berufsverband der homöopathischen Ärzte DZVhÄ, die Carstens Stiftung und die WissHom die adäquaten Ansprechpartner dafür.“

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Ein Kommentar

  1. Liebe Frau Dr. Fröhlich, Sie schreiben mir aus dem Herzen: „unsere Patientinnen und Patienten gehen in den meisten Fällen umsichtig mit sich um. Es ist hilfreich, wenn sie sachgerecht informiert werden. Zu Themen um die Homöopathie sind in Deutschland die hochspezialisierten Ärztinnen und Ärzte der Hahnemann Gesellschaft, der Berufsverband der homöopathischen Ärzte DZVhÄ, die Carstens Stiftung und die WissHom die adäquaten Ansprechpartner dafür.“

    Ich frage mich, als Patient, schon lange, was um Himmels Willen haben sich die letzten Jahre die Redakteure der SZ,des Spiegels, der Welt, der Zeit und v.a. dabei gedacht, auf „selbsternannte Experten“ zurückzugreifen die wenig bis keine Erfahrung mit Homöopathie haben, ohne die Patienten und die langjährig, in dieser Methode erfahrenen Ärzte und Heilpraktiker zu befragen? Journalismus war für mich immer ein ethisch hochstehender Beruf! Das was ich zur Homöopathie aber lesen musste war unter der Gürtellinie von namhaften Redakteuren umfassend recherchiert? Erst dachte ich, es wäre halt eine PR Aktion eines Einzelnen. Erst als ich jetzt als interessierter Laie selbst das recherchieren begann sah ich, dass das ja weltweit schon seit 20 Jahren läuft! Freunde aus England erzählten mir letzte Woche von einer direkten „Homöopathie-Verfolgung“ durch gewisse „Brights“ oder „Friends of Science“ in UK und Irland auch Apotheker wurden in sozialen medien regelrecht an den Pranger gestellt und wirtschaftlich geschädigt! Wie hier im Blog zu lesen vielleicht ein weltweiter Skandal und Wirtschaftskrimi? Wenn Ideologien und Ideologen sich nicht für gesündere Umwelt und gesündere Patienten auf unserem Planeten einsetzen, sondern gegen etwas, was so vielen Menschen geholfen hat, wie die Homöopathie wettern ohne selbst wirklich etwas davon zu wissen, kommt das bei mir ganz schlecht. Ich bin froh, dass es HWB gibt und ich sehe wie sorgfältig jede Stimme dort zu Wort kommt. Ich hoffe, Sie schreiben noch viele Artikel für HWB. Danke. Mit freundlichem Gruß

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