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Homöopathie-Community protestiert bei Apothekerkammer gegen Anti-Globuli-Vorträge von Lobbyistin Natalie Grams

Mit zwei Veranstaltungen möchte die Anti-Homöopathie-Lobby Apotheker davon abbringen, Homöopathie an Anwender abzugeben. Die Lobby wird dabei von einer Apothekerkammer unterstützt. Dagegen regt sich Protest in der Homöopathie-Community.

Die ärztliche Hahnemann-Gesellschaft fordert in einem Schreiben am 4.2. von der Apothekerkammer Niedersachsen, zwei Veranstaltungen der Lobbyistin gegen Homöopathie, Natalie Grams, abzusagen und die Lobbyistin durch fachlich geeignete Referenten auszuwechseln: „Wir fordern Sie hiermit dazu auf, die Referentin in beiden Veranstaltungen durch Fachapothekerinnen und Fachapotheker aus Ihren eigenen Reihen zu ersetzen, die die Gebietsbezeichnung „Naturheilverfahren und Homöopathie“ tragen. Diese sind es, die durch ihre Zusatzqualifikation im Sinne der Patientenschaft eine Expertise sowohl in der Pharmazie als auch in der Homöopathie haben.“

Grams hält im Februar und März zwei Vorträge gegen Homöopathie vor Apothekern und PTAs in Hannover und Bremen. Die Vorträge sind offiziell im Programm der Apothekerkammer gelistet und werden sogar mit je zwei Fortbildungspunkten belohnt. Die Kammer preist die Veranstaltungen mit den Worten an, Grams sei Ärztin, die über „eine optimale Beratung zur Homöopathie in der Apotheke“ informiere. Die Kammer verschweigt, dass Grams seit 2015 nicht mehr als Ärztin praktiziert, sondern seit Jahren als Lobbyistin für den Abmahnverein Deutscher Konsumentenbund sowie die Lobbygruppe GWUP arbeitet und von ihnen bezahlt wird. Grams ist Vorstand der Anti-Homöopathie-Lobby INH. Dessen Unterstützer Udo Endruscheit formuliert die Ziele der Anti-Lobby mit den Worten, dass die Homöopathie zerstört werden müsse. Grams geht auch juristisch gegen Homöopathie-Nutzer wie den Homoeopathiewatchblog vor, die ihre Anti-Homöopathie-Tätigkeit kritisieren (Link). Auch gegen die Leiterin eines Homöopathie-Vereins ging Grams juristisch vor, die ihre Tätigkeit kritisierte (Link).

Die Hahnemann-Gesellschaft begründet ihren Protest gegen die Apothekerkammer-Veranstaltung im Schreiben der Vorstände Ulrike Fröhlich und Hans Baitinger: „Die Referentin hat weder eine Expertise in der Pharmazie noch in der Wissenschaft. Ihre Kenntnisse und Erfahrungen in der Homöopathie sind gering. Es ist nicht akzeptabel, dass einer Vortragenden, die wiederholt bewusst Fehlinformationen zur Evidenz der Homöopathie verbreitet, in der Apothekerkammer Niedersachsen, einer Körperschaft des öffentlichen Rechts, ein Auditorium gegeben wird. Frau Grams fiel auf akademischem Boden bereits mehrfach bei der Ärzteschaft durch. Die Zielgruppe jetzt ist pharmazeutisches Personal. Gerade hier obliegt der Apothekerkammer eine besondere Sorgfaltspflicht in der Auswahl der Referierenden.“

 

Das gesundheitspolitische Fachmedium Apotheke Adhoc (5 Mio Leser/Monat) greift die Berichterstattung auf und titelt „Protest gegen Kammer: Homöopathen wollen Grams-Vortrag verhindern.“ (Link).

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