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Gegen Anti-Homöopathie-Kampagne der Süddeutschen Zeitung formiert sich Widerstand: Heilpraktiker*innen-Initiative kritisiert SZ in Schreiben

Die Süddeutsche Zeitung solle Falschdarstellungen zur Homöopathie unterlassen und wieder journalistisch neutral und ausgewogen über Homöopathie berichten, fordert die Heilpraktiker*innen-Initiative “Wir für Homöopathie” in einem Schreiben an die Zeitung (Link). Auslöser der Aktion ist die Stellungnahme der Zeitung vom September, dass und warum sie in Zukunft nur noch negativ über die Homöopathie schreibt (auf Basis der Botschaften der Anti-Homöopathie-Lobby). Der Homoeopathiewatchblog hat über diese Anti-Globuli-Politik der Zeitung berichtet und seine Leser zu Aktionen aufgerufen (Link), denn die SZ ist die erste Zeitung, die sich für die Zukunft so deutlich als Teil der Anti-Homöopathie-Kampagne positioniert.

Die Heilpraktiker*innen-Initiative weist in ihrem Schreiben an die SZ darauf hin, dass die “tendenziöse Anti-Haltung der gesamten Machart aller Homöopathie-Artikel doch sehr” auffalle: “Die Argumente gegen Homöopathie basieren auf paternosterartig wiederholten Falschbehauptungen, von der Falschdarstellung des Chinarindenversuches bis zu Aussagen, es fehle an Evidenz. Diese werden auch nicht richtiger dadurch, dass sie häufig publiziert oder in den Sozialen Medien permanent wiederholt werden.” Weiter weist die Initiative auf eine “gezielte Anti-Kampagne” hin. Im Schreiben erläutert sie die Evidenz für Homöopathie mit zahlreichen Studien u. a. aus der Versorgungsforschung und der Veterinärmedizin. 

Die Heilpraktiker*innen-Initiative “Wir für Homöopathie” fordert von der Süddeutschen Zeitung eine “differenziertere Auseinandersetzung mit der Homöopathie” und bietet ihr ein Gespräch an.

Link zum Schreiben der Initiative an die Süddeutsche Zeitung.

 

Ein Kommentar

  1. Spannend wäre doch mal, wie die anderen Zeitungen ein derartiges Verhalten finden – sich nicht mehr an den Pressekodex zu halten. Interessant wären auch mal potenzielle Verbindungen von Dr. Bartens zum INH bzw. der Anti-Homöopathie Lobby (Mutmaßung).
    Der Leserbrief sollte m.E. auch an die Zeit und weitere Zeitungen gehen, um eine Veröffentlichung hinzubekommen. Die SZ ignoriert regelmäßig Dinge, die Ihr nicht in den Weg passen – habe mein ABO auch sofort gekündigt.

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