rettet homöopathie petition

Jetzt unterzeichnen bei Change.org: Rettet die Homöopathie! Petition von Hahnemann-Gesellschaft für Wahltarife bei Krankenkassen


Aktueller Hinweis am 12.10.19: Diese Petition ist beendet und braucht keine Unterzeichner mehr.

Gerne können Sie bei der aktuellen Petition #RetteDeineHomöopathie unterschreiben: Link


 

Am 13.12. ist der TSVG-Gesetzgebungsprozess im Bundestag auf Vorschlag des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn gestartet: er will die Wahltarife für Homöopathie bei Krankenkassen abschaffen. Im April soll das Gesetz schon ratifiziert werden.

Doch nun regt sich Widerstand aus der Homöopathie-Gemeinschaft. Die ärztliche Hahnemann-Gesellschaft hat beim Bundestag und bei Change.org eine offizielle Petition eingereicht, damit die Homöopathie-Wahltarife für Patienten, besonders für chronisch Kranke, erhalten bleiben.

Hier können Sie seit 15.1. die Petition an den Bundesgesundheitsminister „Rettet die homöopathieschen Wahltarife“ unterzeichnen: Link zur Petition bei Change.org.

Hier der eingereichte Text der Petition der Hahnemann-Gesellschaft beim Bundestag: 

petition

(Der Text zum besseren Lesen noch einmal in Fließtext: “

Benachteiligung von schwer Erkrankten

Hahnemann-Gesellschaft fordert den Erhalt der Wahltarife zur Übernahme der Kosten für Arzneimittel der besonderen Therapierichtungen entgegen des Entwurfs des Bundesgesundheitsministeriums !
Arzneimittel der besonderen Therapierichtungen | BTR sind: Phytopharmaka, Homöopathika und Anthroposophika. Diese bilden eine bedeutende Säule der Arzneimittelversorgung, besonders im Bereich der rezeptfreien Arzneimittel aus der Apotheke.
Begründung zur Petition:
Mit dieser Petition schließen wir uns dem Deutschen Bundesrat an, der in seiner 972. Sitzung am 23. November 2018 zum Gesetzentwurf des Gesetzes für schnellere Termine und bessere Versorgung | TSVG fordert:
https://www.bundesrat.de/SharedDocs/drucksachen/2018/0501-0600/504-1-18.pdf?__blob=publicationFile&v=1:
„8. Zu Artikel 1 Nummer 27 (§ 53 Absatz 5 und Absatz 8 Satz 1 SGB V) Artikel 1 Nummer 27 ist zu streichen.“
Begründung des Bundesrats:
„Durch die in Artikel 1 Nummer 27 des Gesetzentwurfs vorgesehene Aufhebung des § 53 Absatz 5
SGB V würde für die Krankenkassen die Möglichkeit entfallen, in ihrer Satzung gegen spezielle Prämienzahlungen durch die Versicherten die Übernahme der Kosten für Arzneimittel der besonderen Therapierichtungen zu regeln, die nach § 34 Absatz 1 Satz 1 SGB V von der Versorgung ausgeschlossen sind.
Mit der Regelung in § 53 Absatz 5 SGB V wurde im Jahr 2007 mit dem GKV- Wettbewerbsstärkungsgesetz der für eine gesetzliche Krankenversicherung optionale Wahltarif (Kann-Leistung) zur Übernahme der Kosten für Arzneimittel der besonderen Therapierichtungen eingeführt. Die in der Gesetzesbegründung für die Streichung angeführte geringe Nachfrage nach entsprechenden Tarifen liegt darin begründet, dass für viele Versicherte, die einen geringeren Bedarf an Arzneimittel der besonderen Therapierichtungen haben, die Möglichkeit der Satzungsleistung nach § 11 Absatz 6 SGB V für die Versorgung mit nicht ver- schreibungspflichtigen apothekenpflichtigen Arzneimittel der besonderen Therapierichtungen ausreicht. Bei diesen Satzungsleistungen erstatten Krankenkassen bis zu einem gewissen Betrag pro Jahr Arzneimittel der besonderen Therapierichtungen.
Für Menschen mit einem höheren Bedarf – wie zum Beispiel chronisch kranke Menschen oder Menschen mit Tumorerkrankungen – reicht diese Versorgung jedoch nicht aus. Die Möglichkeit des Wahltarifs sollte daher im Interesse der Gruppen, die Arzneimittel der besonderen Therapierichtungen stärker nutzen, erhalten bleiben. Zudem sollte es den Krankenkassen weiterhin möglich bleiben, sich durch das Angebot eines Wahltarifs im Krankenversicherungswettbewerb zu positionieren.“ )

 

Hintergrund: anders als in der Schweiz ist die Homöopathie im Gesundheitswesen in Deutschland schwächer verankert. Eine wichtige Säule für z.B. chronisch Kranke sind die Wahltarife für Homöopathie bei Krankenkassen. Kassen sparen Kosten über die Wahltarife bei chronischen Kranken und diese werden mit Homöopathie gut behandelt. Ohne Wahltarife würden die Kosten für die Behandlung für chronisch Kranke, z.B. mit Tumorerkrankungen, steigen und Patienten hätten massive Nachteile. Daher hat der Bundesrat in einem Beschluss von 2018 festgelegt, dass die Wahltarife zu bleiben haben – er hat dies mit dem Nutzen für chronisch Kranke und dem Wettbewerb der Kassen begründet.

Über die Empfehlung des Bundesrates und die Wünsche der Patienten setzt sich nun der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hinweg. Er hat in seinem TSVG-Gesetz vorgeschlagen, dass Wahltarife abgeschafft werden, ohne dass er in seiner Begründung auf Nachteile für chronische Kranke oder die dann steigenden Kosten für Krankenkassen eingeht. Experten sehen darin ein Prinzip: Spahn gehe wieder einmal an den Interessen von Patienten und Versicherten vorbei.

Experten sehen in der Abschaffung der Wahltarife auch den Versuch der Regierung, die Homöopathie Stück für Stück aus dem Gesundheitswesen zu drängen, obwohl die Mehrheit der Patienten Homöopathie nutzt. Ähnliches passiert gerade in Spanien, in Großbritannien ist Homöopathie schon aus dem Gesundheitssystem verbannt. Dabei sind die Zahlen eindeutig: 56 Prozent der Deutschen sind Globuli-User, wie eine aktuelle Umfrage von Kantar TNS im Sommer 2018 zeigte. Krankenkassen erstatten seit 2005 Homöopathie. Ausschlaggebend war eine Versorgungsstudie, die ergab, dass die Leiden bei 80 Prozent der chronisch Kranken durch Homöopathie gelindert wurden.

Eine ähnliche Petition zur Rettung ihrer Therapieform hatten vor kurzem Verbände der Psychotherapeuten beim Bundestag erfolgreich durchgesetzt (Bericht „Erfolgreiche Petition gegen das TSVG – Link).

Die Petition der ärztlichen Hahnemann-Gesellschaft wird von der Patientengemeinschaft für Homöopathie IGLU (Interessengemeinschaft der Globuli-User) begrüßt.  

Die Hahnemann-Gesellschaft ist die Arbeitsgemeinschaft der spezialisierten Ärztinnen und Ärzte der Homöopathie, die sich für eine hohe Qualität in deren Anwendung einsetzt. Sie unterstützt Forschung und Wissenschaft durch Diskussion mit Wissenschaffenden auf der ganzen Welt. Sie fördert die homöopathische Lehre durch ihren Intensivkurs Homöopathie seit 1985, vor kurzem in Wiesbaden. Die Gesellschaft engagiert sich für die Vernetzung ihrer Dozierenden zum gegenseitigen Austausch und der Integration moderner Lehrinstrumente zur Vorbereitung der Akademisierung.

 

2 Kommentare

  1. Ich verwende seit Jahren äußerst erfolgreich Homöopathie bei meinen Hunden und bei mir selbst. Die Argumente der Gegner finde ich dürftig. Wenn ich daran denke was ich früher alles mit der Schulmedizin erlebt habe und auch selbst durch eine Fehldiagnose geschädigt bin dann kann durch homöopathische Behandlng längst nicht soviel Schaden bei Patienten angerichtet werden wie es in der Schulmedizin passiert. Es gibt immer Ausnahmen nur in der Schulmedizin ist der Kostenfaktor durch Fehlbehandlung und unnütze Operationen ein erheblich größerer Wirtschaftsfaktor als in der Homöopathie. Was ich erstaunlich finde dass Herr Matthes nicht darauf eingegangen ist als er bei der Herstellung teilnehmen durfte als man sagte dass in die Globuli Informationen des Wirkstoffes eingebracht werden. Das ist für michder Schlüssel denn unser Körper besteht zu 70 Prozent aus Wasser und Wasser ist Informationsträger wie Dr. Emoto Masaru ein Japaner mit einer Kirlianphotgraphie beweisenkonnte. Wirkung der Globuli durch Übertragung der Informarion in den Wasserhauhalt unseres Körpers.

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