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„Skeptiker sind U-Boote“ der Pharmaindustrie gegen Homöopathie: Professor Martin Dinges kritisiert Kampagne gegen Globuli

Bei einer Veranstaltung in Stuttgart trafen sich die klugen Köpfe der Homöopathie-Gemeinschaft. Dazu zählten Professoren, Ärzte, Heilpraktiker und Patientenverbände. Der Stv. Leiter des IGM der Robert Bosch Stiftung, Professor Martin Dinges, nutzte die Veranstaltung. Er sprach mahnende Wort an Pharmaindustrie, Politik und Medien zur Kampagne gegen Homöopathie. Als Medizinhistoriker beobachtet er die Homöopathie seit langem.

Im Interview mit dem Youtube-Kanal HomöopathieTV (Link) sagte er: „Patienten werden viel zu wenig gehört und die wenigen Patientenbeauftragten der Regierungen sind natürlich relativ schwach in diesem Konzert. Und insofern ist es sehr gut, dass es Patientenvereine gibt (red. Anmerkung: gemeint ist Hahnemannia), die ihre Stimme noch erheben können. Gerade in einer Zeit, in der Pharmainteressen und deren U-Boote, die sogenannten Skeptiker, alles tun, um der Homöopathie das Wasser abzugraben. Ganz gegen die Interessen von etwa zwei Dritteln der Patienten, die sie schon mal nutzen und auch der Ärzte, die sie anwenden.“

Ulrike Fröhlich, Ärztin und Vorständin der ärztlichen Hahnemann-Gesellschaft (zuständig für Aus- und Fortbildung bei Ärzten für Homöopathie) sagte bei HomöopathieTV auf Youtube zum Standpunkt der anwendenden ÄrztInnen (Link): „Wissenschaft ist ergebnisoffen. Und als Ärztinnen und Ärzte stehen wir für gute wissenschaftliche Praxis, auch in der wissenschaftlichen Bewertung der Homöopathie.“

Vier Experten äußern sich über Kampagne

Professor Martin Dinges ist der zweite Professor, der die Kampagne gegen Homöopathie öffentlich kritisiert. Als erster Professor hat Prof. Harald Walach darüber gesprochen und den Kampagnenstart auf 2015 in Deutschland und 2009 in Großbritannien terminieren können. Der Wissenschaftler Dr. Jens Behnke von der Carstens-Stiftung hat im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung ebenfalls auf die Kampagne hingewiesen. Und selbst bei niedergelassenen Ärzten bricht sich der Unmut über die Kampagne Bahn. Der Hausarzt Erich Freisleben schreibt in einem Kommentar für den Tagesspiegel: „Die Wissenschaft hat den Menschen zu dienen und nicht umgekehrt. Daher kann es kein Argument gegen eine Methode wie die der Homöopathie sein, wenn sie mit den derzeitigen naturwissenschaftlichen Methoden nicht nachvollziehbar ist. Wenn sich wegen der schon kampagnenartig zu nennenden Angriffe gegen die Homöopathie Wissenschaftler nicht mehr trauen, darüber zu forschen, und wenn das Diktat einer solch einseitig ausgerichteten Forschung allein die medizinische Praxis beherrschen soll, widerspricht das auch pluralistisch-demokratischen Grundsätzen.“

Solche Anti-Homöopathie-Kampagnen schaden uns Globuli-Usern genause wie Herstellern wie Deutsche Homöopathie Union (DHU), Heel, Hevert, Weleda, Wala etc. und den Heilpraktikern und Ärzten für Homöopathie.

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