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Evangelische Kirche als Podium der Anti-Homöopathie-Lobbyisten? Heilpraktiker und Ärzte schreiben Protestbriefe an Evangelische Akademie Tutzing wegen Vortrag von Chr. Lübbers

Vom 14. bis 16. Dezember lädt die Evangelische Kirche an die Akademie Tutzing ein, um über Heilmethoden in der Medizin zu diskutieren. Am 15. Dezember darf Christian Lübbers, Vorstand Informationsnetzwerk Homöopathie und bekannter Anti-Homöopathie-Lobbyist vor den Zuhörern sprechen über „Warum die Homöopathie keine ehrliche Medizin ist“. Mit auf dem Podium ist Frank Kittelberger, Pfarrer und Studienleiter der Akademie. Auf dem Podium ist kein Homöopathie-Experte als Ausgleich zum Anti-Globuli-Lobbyisten.

Heilpraktiker und Ärzte haben Protestbriefe an die Evangelische Akademie geschrieben. In ihnen protestieren sie dagegen, dass sich die evangelische Kirche zum Sprachrohr der Anti-Homöopathie-Lobbyisten macht.
Und sie protestieren gegen den Lübbers-Auftritt.
Sie protestieren außerdem, dass nur ein Anti-Homöopath und kein Homöopathie-Experte auftreten darf.
Sie fordern eine offene Pro-Contra-Diskussion statt eines Anti-Globuli-Lobby-Vortrags von Lübbers.

Ein Heilpraktiker schreibt:  „Offensichtlich soll bei der o. g. Veranstaltung kein offener fachlicher Diskurs ermöglicht werden, an dem Spezialisten aus beiden Lagern ihr Fachwissen einbringen können. Als Studienleiter für Ethik in Medizin und Gesundheitswesen, Pastoralpsychologie und Spiritual Care würde ich mir mehr Mitgefühl für kranke Menschen von Ihnen wünschen.
Dr. Lübbers gehört der Vereinigung der Skeptiker an, die man, gemessen an ihren derzeitigen Vorgehens- und Verhaltensweisen, leider als extremistisch bezeichnen muss. Bei einer Veranstaltung an der Uni Mainz wurde auf Twitter zu Gewalt gegen Homöopathen, vor homöopathischen Praxen zur Störung von Veranstaltungen aufgerufen. …“

Ein Arzt schreibt:Als Christ und Arzt beschäftigen mich diese Themen sehr und ich finde den Austausch zwischen der Medizin, Ethik und Theologie sehr wichtig, da die einzelnen Bereiche nicht mehr wie im Altertum in einer Person vereint sind. … Sorgen bereitet mir allerdings jetzt die Auswahl des Referenten zum Thema Homöopathie aus ganz anderen Gründen. Herr Dr. Lübbers ist ja bekanntermaßen Mitglied des sog. „Informationsnetzwerks Homöopathie“, welches der „Gesellschaft zur Erforschung der Parawissenschaften“ (GWUP) untergeordnet ist. … Deshalb meine sehr ernste und besorgte Frage: Können Sie gegenüber der evangelischen (und auch den anderen christlichen) Kirche(n) und vielen anderen nicht mehr gebundenen Christen verantworten, dass die Tutzinger Akademie Vertretern einer atheistischen und fundamentalistischen Skeptikergruppierung eine solche Plattform bietet? Oder wäre es nicht zumindest angebracht, von einer einseitigen Sicht zu einem Dialog mit wirklichen Homöopathie-Experten (den Praktizierenden) zu kommen?“

 

Die vollständigen Briefe und weitere Protest-Briefe sind hier im Watchblog zu lesen (Klick). Exklusiv nur für Globuli-Club-Mitglieder, um die Briefschreiber vor den Attacken der Skeptiker zu schützen.

Der HomöopathieWatchblog hat bereits hinter die Maske von Lübbers schauen dürfen, der sich aus Versehen als Kampagnen-Leiter und Kampagnen-Motto-Erfinder gegen Homöopathie geoutet hat: Link zum Artikel (Free).

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Das Programm der Evangelischen Akademie am 15.12, Auszüge:

7.45 Morgenandacht in der Schlosskapelle
Stadtdekanin Barbara Kittelberger

11.00 Uhr bis 12.30 Uhr

  • Methoden der Heilkunst als Glaubensfrage: Klassisch? Komplementär? Alternativ? Kurze Einführung
    Pfr. Frank Kittelberger

• Danach ist nicht deswegen – Warum die Homöopathie keine ehrliche Medizin ist. Dr. med. Christian W. Lübbers

  • Ist die Medizin eine Monokultur?Dr. Petra Thorbrietz

 

12.30 Uhr Mittagessen

14.00 Uhr bis 15.00 Uhr

ReflexionsgruppenLeitung: Tagungsteam

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