Corona und Homöopathie: Türkische Wissenschaftler von BÜTAD veröffentlichen erste Studie zum Einsatz von Homöopathie gegen Covid-19 in Zusammenarbeit mit Hahnemann-Gesellschaft/ Ergebnis: 83 % der Patienten gesundeten

Weltweit behandeln Ärzte für Homöopathie Patienten, die an Covid-19 erkrankt sind. So in Deutschland, wie die ersten veröffentlichten Fallberichte (hier im Watchblog) zeigen. Während es in Deutschland bisher nur einzelne behandelnde Ärzte sind, gibt es ein Land, dass seit März die Homöopathie im großen Stil gegen Covid-19 einsetzt: die Türkei, die weltweit als Vorreiter im Groß-Einsatz der Homöopathie gegen das Coronavirus einzustufen ist.

Türkische Wissenschaftler der Forschungorganisation BÜTAD haben ihre Erfahrungen mit der Behandlung von Covid-19 mit Homöopathie in einer Studie mit 30 Patienten zusammengefasst. Ergebnis: 83 % der behandelten und dokumentierten Covid-19-Patienten (25 von 30 Patienten) sprachen auf die Behandlung mit Homöopathie an und gesundeten. Die Ärzte setzten 19 verschiedene Homöopathika ein. Bei über 60 % der Patienten kam ein spezielles Homöopathikum (Nosode) zum Einsatz.

homöopathie

Die Studienergebnisse veröffentlicht der BÜTAD-Kooperationspartner Hahnemann-Gesellschaft. Hier lesen Sie im Homoeopathiewatchblog eine Zusammenfassung und ein Interview zu den Details.

Hintergrund der Studie:
Nachdem am 11. März in der Türkei der erste Covid-19-Fall auftrat, beschloss die Forschungsorganisation BÜTAD (Forschungsorganisation für Komplementärmedizin mit 410 Ärzten und Apothekern) aus Ankara (Link Butad.org), mit der ärztlichen Hahnemann-Gesellschaft (HG) aus Wiesbaden zu kooperieren. Das beschreibt sie in einem Bulletin an die HG. Start der Kooperation war eine Schulung mit der Vorständin und Ärztin für Homöopathie Ulrike Fröhlich. Ab 21.3. etablierte BÜTAD eine Arbeitsgruppe von türkischen Ärzten mit der deutschen Ärztin und begannen nach einer, wie sie es in ihrem Bulletin nennen, „Ulrike Fröhlich Methode Covid-19“, die Behandlung von Covid-19-Patienten mit Homöopathie. Die Ergebnisse hat BÜTAD in der vorliegenden Studie zusammengefasst, die die Hahnemann-Gesellschaft veröffentlicht
(Link BÜTAD-Studie mit Grafiken, Link BÜTAD-Bulletin. Die abgebildeten Grafiken entstammen der BÜTAD-Studie. Alle Grafiken der Studie finden Sie auf der Webseite der Hahnemann-Gesellschaft).

 

Zur BÜTAD-Studie und zur Kooperation BÜTAD-HG führte ich ein Interview mit der Ärztin für Homöopathie Ulrike Fröhlich, Vorständin der Hahnemann-Gesellschaft: 

Christian Becker: Die Hahnemann-Gesellschaft kooperiert mit der türkischen Ärztevereinigung BÜTAD bei der Behandlung von an Covid-19-Erkrankten wie in einem Brief auf der HG-Webseite lesbar ist. Wie ist es dazu gekommen und wie sieht die Kooperation konkret aus?

Ulrike Fröhlich: Mit den türkischen Kollegen verbindet uns seit 2015 eine fruchtbare Kooperation. Eine Absolvierende des Dreimonatskurs- Intensivkurs Homöopathie der Hahnemann Gesellschaft sorgte für eine breite Ausbildung in der Türkei unter Ärzten und Pharmazeuten.

Auf Einladung des türkischen Gesundheitsministeriums nahm eine internationale Delegation unserer Gesellschaft beim 1st International Traditional and Complementary Medicine Congress 2018 in Istanbul teil. Wir folgten damit einer Initiative der Weltgesundheitsorganisation WHO, die die Stellung der traditionellen und komplementären  Medizin auf internationalem Niveau fördert.

Es fand am 19.03.2020 ein 2,5 stündigen Onlineseminar statt. Türkischen Ärzten und Apothekern wurde das homöopathische Emergency-Setting-Homeopathy | Covid-19 der Hahnemann Gesellschaft zur Behandlung von Covid-19 Patienten zur Verfügung gestellt und erörtert.

Das große methodologische Feld der Homöopathie wurde in diesem Emergency-Setting so weit kondensiert, dass es auch Ärztinnen und Ärzten mit Grundkenntnissen in der Homöopathie möglich ist, erfolgreich zu behandeln.

 

Christian Becker: BÜTAD hat nach zahlreichen Behandlungen eine Studie zusammengestellt. Wie sieht die Methodik aus?

Ulrike Fröhlich: Die Verantwortlichen entschieden sich, eine Online-Fallstudie durchzuführen. Die Ärztinnen und Ärzte konnten sich auf eine Online-Plattform anmelden und dort einen vorgegebenen Fragebogen ausfüllen. Die Gesamtzahl bis zur 1. Veröffentlichung am 05.04.2020 betrug 30. Bis heute liegen bereits 60 Fallberichte vor.

 

Christian Becker: Was zeigen die Grafiken? Was sind die Ergebnisse? 

Ulrike Fröhlich: Insgesamt wurden vom 21.03.- 05.04.2020 30 Patienten in die Studie eingeschlossen. Bei dem größten Teil wurde die Diagnose klinisch gestellt. Wie in Deutschland stehen auch dort nicht genügend RT-PCR Test-Sets zur Verfügung.

Die evaluierte klinische Symptomatik zeigte wie bei Covid-19 bereits bekannt Pneumonie (5), Dyspnoe(5), Schmerzen des Brustkorbes (15), Fieber (6) und Durchfall (4).

25 von 30 Patienten sind bereits vollständig gesund geworden. 2 erlebten eine Verbesserung ihrer Beschwerden. 2 sind noch in Behandlung und in einem Fall von 30 gelang es dem Behandelnden nicht, eine Besserung zu erreichen.

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Dies sind vorläufige erste Ergebnisse, die sehr vielversprechend aussehen. Hier sollten sofort die Forschungsaktivitäten vermehrt werden.

 

Christian Becker: Wie bewerten Sie die Ergebnisse?

Ulrike Fröhlich: Offensichtlich ist das homöopathische Emergency-Setting | Covid-19 der Hahnemann Gesellschaft geeignet, Ärztinnen und Ärzte, auch jenen mit wenig Erfahrung in der Homöopathie, in die Lage zu versetzen, gute Behandlungseffekte bei Covid-19 zu erzielen.

Die Studienergebnisse wurden heute dem türkischen Gesundheitsministerium vorgestellt.

Das Emergency-Setting wurde auch in weiteren Ländern zur Verfügung gestellt.  Die motivierte Arbeitsgruppe von Butad lieferte die schnellsten Ergebnisse.

Die Türkei könnte mit ihrem vorbildlichen, engagierten und wissenschaftlichen Vorgehen eine Vorbildrolle im internationalen Setting haben, indem sie ein wirksames Therapieverfahren bei Covid-19 identifizierte und dann folgerichtig implementierte.

Weitere Nationen dürfen zum Wohle unserer Patientinnen und Patienten folgen.

 

Christian Becker: Welche Schlussfolgerungen ziehen Sie aus den Ergebnissen für die Behandlung von Corona-Kranken auch in Deutschland? 

Ulrike Fröhlich: Diese vielversprechenden ersten Ergebnisse aus der Türkei sollten rasch zu einer Zusammenarbeit der Hahnemann Gesellschaft mit dem Bundesgesundheitsministerium führen, um diese Erfahrungen auch unserer Bevölkerung zukommen zu lassen – hier ist keine weitere Zeit zu verlieren.

 

 


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