Ärztliche Hahnemann-Gesellschaft fordert von Uni Mainz Absage des Lobbyisten-Vortrags von Natalie Grams gegen Homöopathie

Am 14. November hält die Anti-Homöopathie-Lobbyistin Natalie Grams an der Universität Mainz einen Vortrag über Alternativmedizin. Die Ärztin Ulrike Fröhlich fordert die Absage mit einem Brief an die Uni, den Präsidenten Prof. Georg Krausch.
Hier die Details:

Grams ist Lobbyistin und Vorständin der Pressure Group Informationsnetzwerk Homöopathie (INH), einer Gründung der weltweiten Skeptiker-Bewegung (GWUP in Deutschland). INH und GWUP agitieren gegen Ärzte und Heilpraktiker für Homöopathie und Patienten. Ihr Ziel ist es, die öffentliche Meinung und Einstellung der Politik gegen diese Berufsgruppen und die Homöopathie zu beeinflussen (Link Reportage). Alternativmedizin und Homöopathie soll durch die INH im Image so beschädigt werden, so dass die Therapierichtungen vom Gesundheitsmarkt ausgeschlossen werden (wie in Großbritannien, Spanien, Belgien, Frankreich, wo seit Jahren ähnliche Kampagnen ablaufen (Link Analyse). Bezahlt wird das INH vom Abmahnverein Konsumentenbund, der externe Gelder einsammelt und sie  Kampagnen wie die der INH zur Verfügung stellt. Eine PR-Maßnahme des INH sind Vorträge bei Studierenden an Universitäten. Damit sollen Studierende gegen Alternativmedizin und Homöopathie eingestellt werden. So wie durch den Lobbyvortrag am 14.11. an der Uni Mainz.

HomöopathieWatchblog hat den Universitäts-Präsidenten Krausch um eine Stellungnahme zum Fall Grams gebeten. Bisher ist das Statement noch nicht eingetroffen.

Die Vorständin Ulrike Fröhlich der ärztlichen Hahnemann-Gesellschaft hat an den Universitätspräsidenten der Uni Mainz Prof. Dr. Krausch eine Brief geschrieben und ihn aufgefordert, den Vortrag der Lobbyistin Natalie Grams an Uni Mainz abzusagen. Sie schlägt als Alternative eine Pro-Contra-Diskussion vor. Der Brief liegt dem HomoeopathieWatchblog vor:

„Offener Protestbrief der Hahnemann-Gesellschaft

Sehr geehrter Herr Präsident Univ.-Prof. Dr. Krausch,
am kommenden Mittwoch, den 14.11.2018 wird im Philosophicum P2 Frau Dr. Natalie Grams als selbsternannte „Sachkundige“ der Homöopathie eine Bühne gegeben werden, um irreführende, wissenschaftlich falsche und polemische Aussagen über ein wissenschaftliches Therapieverfahren vorzutragen.
Eine Universität, die sich den Werten und Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis verpflichtet hat, darf solch eine flache Veranstaltung nicht zulassen.
Am 06. 07.2018 fand ebenfalls auf akademischem Boden eine solche Veranstaltung durch das Institut für Bioethik an der Universität Münster statt, hier jedoch war eine Gegendarstellung des erfahrenen Arztes Andreas Holling zugelassen. Frau Dr. Grams fiel auf akademischem Boden vernichtend unter.
Im Namen der Hahnemann-Gesellschaft, der Arbeitsgemeinschaft jener Ärztinnen und Ärzte, die sich auf die Homöopathie spezialisiert haben, fordere ich Sie dazu auf, diese Veranstaltung nicht zuzulassen!
Unsere Ziele sind die Förderung von Forschung und Wissenschaft, sowie Fort- und Ausbildung in der Homöopathie. Durch solch einen einseitigen Lobby-Vortrag werden Studierende unsachgemäß informiert.
Ich bin ein Kind dieser Universität und mir wurde ein lebendiges Interesse an akademischen Fragestellungen mitgegeben. Ich werde es nicht widerspruchslos hinnehmen, dass unsere wissenschaftliche Kultur derart beschädigt wird.
Unsere Universität beteiligt sich aktiv an der wissenschaftlichen, künstlerischen, gesellschaftlichen und politischen Diskussion und leistet damit einen Beitrag zur gesellschaftlichen Weiterentwicklung.
Anstelle solch einer einseitigen Grams-Lobbyveranstaltung würde ich mich als wirklichen Expertin der Homöopathie für eine Pro-Contra-Diskussionsveranstaltung mit Frau Dr. Grams zur Verfügung stellen.

In tiefer Verbundenheit

Ulrike Fröhlich
Ärztin
Vorstand Hahnemann-Gesellschaft“

 

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Ein Kommentar

  1. WICHTIG:
    Frau G. und das INH setzen sich aktiv für die Einstellung der Forschung zur Homöopathie ein. Wie steht eine deutsche Universität dazu in Anbetracht der Tatsache, dass Todesfälle durch Arzneinebenwirkungen mittlerweile an 3. Stelle stehen, Antibiotikaresistenzen ein immer bedrohlicher werdendes Szenario zu werden scheinen etc? Wird jemand von der Uni Frau G. darauf ansprechen? Was sagt eine renommierte deutsche Universität zum Thema „Forschungsverbot in der Medizin“ vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Probleme?
    Spannende Fragen, die dem Veranstalter unbedingt gestellt werden müssen!

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